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8. Populationsökologie | ÖKOLOGIE einfach erklärt

HippoCampus5:48 14.674 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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  1. Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren Teil der Erklärvideoreihe “ÖKOLOGIE einfach erklärt”. Im heutigen Teil beschäftigen wir uns mit der Populationsökologie
  2. und wie sich Populationen abhängig von verschiedenen Faktoren entwickeln. Die Populationsökologie ist, wie schon der Name vermuten lässt, ein Teilgebiet der Ökologie,
  3. das sich mit Populationen, deren Größen und Entwicklungen beschäftigt. Dabei ist es zunächst wichtig zu definieren, was eine Population ist. Unter einer Population versteht man die Gesamtheit der Lebewesen einer Art,
  4. die in einem bestimmten Gebiet zu einer bestimmten Zeit leben und eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden. Die Gesamtheit aller Füchse, die in einem bestimmten Waldgebiet
  5. leben und sich untereinander fortpflanzen, ist die Fuchspopulation dieses Waldgebiets. Das vermutlich wichtigste Merkmal einer Population ist ihre Größe. Sie ist besonders ausschlaggebend, wenn es um Wechselwirkungen der
  6. Population mit anderen Populationen oder abiotischen Faktoren geht. Populationsgrößen werden hierbei positiv durch Geburten und Einwanderungen und negativ durch Tode oder Auswanderungen beeinflusst.
  7. Klammern wir aber zunächst zur Vereinfachung Ein- und Auswanderung aus. Demnach wächst eine Population, wenn ihre Geburtenrate größer ist als ihre Sterberate. Im umgekehrten Fall schrumpft sie.
  8. Jetzt kann man sich aber fragen, warum Tiere mit vielen Nachkommen wie zum Beispiel Kaninchen sich nicht grenzenlos vermehren. Das kommt daher, dass die Größe einer Population eben nicht nur von Geburten und Toden,
  9. sondern auch von den verfügbaren Ressourcen wie Nahrung, Wasser oder Verstecken abhängt. Dabei können unterschiedliche Ökosysteme den Populationen unterschiedlich viel bieten. Ein Waldgebiet kann den Kaninchen zum Beispiel mehr Nahrung bieten als eine Wüste.
  10. Jedes Ökosystem hat daher eine sogenannte “Kapazitätsgrenze”, die besagt, wie viele Individuen das Ökosystem langfristig versorgen kann. Hinzu kommen noch Fressfeinde, Parasiten sowie interspezifische und intraspezifische Konkurrenz,
  11. die sich alle negativ auf die Population auswirken. Diese negativen Faktoren fasst man unter dem Begriff “Umweltwiderstand” zusammen. Wie schon gesagt, beeinflussen sich Populationen auch gegenseitig.
  12. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Abhängigkeit der Räuber- und Beutepopulationen voneinander. Man fasst diese Abhängigkeiten unter den sogenannten Lotka-Volterra-Regeln zusammen. Allerdings muss man bei diesen Regeln einige vereinfachende Annahmen machen.
  13. So muss man annehmen, dass sich die Räuberpopulation nur von der Beutepopulation ernährt und dass die Beutepopulation außer der Räuberpopulation keine anderen Fressfeinde hat.
  14. Auch sonstige biotische und abiotische Faktoren werden bei den Lotka-Volterra-Regeln erstmal außen vor gelassen. Nehmen wir als Beispiel die Populationen von Füchsen und Kaninchen.
  15. Anfangs gibt es viele Kaninchen und nur relativ wenige Füchse. Nun finden die Füchse reichlich Nahrung und können sich gut vermehren. Die Population der Kaninchen hingegen wird durch die Füchse dezimiert.
  16. Da es nun viele Füchse, aber nur wenige Kaninchen gibt, haben die Füchse ein Nahrungsproblem. Die Population der Füchse sinkt, da es nicht genug Nahrung für alle gibt.
  17. Für die Kaninchen gibt es nun viel weniger Fressfeinde und ihre Population kann sich erholen. Somit hat die Fuchspopulation wieder mehr zu fressen und der Kreislauf beginnt von vorne. Man sieht also, dass die Populationen zwar periodisch schwanken,
  18. auf Dauer gesehen jedoch um einen bestimmten, langfristig stabilen Mittelwert. Dabei ist die Beutepopulation der Population der Räuber immer um ein Stück voraus und hat auch einen höheren Mittelwert als die Population der Räuber.
  19. Und: Die Populationen regulieren sich gegenseitig, sodass das Ökosystem stabil bleibt. Fassen wir also nochmal zusammen: Die Populationsökologie beschäftigt sich mit der Zusammensetzung und
  20. der Entwicklung von Populationen, also Gruppen von Lebewesen einer Art, die ein bestimmtes Gebiet bewohnen und eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden. Die Größe einer Population wird nicht nur durch Geburten, Tode,
  21. Ein- oder Auswanderungen beeinflusst, sondern auch durch die Ressourcenkapazität eines Ökosystems. Auch Umweltwiderstand in Form von Fressfeinden,
  22. Parasiten und Konkurrenz beeinflusst die Population. Räuber-Beute-Beziehungen sind für die Entwicklung von Populationen entscheidend. Das kann man mithilfe der Lotka-Volterra-Regeln beschreiben.
  23. Räuber- und Beutepopulationen regeln sich hierbei gegenseitig, sodass sie um einen stabilen Wert schwanken. Das war‘s auch schon für das heutige Video.
  24. Wenn es euch gefallen hat, gibt doch mal einen Daumen nach oben und vergesst nicht, den Kanal zu abonnieren. Bis dann, Tschüss!

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