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Alessandro Volta
Alessandro Volta. italienischer Physiker, Begründer der Elektrizitätslehre, Erfinder der Batterie ... Physik und bis 1819 Lehrstuhlinhaber für Experimentalphysik …
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Bedeutung und wissenschaftlicher Weg
Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta, seit 1810 Graf von Volta, war ein italienischer Physiker (* 18. Februar 1745 in Como; † 5. März 1827 ebenda). Er zählt zu den Begründern der Elektrizitätslehre. Seine wichtigste Erfindung war die um 1800 konstruierte Volta’sche Säule, die erste funktionierende Batterie. Nach ihm heißt die SI-Einheit der elektrischen Spannung Volt.
Volta beschäftigte sich zunächst im Selbststudium mit Elektrizität und veröffentlichte 1769 die Dissertation „De vi attractiva ignis electrici“ („Über die Anziehungskraft des elektrischen Feuers“). 1775 erfand er den Elektrophor. Dieses Gerät erzeugte und transportierte durch Influenz, also die elektrische Wirkung eines geladenen Körpers auf einen anderen ohne Berührung, statische Elektrizität.
1776 entdeckte Volta als Erster Methan in Gasblasen aus Sümpfen am Lago Maggiore. Er experimentierte mit dem brennbaren Gas, etwa mit der Volta-Pistole: Ein elektrischer Funke löste in einer Flasche die Verbrennung aus. Außerdem entwickelte er stetig brennende Lampen und verwendete die Volta-Pistole als Eudiometer, also als Messgerät für den Sauerstoffgehalt von Gasen. Ab 1778 war er Professor für Physik an der Universität Pavia und bis 1819 Lehrstuhlinhaber für Experimentalphysik.
Elektrische Messungen, Galvanismus und Batterie
In Pavia erfand Volta 1783 ein Strohhalm-Elektroskop zur Messung kleinster Elektrizitätsmengen. Er führte eigene Spannungseinheiten ein; das Wort „Spannung“ stammt von ihm. Zudem formulierte er für einen Kondensator die Proportionalität von aufgebrachter Ladung und Spannung. Ein Kondensator ist ein Bauteil, das elektrische Ladung speichern kann.
1792 erfuhr Volta von den Frosch-Experimenten Luigi Galvanis. Galvani erklärte die Muskelzuckungen mit „animalischer Elektrizität“: Der Frosch sei dabei ähnlich einer Leidener Flasche, also einem Kondensator. Volta sah die Ursache dagegen in äußeren Spannungen, zum Beispiel in Kontaktelektrizität beim Einsatz mehrerer Metalle; der Frosch sei nur ein Detektor. Dieser Streit über den Galvanismus teilte Forschende in Europa. Wichtig wurde er vor allem, weil Voltas Untersuchungen zur Kontaktelektrizität zur Batterie führten.
Die Volta’sche Säule bestand aus übereinander geschichteten Elementen: jeweils einer Kupfer- und einer Zinkplatte sowie Textilien als Trennung, die mit Säure, zunächst Wasser beziehungsweise Salzlake, getränkt waren. Volta beschrieb sie in einem Brief an Sir Joseph Banks von der Royal Society vom 20. März 1800. Die Batterie ermöglichte im folgenden Jahrhundert die weitere Erforschung der magnetischen Eigenschaften elektrischer Ströme und Anwendungen der Elektrizität in der Chemie. Am 7. November 1801 führte Volta Napoleon Bonaparte in Paris seine Batterie vor.
Spätere Jahre und Ehrungen
Volta erhielt zahlreiche Anerkennungen, darunter 1794 die Copley-Medaille der Royal Society, 1802 eine Ehrenmedaille in Gold des Institut de France und eine Pension Napoleons. Napoleon ernannte ihn 1809 zum Senator und erhob ihn 1810 in den Grafenstand. Nach seiner Emeritierung 1819 zog sich Volta auf sein Landhaus in Camnago nahe Como zurück. Er starb 1827 im Alter von 82 Jahren und wurde in Camnago begraben; der Ort heißt seit 1863 Camnago Volta.
Die Bezeichnung Volt für die elektrische Spannung wurde zuerst 1861 von einem Komitee der British Association for the Advancement of Science vorgeschlagen. Weitere Ehrungen sind der 1852 von Napoleon III. gestiftete Volta-Preis, der Mondkrater Volta (1964), der Asteroid (8208) Volta (1999) und seine Abbildung auf der italienischen 10.000-Lire-Banknote, die zwischen 1984 und 2001 ausgegeben wurde.
Zu den genannten Schriften zählen die Dissertation von 1769, „Alessandro Volta. Epistolario“ in fünf Bänden (1949–1955) und „Le Opere“ in sieben Bänden (1918–1929). Eine Ausgabe von Galvanis Abhandlung enthält auch Voltas „Untersuchungen über den Galvanismus“ aus den Jahren 1796–1800.