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B (Notenschrift)

Das b oder Be (♭) bezeichnet in der Notenschrift der Musik die Erniedrigung eines Stammtons um einen Halbton. Das Zeichen hat in etwa die Form eines …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. B als Erniedrigungszeichen
  2. 2. Versetzungszeichen und Vorzeichen
  3. 3. Geschichte und digitale Darstellung

B als Erniedrigungszeichen

Das Be (♭) bezeichnet in der Notenschrift die Erniedrigung eines Stammtons um einen Halbton. Das Zeichen ähnelt einem stilisierten Kleinbuchstaben b. Es wird auf eine Linie oder in einen Zwischenraum des Notensystems geschrieben und verändert den Ton, der auf dieser Tonhöhe steht. Befindet sich der Ton auf einer Hilfslinie, steht das Be vor der Hilfslinie.

Bei den meisten Tonnamen wird die Endung „-es“ angehängt: C wird zu Ces, D zu Des, F zu Fes und G zu Ges. Ausnahmen sind H, dessen erniedrigter Ton B heißt, E, das zu Es wird, und A, das zu As wird.

Versetzungszeichen und Vorzeichen

Das Symbol wird auf zwei Arten verwendet:

  • Als Versetzungszeichen steht es direkt vor einer bestimmten Note. Es gilt nur in dem Takt, in dem es notiert ist, und nur für den bezeichneten Oktavbereich.
  • Als Vorzeichen steht es unmittelbar nach dem Notenschlüssel. Es gilt entweder bis zum Ende des Stücks oder so lange, bis es durch andere Vorzeichen aufgehoben wird. Als Vorzeichen gilt es für alle Oktavbereiche.

Geschichte und digitale Darstellung

In der älteren Choralnotation entwickelten sich ab dem 10. Jahrhundert zunächst zwei Versetzungszeichen, die sich beide auf den Stammton B bezogen: Das b rotundum oder b molle („rundes B“) bezeichnete die niedrigere Tonvariante, das b quadratum beziehungsweise b durum („quadratisches B“) die höhere. Aus b molle entstanden die fremdsprachigen Bezeichnungen bemolle im Italienischen und bémol im Französischen sowie der Name des Tongeschlechts Moll.

Im Unicode-Zeichensatz befindet sich das Zeichen ♭ an der Position U+266D („Musical Flat Sign“). In LaTeX wird es mit der Syntax \flat erzeugt.

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