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ʿUmra

Die Umra ist Teil der Haddschrituale, kann aber im Gegensatz zum Haddsch jederzeit im Jahr und damit beliebig oft wiederholt werden. Die Umra ist Mandūb, also …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Wesen und Bedeutung der Umra
  2. 2. Ablauf der Pilgerfahrt
  3. 3. Arten der Umra

Wesen und Bedeutung der Umra

Die Umra, im Deutschen auch Omrah genannt, ist eine islamische Pilgerfahrt nach Mekka. Sie wird als „kleine Pilgerfahrt“ bezeichnet und unterscheidet sich vom Haddsch, der großen Pilgerfahrt, vor allem dadurch, dass sie jederzeit im Jahr durchgeführt werden kann. Deshalb ist es möglich, die Umra beliebig oft zu wiederholen. Besonders häufig wird sie im Fastenmonat Ramadan sowie im Zeitraum vor und nach dem Haddsch vollzogen.

Die Umra gehört zu den Haddschritualen. Religiös gilt sie als Mandūb, also als empfohlene Handlung: Ihre Ausführung wird belohnt, das Unterlassen wird jedoch nicht bestraft.

Ablauf der Pilgerfahrt

Zu Beginn tritt die gläubige Person in den Weihezustand ein. Dieser heißt auf Arabisch Ihram. Die Regeln des Ihram entsprechen denen, die auch während des Haddsch gelten.

Die erste rituelle Handlung ist der Tawaf. Dabei wird die Kaaba siebenmal umrundet. Danach folgt der Saʿy: der Lauf zwischen den Hügeln Safa und Marwa. Dieses Ritual erinnert an Hagars Suche nach Wasser.

Die Umra nimmt vergleichsweise wenig Zeit in Anspruch. Daher führen viele nichtarabische Muslime sie vor oder nach dem eigentlichen Haddsch durch. Wie der Haddsch kann die Umra auch stellvertretend für eine andere Person, zum Beispiel für einen Verstorbenen, vollzogen werden. Voraussetzung ist, dass die eigene Umra bereits durchgeführt wurde.

Arten der Umra

Es werden zwei Formen unterschieden:

  • Bei der Umrat al-tamattu werden Haddsch und Umra nacheinander vollzogen.
  • Bei der Umrah Mufradah wird die Umra allein durchgeführt.

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