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Terrassendynamik
Sie bezeichnet eine spezielle Art der Lautstärkeveränderung im Verlauf eines musikalischen Werkes und fällt somit in das Feld der musikalischen Dynamik.
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Grundbegriff
Terrassendynamik ist ein Begriff aus der Musik und gehört zur musikalischen Dynamik, also zu den Lautstärkeveränderungen in einem musikalischen Werk. Sie bezeichnet eine plötzliche dynamische Änderung: Laute und leise Abschnitte werden ohne allmählichen Übergang einander gegenübergestellt.
Wieland Ziegenrücker beschreibt diesen aus der Echodynamik hervorgegangenen Dynamiktyp als „übergangsloses Gegenüberstellen von lauten und leisen Episoden“. Die Terrassendynamik kann vom Komponisten ausdrücklich auskomponiert sein, sie kann aber auch durch die Interpretation entstehen. Ihr Gegenstück ist die Übergangsdynamik, also der „stufenlose Übergang zwischen verschiedenen Lautstärkegraden“.
Entstehung und Beispiele
Die Entstehung der Terrassendynamik hat zwei wichtige Ursachen: die Entwicklung im Instrumentenbau und die für bestimmte Epochen typischen Kompositionsweisen.
In Renaissance und Barock waren die technischen Möglichkeiten des Instrumentenbaus noch eingeschränkt. Lautstärkeänderungen konnten oft nur mechanisch erzeugt werden. Bei der Orgel bedeutete das zum Beispiel, dass dynamische Änderungen nur durch einen Wechsel des Manuals oder der Register möglich waren.
Auch die Kompositionsweise dieser Epochen begünstigte Terrassendynamik. Besonders wichtig war das Prinzip des concerto grosso. Dabei wechseln größere Klanggruppen und kleinere solistische Gruppen einander ab, etwa Orchester und Soloinstrument oder Chor und Solosänger. Dieser Wechsel stellt eine auskomponierte Form der Terrassendynamik dar.