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Beta-Akkord
Der Beta-Akkord ist ein Fünfklang, der aus den ersten fünf Tönen des Alpha-Akkords gebildet wird. Er entsteht, wenn ein verminderter Septakkord um einen …
Definition und Verwendung
Der Beta-Akkord ist ein Fünfklang, also ein Akkord aus fünf Tönen. Er wird aus den ersten fünf Tönen des Alpha-Akkords gebildet. Klanglich entsteht er, indem ein verminderter Septakkord um einen Ganzton erweitert wird: Sein Umfang wächst dadurch von einer großen Sexte auf eine große Septime. Er kann auch reduziert vorkommen; dann enthält er nur die für ihn charakteristischen Töne.
Der Akkord wurde zwar erst im 20. Jahrhundert als „Beta-Akkord“ bezeichnet, erscheint aber bereits früher in der klassischen Musik. Johann Sebastian Bach verwendet ihn beispielsweise in der h-Moll-Messe. In barocken Beispielen dient er vor allem zur Betonung eines Affekts. Auch in der Romantik steht die Klangwirkung im Mittelpunkt, die durch das Hinzufügen einer Nebennote zu einem verminderten Septakkord entsteht; Franz Liszt und Frédéric Chopin setzen sie gelegentlich ein.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Beta-Akkord im Zusammenhang mit dem Alpha-Akkord und der alternierenden Achtstufigkeit verstanden. Wichtige Komponisten in diesem Zusammenhang sind Claude Debussy, Igor Strawinsky und besonders Béla Bartók.