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Friedrich-Schiller-Gymnasium Weimar
Das Friedrich-Schiller-Gymnasium ist ein Gymnasium in Weimar. Benannt wurde es nach Friedrich Schiller. wurde das 1927 bis 1936 … am Deutschen Nationaltheater …
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Überblick
Das Friedrich-Schiller-Gymnasium ist ein Gymnasium in Weimar, Thüringen. Es trägt den Namen des Dichters Friedrich Schiller. Die Schule befindet sich in der Thomas-Mann-Straße 2 in 99423 Weimar und wurde 1930 gegründet. Sie hat etwa 680 Schülerinnen und Schüler, 50 Lehrkräfte und wird von Sylvia Köttig geleitet.
Für das Verständnis der Schule ist vor allem ihr mathematisch-naturwissenschaftliches Profil wichtig: Sie legt einen besonderen Schwerpunkt auf Fächer wie Mathematik, Physik, Biologie, Chemie und Informatik. Damit knüpft sie an frühere schulische Traditionen des Gebäudes an.
Entwicklung der Schule
Das Schulgebäude wurde ursprünglich als Mädchenschule geplant. Es entstand von 1927 bis 1936 in zwei Bauphasen. Ab dem 8. Januar 1931 wurde es als höhere Schule genutzt, ab 1936 als Oberrealgymnasium. Ein Oberrealgymnasium war eine höhere Schule mit stärkerem Gewicht auf modernen Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften.
Ab dem 1. September 1939 diente das Gebäude als Lazarett. Schon ab Oktober 1945 wurde es wieder als Schule verwendet. Der Entwurf des Gebäudes stammte von Stadtbaurat August Lehrmann, zumindest für den 1927/28 realisierten Bauabschnitt.
1960 wurde die Schule im Bildungssystem der DDR zu einer Erweiterten Oberschule, kurz EOS. Eine EOS war in der DDR eine Schule, die zur Hochschulreife führte. Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 nahm die Schule die mathematisch-naturwissenschaftliche Ausrichtung des früheren Oberrealgymnasiums wieder auf. Im Dezember 1991 erhielt sie den Namen Staatliches Gymnasium Friedrich Schiller.
Mathematisch-naturwissenschaftliches Profil
Das Friedrich-Schiller-Gymnasium ist mathematisch-naturwissenschaftlich orientiert. Das bedeutet, dass die Schule in bestimmten Fächern mehr Unterricht anbietet als üblich. Besonders in höheren Klassenstufen gibt es ein Mehrangebot an Unterrichtsstunden in Mathematik, Physik, Biologie, Chemie und Informatik. In der zehnten Jahrgangsstufe kommt zusätzlich eine Stunde Astronomie hinzu.
Ergänzend zum Unterricht gibt es Arbeitsgemeinschaften in diesen Fächern. Für den Bereich Astronomie besitzt die Schule eine eigene Sternwarte auf dem Dach des Gebäudes. Außerdem steht ihr nach Renovierungsarbeiten ein hauseigenes Planetarium zur Verfügung. Dieses dürfen Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klassenstufe besichtigen.
Ehemalige Schülerinnen und Schüler
Zu den bekannten Absolventinnen und Absolventen gehören Personen aus Wissenschaft, Kultur, Journalismus und Sport. Genannt werden unter anderem Rosemarie Deibel, Schauspielerin am Deutschen Nationaltheater Weimar, Wilhelm Flitner, Erziehungswissenschaftler, Alexander Kobylinski, Journalist und Oppositioneller, sowie Günter Kröber, Wissenschaftstheoretiker und Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR.
Weitere bekannte ehemalige Schüler sind Herbert Kroemer, Nobelpreisträger für Physik, Georg Machnik, Hepato-Gastroenterologe und von 1993 bis 2000 Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Klaus Meyer, Atomwissenschaftler, Justus Mörstedt, Weltmeister und Weltrekordhalter im Finswimming, Wolfgang Müller-Lauter, Nietzscheforscher, Hilde Purwin, Journalistin, Wolfgang Richter, Physiker und Nationalpreisträger der DDR, Reiner Schöne, Sänger und Schauspieler, Gudrun Volkmar, Schauspielerin am Deutschen Nationaltheater Weimar, und Wolfgang Vulpius, Literaturwissenschaftler.