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Kopula (Grammatik)
Satzband genannt, ist in der Grammatik ein Verb, Im Deutschen fungieren die Verben „sein“, „werden“ und „bleiben“ als Kopula,
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Definition und Funktion
Eine Kopula ist ein Verb, das kein eigenständiges Inhaltswort ist. Sie verbindet ein Subjekt mit einem nichtverbalen Bestandteil, dem Prädikativum, und bildet zusammen mit ihm das Prädikat des Satzes.
Im Deutschen dienen „sein“, „werden“ und „bleiben“ als Kopula, sofern sie nicht als Vollverb oder Hilfsverb verwendet werden. Beispiele sind: „Er ist alt“, „Er ist ein Mann“, „Sie wird alt“, „Sie wird zur Frau“ und „Sie bleiben im Haus wohnen“.
Abgrenzung und weitere Kopulaverben
Dasselbe Verb kann je nach Verwendung unterschiedliche Funktionen haben. „Sein“ ist in „Es ist ein Gott im Himmel“ ein Vollverb, aber in „Hans ist gegangen“ ein Hilfsverb. „Werden“ wird in „Die Arbeit wollte nicht werden“ als Vollverb und in „Der Brief wurde geschrieben“ als Hilfsverb gebraucht.
Manchmal werden auch weitere Verben als Kopula bezeichnet, wenn sie mit einem Prädikativum verbunden sind. Dazu gehören beispielsweise „aussehen“, „erscheinen“, „dünken“, „klingen“, „schmecken“, „heißen“, „gelten“, „sich vorkommen“ und „sich erweisen“.
Null-Kopula in anderen Sprachen
Nicht alle Sprachen verlangen eine ausdrücklich gesetzte Kopula. Besonders im Präsens kann eine sogenannte Null-Kopula vorliegen: Die Verbindung, die im Deutschen meist durch „sein“ ausgedrückt wird, bleibt ohne sichtbares Verb.
Beispiele mit der Bedeutung „Ich bin ein Mensch“ sind russisch „Я — человек“ („Ich – Mensch“), hebräisch „אני בן-אדם“ („Ich Sohn Adams“) und arabisch „أنا إنسان“ („Ich [ein] Mensch“). Im geschriebenen Russisch steht an der Stelle des fehlenden „ist“ ein Geviertstrich. Im Ungarischen bedeutet „ő egy ember“ wörtlich „Er ein Mensch“. Im Türkischen heißt „Ahmet hasta“ wörtlich „Ahmet krank“ und bedeutet „Ahmet ist krank“.