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Piano (Vortragsbezeichnung)

Piano (ital. sanft, leise), abgekürzt p, ist in der Musik eine die Tonstärke (Dynamik) betreffende Vortragsbezeichnung und der Gegenpol zu forte (ital.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung
  2. 2. Lautstärkeabstufungen und Kombinationen
  3. 3. Entwicklung und besondere Verwendung

Bedeutung

Piano, abgekürzt p, ist in der Musik eine Vortragsbezeichnung für die Tonstärke (Dynamik). Es bedeutet „sanft, leise“ und ist der Gegenpol zu forte („stark, laut“).

Lautstärkeabstufungen und Kombinationen

Von piano sind mehrere genauere Dynamikangaben abgeleitet:

  • pianissimo (pp): sehr leise
  • pianopianissimo (ppp): äußerst leise
  • mezzopiano (mp): halbleise oder ziemlich leise; etwas lauter als p
  • fortepiano (fp): stark und sofort wieder leise

Die Abkürzung pf bedeutet dagegen nicht pianoforte, sondern poco forte („ein wenig stark“). Früher, etwa bei Johann Wilhelm Häßler, bezeichnete pf eine geringere Lautstärke als mezzoforte; heute bedeutet es meist „ziemlich stark“. Für più forte („stärker“) wird pf kaum oder nur selten verwendet.

Entwicklung und besondere Verwendung

Als Lautstärkenanweisung erscheint piano erstmals gegen Ende des 16. Jahrhunderts, beispielsweise 1597 in Giovanni Gabrielis Sonata pian' e forte. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Bezeichnung immer gebräuchlicher und durch Abstufungen wie pp und ppp ergänzt.

Seit dem 19. Jahrhundert verlangen einzelne Kompositionen gelegentlich vier- oder fünffaches p. Ein Extrembeispiel ist Tschaikowskis sechste Sinfonie: Im ersten Satz muss das Solofagott am Ende der Exposition sechsfaches p (pppppp) spielen.

Im Barock wurde piano häufig auch im Sinne von Echo gebraucht. Bei Tasteninstrumenten mit mehreren Manualen können forte und piano außerdem unterschiedliche Manuale vorschreiben. Der Wechsel zwischen solchen deutlich getrennten Lautstärkestufen heißt Terrassendynamik.

Lernvideos zu Piano (Vortragsbezeichnung)

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