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Populationsdynamik im Räuber-Beute-System: Die Lotka-Volterra-Regeln | STARK erklärt

STARK Verlag4:44 41.397 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 32 Zeilen
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  1. Mäuse sind süße Tiere. Kann sein, sie können aber ganze Ernten gefährden. Dann werden oft Giftstoffe gegen sie eingesetzt, die gleich auch noch ihre
  2. Fressfeinde platt machen. Warum das echt keine gute Idee ist, erfährst du im folgenden Video.
  3. [Musik] dass die Entwicklung von Räuber und Beutepopulationen, also ihre
  4. Populationsdynamik stark voneinander abhängt, klingt mal ziemlich logisch. Schließlich ernährt sich die eine Gruppe ja von der anderen.
  5. Auch Alfred Lotker und Vito Volterra haben in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erkannt, dass das Verhältnis von Räuber und Beute
  6. bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt. Auf diese beiden Herren gehen die drei Lotka Volterra Regeln zurück. Damit diese Regeln anwendbar sind, müssen aber
  7. streng genommen ein paar Voraussetzungen gegeben sein. Erst einmal dürfen sich die Individuen der betrachteten Räuberpopulation nur von den Individuen
  8. der betrachteten Beutepopulation ernähren. Umgekehrt darf auch die Beute nur vom betrachteten Räuber verspeist werden.
  9. Zusätzlich müssen die äußeren Bedingungen wie z.B. will das Klima konstant bleiben. Außerdem dürfen die Räuber nicht in der Lage sein, die
  10. Beutepopulation komplett auszulöschen. Das kann z.B. dadurch garantiert werden, dass es im Lebensraum geeignete Rückzugsmöglichkeiten für die Beute
  11. gibt. Die jeweiligen Individuenzahlen des Räubers und der Beute kann man in einem einfachen Diagramm auf der Y-Achse und
  12. die Zeit auf der X-Achse darstellen. So hätten wir das geklärt. Und was sagen uns die Lodkavoltera Regeln jetzt? Die erste Regel besagt, dass die
  13. Populationskurven von Räuber und Beute periodisch also in einem bestimmten Rhythmus schwanken. Dabei folgen die Maxima der Räuberpopulation Phasen
  14. verzögert, also zeitversetzt denen der Beutepopulation. Die Abhängigkeit der beiden Populationskurven ist logisch, wenn man
  15. das Ganze mal durchspielt. Durch ein Anwachsen der Beutepopulation stehen den Räubern viele Beutetiere als Nahrung zur Verfügung, wodurch die Räuberpopulation
  16. zulegt. Wie könnte es anders sein? Dadurch nimmt die Beutepopulation ab. Das wiederum hat zurfolge, dass auch die Räuberpopulation schrumpft, weil die
  17. Nahrung knapp wird. Das Absinken der Räuberpopulation führt zum Anwachsen der Beutepopulation und das ganze Spiel fängt wieder von vorne an.
  18. Die zweite Lotkavolter Regel sagt aus, dass die durchschnittliche Größe, das heißt der Mittelwert beider Populationen über größere Zeiträume hinweggesehen,
  19. relativ konstant ist. Dabei liegt die Durchschnittsgröße der Beutepopulation über der Räuber.
  20. Die dritte Regel macht deutlich, dass sich die Beutepopulation schneller erholt als die der Räuber, wenn Räuber und Beute in gleicher Weise durch äußere
  21. Einflüsse in ihrer Entwicklung gestört werden. Damit wären wir wieder bei unserem Beispiel vom Anfang. Wird sowohl die Beute als auch die Räuberpopulation
  22. durch einen Gifteinsatz geschädigt, kann es passieren, dass das Schädlingsproblem schlimmer wird als vor dem Pestizideinsatz, weil die Räuber, die
  23. die Schädlinge in Schach gehalten haben, erst einmal ausfallen. Und was bringen uns diese Regeln jetzt, wenn sie doch nur unter bestimmten
  24. Voraussetzungen gelten, die in der Natur quasi nie alle erfüllt sind? Die Antwort: Menge. Für Ökologen sind sie wichtige Werkzeuge, da sie in vielen
  25. Fällen trotzdem brauchbare Abschätzungen für die Entwicklungen in realen Räuberbeutebeziehungen liefern. Schauen wir uns doch noch einmal an, was
  26. wir gerade besprochen haben. Die Lotka Volterraeln beschreiben die Populationsdynamik in einem Räuberbeutesystem.
  27. Die erste Lotka Volterrael besagt, dass die Populationskurven von Räuber und Beute periodisch schwanken und die Maxima der Räuberpopulation zeit
  28. versetzt, denen der Beutepopulation folgen. Nach der zweiten Lotka Volterra ist die Durchschnittsgröße beider Populationen relativ konstant. Der
  29. Mittelwert der Beutepopulation liegt über dem der Räuberpopulation. Die dritte Lotka Volter Regel macht deutlich, dass sich die Population der
  30. Beute nach Störungen schneller erholt als die der Räuber. Obwohl sie streng genommen nur unter bestimmten Voraussetzungen gelten, können die drei
  31. Regeln in vielen Fällen wertvolle Hinweise auf die Entwicklung von Räuberbeutebeziehungen in der Natur liefern.
  32. Ah.

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