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Bundesverband Musikunterricht

Der BMU organisiert auch den Bundeswettbewerb Klassenmusizieren, der dazu beitragen soll, den kinder- und jugendgerechten Umgang mit Musik zu verbessern.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufgaben und Aufbau
  2. 2. Bundesweite Veranstaltungen und Wettbewerbe
  3. 3. Landesverbände und Zusammenarbeit

Aufgaben und Aufbau

Der Bundesverband Musikunterricht (BMU) ist ein deutscher Verband für musikpädagogisch Interessierte in Schule, zweiter Ausbildungsphase und Hochschule. Sein zentrales Ziel ist, den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen zu verbessern und die Interessen der Musiklehrerinnen und Musiklehrer zu vertreten.

Der BMU entstand 2015 durch die Zusammenlegung des Arbeitskreises für Schulmusik (AfS) und des Verbandes Deutscher Schulmusiker (VDS). Der AfS hatte von 1953 bis 2015 als eigenständiger Verein bestanden.

Der Verband setzt sich für das Musikleben und die musikalisch-künstlerische Arbeit an Schulen ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf schulischen Musikensembles. Dazu gehören beispielsweise Bands, Orchester und Chöre.

Außerdem fördert der BMU eine qualifizierte und ausreichende Ausbildung von Musiklehrkräften aller Schularten, Schulformen und Schulstufen. Dafür organisiert er auf Landes- und Bundesebene Fortbildungen und weitere Veranstaltungen. Diese dienen sowohl der Weiterbildung von Musiklehrerinnen und Musiklehrern als auch der Förderung des Musiklebens an Schulen.

Bundesweite Veranstaltungen und Wettbewerbe

Auf Bundesebene organisiert der BMU einmal jährlich den Bundeskongress Musikunterricht. Der fünfte Bundeskongress sollte im September 2020 in Mannheim stattfinden, wurde jedoch wegen der Corona-Pandemie auf September 2022 verschoben. Er fand anschließend mit weit über 1000 Teilnehmenden statt.

Eine wichtige Veranstaltung ist die Bundesbegegnung „Schulen musizieren“. Sie gibt Schulen Auftrittsmöglichkeiten und ermöglicht die musikalische Weiterbildung schulischer Ensembles, etwa von Bands, Orchestern und Chören.

Der Bundeswettbewerb Klassenmusizieren soll dazu beitragen, den kinder- und jugendgerechten Umgang mit Musik zu verbessern. Darüber hinaus organisiert der BMU den Bundeswettbewerb „Schulpraktisches Klavierspiel“, der sich an Lehramtsstudierende richtet, sowie weitere Wettbewerbe, die der musikpädagogischen Fortbildung dienen.

Der BMU-Medienpreis zeichnet innovative und musikpädagogisch anspruchsvolle Medienproduktionen aus. Berücksichtigt werden audiovisuelle und plattformübergreifende Medien einschließlich des Internets. Ausgezeichnet werden sollen Werke, „die Kindern und Jugendlichen auf besonders ansprechende Weise Zugänge zu Musik eröffnen und im schulischen Kontext musikpädagogisch wirken“.

Landesverbände und Zusammenarbeit

Die BMU-Landesverbände unterstützen die Projekte auf Bundesebene. Im Rahmen von „Schulen musizieren“ führen sie beispielsweise regionale und landesweite Begegnungen durch.

Darüber hinaus arbeitet der BMU mit staatlichen Stellen zusammen. Er ist Partner des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus beim Projekt „Bayerisches Realschulstreichorchester“.

Präsidenten des BMU auf Bundesebene sind Georg Biegholdt und Jürgen Oberschmidt. Als derzeitige beziehungsweise ehemalige Ehrenpräsidenten werden Karl Heinrich Ehrenforth (1929–2017), Hans Bäßler, Ortwin Nimczik und Jürgen Terhag genannt.