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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Initiative Hören

Initiative Hören ; Rechtsform, eingetragener Verein ; Gründung, 31. Oktober 2003 ; Sitz, Köln ; Zweck, Förderung des Hörens und Zuhörens ; Vorsitz, Karl Karst.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Bedeutung
  2. 2. Ziele und Arbeitsfelder
  3. 3. Entstehung und Entwicklung
  4. 4. Aktivitäten und Bildungsangebote
  5. 5. Mitglieder und Netzwerk

Überblick und Bedeutung

Die Initiative Hören e.V. ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Köln. Er wurde am 31. Oktober 2003 gegründet und vertritt öffentlich die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Hörens und Zuhörens. Im Mittelpunkt stehen deren gesellschaftliche, pädagogische, gesundheitliche und kulturelle Bedeutung.

Vorsitzender ist Karl Karst. Zweck des Vereins ist die Förderung des Hörens und Zuhörens. Die Initiative versteht sich als Zusammenschluss von Verbänden und Institutionen aus Deutschland und arbeitet mit staatlichen Einrichtungen, Medien, öffentlichen Institutionen und Selbsthilfeorganisationen zusammen. Außerdem berät sie den Gesetzgeber sowie Einrichtungen aus Industrie, Bildung und Gesundheit. Die Website des Vereins ist initiative-hoeren.de.

Ziele und Arbeitsfelder

Der Verein will das Hören und Zuhören umfassend fördern, pflegen, vermitteln und erforschen. Seine Arbeit verbindet mehrere Bereiche:

  • In Bildung, Kunst, Kultur und Medien soll die Aufmerksamkeit für das Hören gestärkt werden.
  • Im Gesundheits- und Verbraucherschutz geht es unter anderem um Lärmschutz sowie um die Vorbeugung und Behandlung von Hörschädigungen.
  • Auch die Folgen von Lärm für Umwelt und Natur gehören zum Aufgabenbereich.
  • Wissenschaft und Forschung können satzungsgemäß gefördert werden, beispielsweise durch Hör- und Kommunikationsforschung.

Damit verbindet die Initiative pädagogische, medizinische, kulturelle und wissenschaftliche Perspektiven auf das Hören. 2011 wurde die gemeinnützige Stiftung Hören gegründet.

Entstehung und Entwicklung

Der Ursprung der Initiative liegt in der „Initiative zur Gründung einer Stiftung Hören“, auch „Initiative Stiftung Hören“ genannt. Sie entstand auf Einladung von Karl Karst am 2. März 2001 in Köln.

An der Gründungsversammlung beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter unter anderem des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), des Deutschen Kulturrats, des Staatlichen Amts für Arbeitsschutz, des Deutschen Schwerhörigenbundes, der Deutschen Tinnitus-Liga, der Deutschen Gesellschaft für Akustik, des Verbands Deutscher Tonmeister und des Westdeutschen Rundfunks. Weitere Institutionen kamen aus den Bereichen Kultur, Medien und Medizin.

Geplant war ein lobby-übergreifender Kompetenzverbund. Dieser sollte die bildungs- und pädagogische, medizinische sowie kulturelle Bedeutung des Hörens öffentlich vermitteln. Die zunächst angestrebte Stiftung Hören wurde während der Verhandlungen nicht gegründet, weil eine beteiligte Einrichtung eine Stiftung mit verwechselbarem Namen gründete. 2011 gründete Karl Karst die Stiftung Hören mit persönlichem Kapital. Um Verwechslungen auszuschließen, gründeten die Mitglieder der Initiative Stiftung Hören stattdessen am 31. Oktober 2003 den Dachverband Initiative Hören e.V.

Aktivitäten und Bildungsangebote

Die Initiative schreibt den bundesweiten Wettbewerb „musik gewinnt! – Musikalisches Leben in Schulen“ aus. Ausgezeichnet werden Schulen, deren Musikleben deutlich über den regulären Musikunterricht hinausgeht, möglichst viele Schülerinnen und Schüler einbezieht oder wegweisende Modelle erprobt.

Weitere Aktivitäten sind die Mitorganisation des Internationalen Tags gegen Lärm und des Hörbuchsiegels Auditorix. Der Verein dokumentiert Aufsätze und Materialien, die sich interdisziplinär mit dem Hören beschäftigen. Außerdem bietet er Informationsbroschüren zu den Grundlagen des Hörens, zur Stimme, zum Hinhören, zum Gehörschutz und zu bauakustischen Themen an.

Mit dem Medienpreis LEOPOLD werden Produktionen „guter Musik“ für Kinder ausgezeichnet. Die Auszeichnungen betreffen verschiedene Kategorien, etwa CDs, Hörspiele und digitale Formate des Musiklernens.

Die „Schule des Hörens“ stellt für Kindergärten und Schulen kostenfreies Bildungsmaterial und Onlineangebote bereit und organisiert themenbezogene Veranstaltungen in Kooperation mit Rundfunkanstalten. Als Botschafter werden die ehemalige Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung Ulla Schmidt, der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen und der Kulturwissenschaftler Max Fuchs genannt. Im Oktober 2019 wurde Karl Kast laut Artikel vom Verband deutscher Musikschulen für seine Verdienste um das Hören mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet. Die unterschiedliche Schreibweise „Karl Kast“ gegenüber „Karl Karst“ wird im Artikel nicht erklärt.

Mitglieder und Netzwerk

Stand 2021 gehören dem Verband zahlreiche Einrichtungen aus Hörpädagogik, Medizin, Akustik, Musik, Kultur, Medien und Selbsthilfe an. Genannt werden unter anderem die Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung, Baumbach HörCom GmbH, der Berufsverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen (BDH), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (KdöR), der Bundesverband Musikunterricht (BMU), die Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V., die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik e.V. (DEGEM), die Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie sowie die Deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung.

Zum Netzwerk zählen außerdem die Deutsche Hörbehinderten-Selbsthilfe, die Deutsche Orchestervereinigung, die Deutsche Tinnitus-Liga, der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Musikrat, der Deutsche Schwerhörigenbund, die European SoundART Association, die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, der Initiativkreis Freie Musik Projekte, Kölner Senioren, kulturPARTNERnrw, die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (Lfm), der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen, mediamusic:nrw / Berufsverband Medienmusik, der Median-Verlag, das Nordkolleg Rendsburg, die Schule des Hörens, das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl/Deutscher Klangkunst-Preis, die Strecker-Stiftung, der Verband deutscher Musikschulen und der Verband Deutscher Tonmeister. Die Zusammensetzung zeigt, dass der Verein Hören als gemeinsames Thema von Gesundheitswesen, Bildung, Kultur, Medien, Forschung und Interessenvertretung behandelt.

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