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Agrargeographie
Die Agrargeographie, auch Agrargeografie, ist ein Teilgebiet der Geographie. Sie erfasst, beschreibt und erklärt den agrarisch geprägten Teil der …
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Gegenstand und Einordnung
Die Agrargeographie (auch Agrargeografie) ist ein Teilgebiet der Geographie. Sie untersucht den agrarisch geprägten Teil der Erdoberfläche: Sie erfasst, beschreibt und erklärt dessen Stoff, Form, Lage und Struktur. Dabei betrachtet sie das Wirkungsgefüge der Geofaktoren, also das Zusammenwirken der Faktoren, die diese Erscheinungen hervorbringen.
Sie gehört zur Humangeographie und wurde traditionell als Teil der Wirtschaftsgeographie im Primärsektor eingeordnet. Zugleich ist sie ein interdisziplinäres Gebiet der Agrarwissenschaften. Heute wird sie häufig nicht isoliert, sondern innerhalb regionaler Fragestellungen untersucht, etwa in der Gebirgsforschung oder der Geographischen Entwicklungsforschung.
Wichtige Forschungsansätze
Agrargeographische Ansätze befassen sich unter anderem mit:
- der Landschaftskunde (Otremba 1976),
- der Raumstruktur verschiedener Formen der Land- und Forstwirtschaft (Manshard 1968),
- Betriebsformentypen innerhalb von Vegetations- und Klimazonen; dabei werden besonders betriebswirtschaftliche Aspekte betont (Andreae 1983),
- verhaltenstheoretischen und wahrnehmungsgeographischen Fragen,
- kulturgeographischen Aspekten wie der Siedlungsgeographie des ländlichen Raumes, der Mensch-Umwelt-Beziehung und der Kulturökologie,
- der angewandten Agrargeographie, die Probleme zwischen Mensch und Umwelt planerisch lösen soll, insbesondere in der ländlichen Entwicklung.
Zentrale Themen
Zu den Forschungsthemen gehören Standorttheorien der agrarischen Landnutzung, zum Beispiel die Thünenschen Ringe. Sie untersuchen, wie sich landwirtschaftliche Nutzung räumlich anordnet.
Weitere Themen sind regionale agrarische Landnutzungssysteme, etwa in den Tropen, die Agrarkolonisation sowie die Folgen von Zersiedelung und Flächenverbrauch.