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Lotka-Volterra-Regeln - Ökologie 8

Biologie - simpleclub5:26 604.355 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 51 Zeilen
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  1. Moin Leute. 1925 entwickelte Alfred Lotka, ein Chemiker, eine Theorie für das
  2. Räuberbeuteverhältnis. Vito Voltera, ein Physiker und Mathematiker, hatte allerdings die
  3. gleiche Idee. Was die beiden D so zu erforscht haben, erfahrt ihr hier. [Musik]
  4. Die beiden Wissenschaftler entwickelten komplett unabhängig voneinander drei Regeln. Diese Regeln beschreiben
  5. eigentlich nur, wie sich die Zahl der Lebewesen von zwei Arten verändert. Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht.
  6. Die Regeln beziehen sich nämlich auf zwei Populationen, die eine Räuberbeutebeziehung haben. Außerdem
  7. geht es über einen großen Zeitraum. Die Arten dürfen keine anderen Beziehung haben. Die abiotischen und die
  8. biotischen Umweltfaktoren werden vernachlässigt und und. Eigentlich sind die Regeln in der Natur also nicht so
  9. wirklich anzuwetten. Zum groben Einschätzen sind sie aber ganz nützlich. So ihr Party People, fangen wir doch
  10. gleich mal mit der ersten Regel an. Wie gerade schon gesagt, geht's hauptsächlich um die Entwicklung von der
  11. Anzahl von Beutetieren und Räubern. Die erste Regel ist die periodische Populationsschwankung.
  12. Wir haben also eine Population, die von der Größe her schwankt und zwar in dem periodischen Zeitraum. Wie groß die
  13. Periode ist, hängt von den Anfangsbedingungen ab. Das heißt, wie groß die Population am Anfang war. Dazu
  14. kommt dann noch, wie schnell die Population wachsen kann, also wie hoch die Wachstumsrate ist. Ihr müsst euch
  15. also merken, die Größe der Populationen schwankt und das periodisch, also eine periodische Populationsschwankung.
  16. Und das Ganze gilt für die Beutepopulation, aber auch für die Räuberpopulation.
  17. Was auch noch wichtig ist, ist, dass die Anzahl der Beutetiere immer zuerst ihr Maximum erreicht. Die Räuberpopulation
  18. ist erst bisschen später, also phasenverzögert am Höhepunkt. Warum? Na ja, eigentlich ziemlich logisch. Ein
  19. Räuber frisst mehr als ein Beutetier. Wenn die Population immer gleich groß wären, wären die Räuber ständig auf
  20. Diät. Aber es gibt noch einen anderen Grund. Schon mal was von verschiedenen Fortpflanzungsstrategien gehört. Es gibt
  21. die R und die KS Strategie. Die RSTen können sich ziemlich schnell und viel fortpflanzen. Die Kstrategen sind
  22. bisschen gemütlicher und brauchen bisschen mehr Zeit. Die Beutetiere sind RSstrategen und pflanzen sich schnell
  23. fort. Deswegen sind die früher dran. Die Räuber sind Kstrategen und brauchen halt bisschen länger. Bei der zweiten Lotga
  24. Volta Regel geht's um Mittelwerte. Wenn man so Population lang genug beobachtet, kann man einen Mittelwert berechnen.
  25. Dann sieht man auch, dass der Mittelwert von den Populationen eigentlich immer gleich bleibt. Deswegen heißt diese
  26. Regel auch Konstanz der Mittelwerte. Bei den Mittelwerten ist die Anfangsbedingung übrigens total
  27. unwichtig. Da geht's nur ums Wachstum und um den Rückgang von den Populationen. Ach ja, hier sieht man
  28. auch wieder, dass die Kurven zwar schwanken, aber es im Schnitt immer mehr Beutetiere als Räuber gibt. Der
  29. Mittelwert von der Beutepopulation ist nämlich immer größer als der von der Räuberpopulation.
  30. Bei der letzten Regel geht's noch mal um die Mittelwerte. Mit einem Beispiel ist es einfacher. Also so ein Beispiel wären
  31. Meteorit, der einschlägt und in gleichem Maße die beiden Populationen trifft. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber möglich.
  32. Die beiden Populationen verlieren also den gleichen Anteil an Lebewesen. Weil es jetzt viel zu wenige Beutetiere gibt,
  33. haben die Räuber Hunger und ihre Population bricht komplett zusammen. Das heißt, es gibt nur noch ziemlich wenige
  34. Räuber. Der Mittelwert der Räuberpopulation sinkt kurzfristig ab. Wenn es praktisch keine Räuber gibt, ist
  35. das natürlich perfekt für die Beutetierpopulation. Deswegen steigt der Mittelwert der
  36. Beutepopulation kurzfristig an. Die Beutepopulation kann sich also viel schneller erholen als die der Räuber.
  37. Wenn irgend so eine Katastrophe oder sonst was passiert, werden die Mittelwerte gestört. Die
  38. Räuberpopulation feiert das allerdings nicht so. Ihr Mittelwert senkt ab. Die Beutepopulation hat daraus kurzenen
  39. Vorteil. Der Mittelwert steigt an. Also ganz short zusammengefasst, es gibt drei Regeln, die das Räuberbeuteverhältnis
  40. grob beschreiben. Die erste heißt periodische Populationsschwankung. Beide Populationen haben hoch und
  41. Tiefpunkte, was die Anzahl von Individuen angeht. Die Beutepopulation kommt immer zuerst. Erst bisschen später
  42. erreicht auch die Räuberpopulation ihren Höhepunkt. Alles passiert periodisch, das bedeutet in einem bestimmten
  43. Zeitraum. Die Anzahl von den Individuen in der Population schwankt also periodisch. Bei der zweiten Regel muss
  44. man sich eigentlich nur merken, dass die Mittelwerte eigentlich immer gleich sind. Sie sind konstant. Deswegen heißt
  45. die Regel Konstanz der Mittelwerte. Bei der dritten Regel geht's darum, was passiert, wenn die Mittelwerte plötzlich
  46. nicht mehr gleich sind. Wenn eine Störung der Mittelwerte stattfindet, reagieren die Populationen
  47. unterschiedlich darauf. Die Beutepopulation profitiert kurzzeitig. Das heißt, die Anzahl der Beutetiere ist
  48. höher als der Standardmittelwert. In der Räuberpopulation passiert genau das Gegenteil. Die Anzahl der Tiere ist kurz
  49. kleiner als der normale Mittelwert. Die Räuber brauchen überhaupt länger, um sich zu regenerieren.
  50. Wenn ihr noch mehr zu dem oder anderen Themen der Ökologie wissen wollt, dann kommt jetzt auf der simpleclub.de und
  51. benutzt unsere Suchtezeile. Ich sag, haut rein Leute. Wir sehen uns im nächsten Video und bis gleich.

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