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Rauhigkeit (Akustik)
Die Rauhigkeit ist in der Physik eine psychoakustische Empfindungsgröße, die besonders bei frequenz- und amplitudenmodulierten Schallen wahrgenommen wird.
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Definition und Wahrnehmung
Rauhigkeit ist eine psychoakustische Empfindungsgröße. Sie beschreibt, wie rau ein Schall wahrgenommen wird, und tritt besonders bei frequenz- und amplitudenmodulierten Schallen auf. Am stärksten wird sie bei Modulationsfrequenzen zwischen ungefähr 30 und 300 Hz empfunden. Beispiele sind das schnarrende oder brummende Geräusch eines fliegenden Käfers sowie Geräusche von Elektro- oder Kolbenmotoren.
Die Rauhigkeit kann durch ein aufwendiges Rechenverfahren nachgebildet werden. Ein dafür entwickeltes Verfahren bildet die Wahrnehmung realistischer Geräusche recht gut nach.
Maßeinheit und Bestimmung
Die Rauhigkeit eines Geräuschs oder Klangs wird durch Hörversuche bestimmt. Die Maßeinheit heißt Asper.
Ein Asper entspricht der Rauhigkeit eines zu 100 % mit 70 Hz amplitudenmodulierten 1-kHz-Sinustons bei einem Schalldruckpegel von 60 dB. Als Beispiel werden zwei Sinustöne mit 1000 Hz und 1070 Hz bei 60 dB genannt; ihre Rauhigkeit beträgt 1 Asper.
Rauhigkeit von Akkorden
Auch bei Akkorden kann Rauhigkeit durch das Zusammenwirken von Obertönen entstehen. In reiner Stimmung weist die reine Terz ein Frequenzverhältnis von 5:4 beziehungsweise 386 Cent auf. Dabei hört man in den Obertönen keine Schwebung.
Die „geschärfte“ Terz der gleichstufigen Stimmung hat dagegen 400 Cent. Sie wird als rau empfunden, weil sich die Obertöne „reiben“. Der Vergleich wird am Beispiel einer A-Dur-Kadenz in reiner und gleichstufiger Stimmung erläutert.