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Ana Sofia Reboleira
Ana Sofia Reboleira studierte Biologie, Ökologie, Biodiversität und Ökosystem-Management an der Universität Aveiro. Zur Wahl ihres Studienfachs wurde sie …
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Forschung zu unterirdischen Ökosystemen
Ana Sofia Reboleira (* 6. Oktober 1980 in Caldas da Rainha) ist eine portugiesische Biologin und Höhlenforscherin. Ihr Schwerpunkt ist die Erforschung unterirdischer Ökosysteme, also der Lebensräume in Höhlen und anderen Bereichen unter der Erdoberfläche. Bis 2020 entdeckte sie gemeinsam mit anderen Forschenden über 60 neue Arten.
Sie studierte Biologie, Ökologie, Biodiversität und Ökosystem-Management an der Universität Aveiro. Nach eigener Aussage prägte sie ein Besuch der Höhle Mira de Aire im Alter von sechs Jahren. 2012 promovierte sie mit der Arbeit „Biodiversity and conservation of subterranean fauna of Portuguese karst“ über Biodiversität und Schutz der unterirdischen Tierwelt im portugiesischen Karst.
Reboleira arbeitete als externe Forscherin an der Universität La Laguna auf Teneriffa und an der Station biologique de Roscoff in Frankreich. Von 2017 bis 2020 war sie Assistenzprofessorin an der Universität Kopenhagen, im Rahmen des Higher Education Programme für das Naturhistorische Museum. Seit 2020 ist sie Assistenzprofessorin an der Universität Lissabon. Für ihre Forschung erhielt sie Preise und Stipendien, darunter 2017 den Preis Villum Young Investigator; außerdem wurde sie von der Federação Portuguesa de Espeleologia ausgezeichnet.
Entdeckungen neuer Arten
Um 2007 entdeckte Reboleira bei Forschungen für ihre Magisterarbeit in Höhlen des portugiesischen Parque Natural das Serras de Aire e Candeeiros zwei zuvor unbekannte Käferarten. Diese kommen nur dort vor. Für die Untersuchungen seilte sie sich bis zu 100 Meter tief ab; über die Entdeckung berichtete sie in einem Artikel in National Geographic.
In den folgenden Jahren fand sie weitere unbekannte unterirdische Arten, darunter Scarabaeen, Pseudoskorpione, Spinnen- und Krustentiere. 2014 veröffentlichten Reboleira und Vicente M. Ortuño einen Artikel zur Käferart Duvalius abyssimus. Sie wurde in der tiefsten Höhle der Welt im Arabika-Massiv in Abchasien entdeckt; deren Eingang liegt rund 2240 Meter hoch. 2016 fand Reboleira in einer Höhle in Lautém im Osten von Osttimor die Geißelspinne Sarax timorensis, die sich als größte ihrer Gattung erwies.
Eine ungewöhnliche Entdeckung gelang 2020 über Twitter: Auf einem Foto eines von einem US-amerikanischen Biologen geposteten Tausendfüßers erkannte Reboleira einen zuvor unbekannten Parasitenpilz. Er ernährt sich von den Reproduktionsorganen des Tieres. Reboleira und ihre Kolleginnen und Kollegen in Kopenhagen nannten die Art Troglomyces twitteri.
Zu den im Artikel genannten von Reboleira entdeckten Arten gehören Troglomyces twitteri, Chiraziulus troglopersicus, Sarax timorensis und Iberoporus pluto.