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Neue Sachlichkeit (Ausstellung)

Die Ausstellung Die Neue Sachlichkeit. Deutsche Malerei seit dem Expressionismus fand vom 14. Juni bis 18. September 1925 in der Kunsthalle Mannheim unter der …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Ausstellung und Bedeutung
  2. 2. Vorbereitung und Künstler
  3. 3. Resonanz und Wanderausstellung
  4. 4. Spätere Einordnung

Ausstellung und Bedeutung

Die Ausstellung „Die Neue Sachlichkeit. Deutsche Malerei seit dem Expressionismus“ fand vom 14. Juni bis 18. September 1925 in der Kunsthalle Mannheim statt. Sie stand unter der Leitung ihres damaligen Direktors Gustav Friedrich Hartlaub.

Sie prägte den Namen „Neue Sachlichkeit“ für eine Kunstströmung der 1920er- und 1930er-Jahre. Gemeint war Malerei, die sich sowohl von einer impressionistisch aufgelösten Darstellung als auch von expressionistischer Abstraktion abgrenzen sollte.

Vorbereitung und Künstler

Hartlaub plante die Ausstellung bereits 1923. In einem Schreiben vom Mai 1923 bat er Kunsthistoriker und Galeristen, Künstler zu benennen, die in den vorhergehenden zehn Jahren „weder impressionistisch aufgelöst, noch expressionistisch abstrakt, weder rein sinnenhaft äußerlich, noch rein konstruktiv innerlich“ gemalt hätten. Organisatorische Schwierigkeiten und die Hyperinflation der Jahre 1914–1923 verhinderten die Durchführung im September 1923.

1925 stellte Hartlaub 124 Bilder von 32 Künstlern zusammen. Zu ihnen gehörten Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz, Heinrich Maria Davringhausen, Karl Hubbuch, Alexander Kanoldt, Carlo Mense, Anton Räderscheidt, Rudolf Schlichter, Georg Scholz, Niklaus Stoecklin und Georg Schrimpf.

Resonanz und Wanderausstellung

In Mannheim besuchten 4.405 Menschen die Ausstellung. Damit lag sie unter den Besucherzahlen anderer Mannheimer Ausstellungen von 1925: „Moderne Kleinplastik“ hatte 7.000 Besucher, „Typen Neuer Baukunst“ nahezu 10.000. Dennoch erhielt die Ausstellung starke Aufmerksamkeit in der Presse; ausführliche Berichte erschienen unter anderem in Zeitungen aus Berlin, Essen, Hamburg, München, Leipzig und Breslau.

Ab Oktober 1925 wurde die Ausstellung jeweils verändert weitergezeigt: vom 18. Oktober bis 22. November in Dresden, zum Jahreswechsel 1925/1926 in Chemnitz, im Februar 1926 in Erfurt und zuletzt im Kunstverein Dessau. Dadurch gewann die Neue Sachlichkeit weiter an Popularität. In Erfurt waren vor allem die Werke von Dix und Beckmann so stark verändert ausgewählt, dass Hartlaub den Namen der Städtischen Kunsthalle dafür nicht mehr verwenden wollte. Anfragen aus Breslau und Stettin lehnte er ab.

Spätere Einordnung

Anfang 1933 griff Hartlaub das Thema in der Ausstellung „Deutsche Provinz (Erster Teil) – Beschauliche Sachlichkeit“ erneut auf. Am 20. März 1933 wurde er seines Amtes enthoben.

Ebenfalls 1925 veröffentlichte der Münchner Kunsthistoriker Franz Roh „Nach-Expressionismus“ mit dem Untertitel „Magischer Realismus. Probleme der neuesten europäischen Malerei“. Roh verwendete „Magischer Realismus“ für die postexpressionistische Malerei der Weimarer Republik. Als Bezeichnung für die Kunstströmung setzte sich jedoch Hartlaubs Ausstellungstitel „Neue Sachlichkeit“ durch.

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