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Liste der Kommunikationsmodelle
5 Nachrichtenübertragungsmodelle; 6 Publikums- oder kulturbasierte Theorien; 7 ... Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick (1972); Autokommunikation …
Inhalt6 Abschnitte
Deskriptive und funktionale Modelle
Die deskriptiven Modelle stellen Kommunikation schematisch dar. Dazu gehören das Feldschema der Massenkommunikation von Gerhard Maletzke (1963), das Kommunikationsmodell von John W. Riley und Matilda White Riley (1959), das Kommunikationsmodell von Bruce H. Westley und Malcolm S. MacLean (1957) sowie das materialistische Kommunikationsmodell von Wulf D. Hund (1976).
Funktionsmodelle beschreiben, welche Aufgaben oder Bestandteile Kommunikation hat. Genannt werden das Organon-Modell von Karl Bühler (1933), das sechsgliedrige Modell von Roman Jakobson (1960) und das Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun (1981).
Medienwirkung, Nutzen und mehrstufige Kommunikation
Der dynamisch-transaktionale Ansatz von Werner Früh und Klaus Schönbach (1982) verbindet die Betrachtung von Medienwirkung und Mediennutzen.
Zu den kognitiven Medienwirkungsmodellen zählen der Agenda-Building-Ansatz von Gladys E. Lang und Kurt Lang (1981), der Agenda-Setting-Ansatz von Maxwell E. McCombs und Donald L. Shaw (1972), die Theorie der Schweigespirale von Elisabeth Noelle-Neumann aus den 1970er-Jahren und die Wissenskluft-Hypothese (Knowledge-Gap) von Phillip J. Tichenor, George A. Donohue und Clarice N. Olien (1970).
Die S-R- und S-O-R-Modelle umfassen das Sender-Empfänger-Modell, auch Hypodermic Needle Concept, Transmission Belt Theory oder Magic Bullet Theory genannt (1920er), sowie das Stimulus-Response-Modell. Die Verstärkerthese von Joseph Klapper (1960) gehört zu den Theorien zur Wirkungslosigkeit der Medien.
Bei den Zweistufen-Modellen werden der Gatekeeper-Ansatz von David M. White (1950), das Kommunikationsmodell nach Lazarsfeld aus The People’s Choice (1944), das Multi-Step-Flow-Modell (1950er) und das Opinion-Sharing-Modell von Verling C. Troldahl und Robert van Dam (1965) aufgeführt.
Nachrichtenübertragung und Informationsfluss
Shannons Kommunikationsmodell (1948/49) ist ein reines Modell der Informationstheorie. Das Shannon-Weaver-Kommunikationsmodell (1949) bezeichnet die Idee eines auf Claude E. Shannons Arbeiten basierenden Kommunikationsmodells. Warren Weaver beschrieb diese Idee, führte sie jedoch nicht im Detail aus.
Als Wortmodell wird die Lasswell-Formel von Harold Dwight Lasswell (1948) genannt.
Publikum, Kultur und Gesellschaft
Die publikums- oder kulturbasierten Theorien umfassen die Cultural Studies nach Stuart Hall, die Kritische Theorie, die Kultivierungsthese von George Gerbner und Larry Gross (1976) sowie den Uses-and-Gratifications-Ansatz von Elihu Katz und David Foulkes (1962).
Zu den soziologischen Modellen gehören die Systemtheorie von Niklas Luhmann zur funktionalen Differenzierung (1968), das konstruktivistische Kommunikationsmodell von Gebhard Rusch, Klaus Merten u. a., der symbolische Interaktionismus nach Herbert Blumer (1937) und die Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas (1981).
Weitere Ansätze und Modelle
Als weitere Ansätze zur Theoriebildung nennt der Artikel den Cognitive turn, die Diskurstheorie, Lerntheorie, Medientheorie, Sprechakttheorie und Verhaltenstheorie.
Weitere aufgeführte Modelle und Konzepte sind das Encoding/Decoding-Modell von Stuart Hall (1973), das Speaking-Modell von Dell Hymes (1962), die Kommunikationsbegriffe nach Klaus Merten (1977), das Kommunikationsmodell von Horst Reimann (1974), das Kommunikationsmodell von Jörg Aufermann (1971), der Nutzenansatz von Will Teichert (1972/1973), die Kommunikationstypisierung von Michael Kunczik (1977), die Sprechakttheorie sowie die Theorie der Kybernetik von Norbert Wiener (1948).
Zwischenmenschliche Kommunikation
Für zwischenmenschliche Kommunikation werden das Eisbergmodell, die Kommunikationsformen nach Satir, die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick (1972) und die Autokommunikation genannt. Die Liste zeigt damit, dass Kommunikationsmodelle sowohl technische und massenmediale Übertragung als auch individuelle, soziale, kulturelle und zwischenmenschliche Kommunikation erfassen.