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Liste musikalischer Symbole
Akzent Töne mit Akzent werden wesentlich lauter gespielt als andere Töne (schlagartige Erhöhung der Lautstärke). Artikulation. Bearbeiten. → Hauptartikel …
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Grundlagen der Notenschrift
Musikalische Symbole halten Tonhöhen, Tondauern, Rhythmus und den Aufbau eines Musikstücks fest. Grundlage ist das Notensystem aus fünf Notenlinien. Hilfslinien erweitern es für Töne, die außerhalb des Systems liegen. Taktstriche trennen aufeinanderfolgende Takte, Doppelstriche größere Abschnitte und Schlussstriche das Ende eines Stücks. Gestrichelte Taktstriche gliedern lange Takte in logische Einheiten. Eine Akkolade, also eine geschweifte Klammer, verbindet gleichzeitig zu spielende Stimmen, etwa die rechte und linke Hand eines Klaviers.
Ein Schlüssel legt fest, welche Tonhöhe einer Linie zugeordnet ist. Beim Violinschlüssel oder G-Schlüssel markiert die Spirale normalerweise auf der zweiten Linie von unten das G über dem mittleren C; das mittlere C liegt dann auf der ersten Hilfslinie unter dem System. Beim Altschlüssel oder C-Schlüssel kennzeichnet die Mitte des Zeichens das mittlere C, beim üblichen Bratschenschlüssel auf der mittleren Linie. Beim Bassschlüssel oder F-Schlüssel markieren zwei Punkte die vierte Linie von unten als F unter dem mittleren C; das mittlere C liegt auf der ersten Hilfslinie über dem System. Neutrale Schlüssel dienen Instrumenten ohne definierte Tonhöhe: Linien und Zwischenräume werden einzelnen Schlag- oder Perkussionsinstrumenten zugeordnet. Eine einzelne Stimme kann auf nur einer Linie stehen.
Eine 8 über oder unter einem Schlüssel verschiebt die notierten Töne um eine Oktave in die entsprechende Richtung. Eine 15, seltener eine 16, bezeichnet zwei Oktaven; selten zeigen zwei Schlüssel eine Verschiebung um eine Oktave nach oben an. In einer Tabulatur stehen die Linien meist für die Saiten eines Zupfinstruments, während Zahlen den zu greifenden Bund angeben. Tabulaturen werden auch für die Griffschrift der steirischen Harmonika verwendet.
Dauer, Rhythmus und Tempo
Notenwerte und die entsprechenden Pausen bestimmen, wie lange ein Ton klingt oder Stille dauert. Die Reihe reicht hier von der doppelten, ganzen, halben und Viertelnote über Achtel-, Sechzehntel-, Zweiunddreißigstel-, Vierundsechzigstel- und Hundertachtundzwanzigstelnoten bis zur Zweihundertsechsundfünfzigstelnote. Mehrere vollständig pausierte Takte können durch einen dicken waagerechten Strich mit der Anzahl der Takte darüber zusammengefasst werden.
Ein Punkt rechts neben einer Note verlängert sie um die Hälfte ihres Wertes: Eine punktierte Viertelnote dauert beispielsweise drei Achtelnoten. Zwei Punkte verlängern um drei Viertel des ursprünglichen Wertes, drei Punkte um 7/8 und die sehr seltenen vier Punkte um 15/16. Pausen lassen sich ebenso punktieren. Balken zwischen den Hälsen von Achtelnoten und kleineren Werten ersetzen die Fähnchen und gliedern Notengruppen optisch. Ghost Notes besitzen einen rhythmischen Wert, aber keine erkennbare Tonhöhe; sie kommen hauptsächlich bei Schlagzeug und Perkussion vor.
Die Taktangabe beschreibt, wie viele Notenwerte in einem Takt zusammengefasst werden. Bei einem Zahlenbruch gibt die untere Zahl den Notenwert des Grundschlags und die obere Zahl die Anzahl der Grundschläge an. Ein 3/4-Takt enthält somit Noten und Pausen im Gesamtwert von drei Viertelnoten. Ein besonderes Zeichen steht für den 4/4-Takt, Alla breve für den 2/2-Takt. Eine Metronomangabe legt das Tempo genau als Zahl bestimmter Notenwerte pro Minute fest, beispielsweise 120 Viertelnoten pro Minute.
Abbreviaturen verkürzen wiederkehrende Schreibweisen. Simile, auch „Faulenzer“, verlangt die identische Wiederholung der vorherigen Notengruppe oder des vorherigen Taktes. Zwischen zwei Taktstrichen bezeichnet das Zeichen einen ganzen Takt, über einem Taktstrich eine Gruppe von zwei Takten. Beim Tremolo gibt die geschriebene Note die Gesamtdauer der Wiederholungen an; die Zahl der Striche bestimmt die Unterteilung, etwa in Achtel, Sechzehntel oder Zweiunddreißigstel. Bei zwei verschiedenen Tonhöhen werden diese schnell abwechselnd gespielt.
Tonhöhen verändern
Versetzungszeichen verändern einzelne Töne. Ein Kreuz erhöht eine Note um einen chromatischen Halbtonschritt, auf dem Klavier also um eine Taste nach rechts: etwa C zu Cis, D zu Dis oder F zu Fis. Ein b erniedrigt sie um einen chromatischen Halbtonschritt beziehungsweise eine Taste nach links: etwa C zu Ces, D zu Des, E zu Es, A zu As oder H zu B. Das Doppelkreuz erhöht um zwei chromatische Halbtonschritte und bildet einen Namen mit „-isis“, zum Beispiel Cisis. Das Doppel-b erniedrigt um zwei Halbtonschritte und bildet einen Namen mit „-eses“. Ein Auflösungszeichen hebt für die betreffende Note und alle im selben Takt folgenden Noten gleicher Höhe ein vorheriges Vor- oder Versetzungszeichen auf.
Vorzeichen stehen hinter dem Schlüssel und gelten im gesamten bestehenden Liniensystem, solange keine abweichenden Vor- oder Versetzungszeichen erscheinen. Jede Tonart besitzt eine bestimmte Zahl davon. Kreuze werden im Quintenabstand aufwärts in der Reihenfolge Fis–Cis–Gis usw. notiert, entsprechend der Reihenfolge im Uhrzeigersinn des Quintenzirkels. b-Vorzeichen folgen im Quintenabstand abwärts der Reihe B–Es–As usw., also gegen den Uhrzeigersinn.
Oktavierungszeichen erlauben eine übersichtliche Notation besonders hoher oder tiefer Passagen. 8va über einer Passage, ottava alta, bedeutet eine Oktave höher. 8va unter einer Passage beziehungsweise in moderner Musik 8vb, ottava bassa, bedeutet eine Oktave tiefer. 15ma über einer Passage, quindicesima alta, verlangt zwei Oktaven höher; 15ma darunter beziehungsweise 15mb, quindicesima bassa, zwei Oktaven tiefer.
Dynamik und Gestaltung einzelner Töne
Dynamikzeichen geben die Lautstärke oder deren Veränderung an. Die Stufen reichen von pianopianissimo beziehungsweise pianissimo possibile für extrem leise über pianissimo, piano, mezzopiano, mezzoforte, forte und fortissimo bis fortefortissimo für extrem laut. Sforzando oder sforzato bezeichnet eine akzentuiert laute Note oder einen solchen Akkord. Fortepiano verlangt einen schnellen Wechsel von laut zu leise. Crescendo bedeutet lauter werden, decrescendo oder diminuendo leiser werden. Ein Akzent hebt einen Ton schlagartig und wesentlich lauter hervor; bei längeren Tönen kann er sich nur auf den plötzlich lauten Tonbeginn beziehen.
Artikulationszeichen bestimmen, wie Töne beginnen, klingen und miteinander verbunden werden. Beim Arpeggio erklingen die Töne eines Akkords kurz nacheinander statt gleichzeitig. Standardmäßig verläuft es von unten; ein kleiner Pfeil kann die Richtung anzeigen. Staccato verkürzt einen Ton üblicherweise auf etwa die Hälfte der notierten Dauer, während der Rest stumm bleibt. Staccatissimo verlangt eine noch kürzere, gegebenenfalls die kürzest realisierbare Klingdauer. Portato oder Tenuto bedeutet „gehalten“: Die Intensität bleibt während der notierten Dauer statisch, ohne dass dies automatisch Legato bedeutet. Zusammen mit einem Staccatopunkt entstehen kurze, aber während ihrer Klingdauer gleichmäßig gehaltene Töne.
Eine Fermate verlängert einen Ton oder eine Pause über die notierte Dauer hinaus. Sie kann außerdem ein Ende, also fine, markieren. Der Legato- oder Bindebogen verbindet Töne fließend; als Phrasierungsbogen kennzeichnet er musikalische Phrasen und in Vokalmusik als Textierungsbogen ein Melisma. Ein Haltebogen verbindet dagegen gleich hohe Noten zu einem durchgehenden Ton, etwa über eine Taktgrenze hinweg.
Wiederholungen und Sprünge
Zeichen für den musikalischen Ablauf legen fest, in welcher Reihenfolge Abschnitte gespielt werden. Ein Wiederholungszeichen ähnelt einem Schlussstrich mit zwei Punkten auf der Seite, in deren Richtung wiederholt werden soll. Fehlt am Anfang ein öffnendes Wiederholungszeichen, reicht die Wiederholung bis zum Beginn des Stücks zurück. Voltenklammern, auch Klammer oder Haus genannt, kennzeichnen unterschiedliche Enden eines Wiederholungsabschnitts: Nach der Wiederholung werden bestimmte Takte übersprungen oder durch andere ersetzt.
Da capo bedeutet, vom Beginn an zu wiederholen. Der Zusatz al fine führt bis zur mit fine bezeichneten Schlussstelle, die in der Barockmusik auch durch eine Fermate markiert sein kann. Al coda verlangt, bis zum Coda-Zeichen zu spielen und von dort zum Schlussteil zu springen. Dal Segno fordert eine Wiederholung ab der mit Segno gekennzeichneten Stelle und lässt sich ebenfalls mit al fine oder al coda verbinden. Das Segno ist die zugehörige Sprungmarke. Der Kopf oder Kreuzkopf kennzeichnet die Coda. Bei zwei solchen Zeichen wird während der Wiederholung meist vom ersten unmittelbar zum zweiten gesprungen, etwa nach D.C. al coda oder D.S. al coda.
Instrumentbezogene Zeichen
Instrumentbezogene Zeichen geben Fingersätze, Handverteilungen oder den Pedalgebrauch an. Bei der klassischen Gitarre werden für die Anschlagshand spanische Fingerbezeichnungen abgekürzt: p steht für pulgar, den Daumen; i für índice, den Zeigefinger; m für medio, den Mittelfinger; a für anular, den Ringfinger; c, x, e oder q für meñique, den kleinen Finger.
Bei Tasteninstrumenten bezeichnen die Zahlen 1 bis 5 der Reihe nach Daumen, Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinen Finger. Die Hände können sprachabhängig markiert werden: deutsch l.H. und r.H., englisch l.h. und r.h., französisch m.g. und m.d. sowie italienisch m.s. und m.d.
Zeichen für das Fortepedal, etwa am Klavier oder Vibraphon, weisen zum Drücken und Loslassen des Pedals an. Bei einer durchgehenden Darstellung zeigt eine untere Linie, wie lange das Pedal gedrückt bleibt. Ein umgedrehtes V (Λ) bedeutet, dass es kurz angehoben und sofort erneut gedrückt wird.
Bei Violine und Viola beginnt die Fingerzählung mit dem Zeigefinger, weil der Daumen normalerweise nicht greift: 0 bedeutet offene Saite, 1 Zeigefinger, 2 Mittelfinger, 3 Ringfinger und 4 kleiner Finger. Beim Violoncello und Kontrabass wird der Daumen häufig eingesetzt. Dort bezeichnet Ϙ den Daumen; die übrigen Zahlen entsprechen Violine und Viola, während 0 weiterhin für eine offene Saite steht.
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