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Populationsdynamik im Räuber-Beute-System: Die Lotka-Volterra-Regeln | STARK erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 32 Zeilen
- Mäuse sind süße Tiere. Kann sein, sie können aber ganze Ernten gefährden. Dann werden oft Giftstoffe gegen sie eingesetzt, die gleich auch noch ihre
- Fressfeinde platt machen. Warum das echt keine gute Idee ist, erfährst du im folgenden Video.
- [Musik] dass die Entwicklung von Räuber und Beutepopulationen, also ihre
- Populationsdynamik stark voneinander abhängt, klingt mal ziemlich logisch. Schließlich ernährt sich die eine Gruppe ja von der anderen.
- Auch Alfred Lotker und Vito Volterra haben in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erkannt, dass das Verhältnis von Räuber und Beute
- bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt. Auf diese beiden Herren gehen die drei Lotka Volterra Regeln zurück. Damit diese Regeln anwendbar sind, müssen aber
- streng genommen ein paar Voraussetzungen gegeben sein. Erst einmal dürfen sich die Individuen der betrachteten Räuberpopulation nur von den Individuen
- der betrachteten Beutepopulation ernähren. Umgekehrt darf auch die Beute nur vom betrachteten Räuber verspeist werden.
- Zusätzlich müssen die äußeren Bedingungen wie z.B. will das Klima konstant bleiben. Außerdem dürfen die Räuber nicht in der Lage sein, die
- Beutepopulation komplett auszulöschen. Das kann z.B. dadurch garantiert werden, dass es im Lebensraum geeignete Rückzugsmöglichkeiten für die Beute
- gibt. Die jeweiligen Individuenzahlen des Räubers und der Beute kann man in einem einfachen Diagramm auf der Y-Achse und
- die Zeit auf der X-Achse darstellen. So hätten wir das geklärt. Und was sagen uns die Lodkavoltera Regeln jetzt? Die erste Regel besagt, dass die
- Populationskurven von Räuber und Beute periodisch also in einem bestimmten Rhythmus schwanken. Dabei folgen die Maxima der Räuberpopulation Phasen
- verzögert, also zeitversetzt denen der Beutepopulation. Die Abhängigkeit der beiden Populationskurven ist logisch, wenn man
- das Ganze mal durchspielt. Durch ein Anwachsen der Beutepopulation stehen den Räubern viele Beutetiere als Nahrung zur Verfügung, wodurch die Räuberpopulation
- zulegt. Wie könnte es anders sein? Dadurch nimmt die Beutepopulation ab. Das wiederum hat zurfolge, dass auch die Räuberpopulation schrumpft, weil die
- Nahrung knapp wird. Das Absinken der Räuberpopulation führt zum Anwachsen der Beutepopulation und das ganze Spiel fängt wieder von vorne an.
- Die zweite Lotkavolter Regel sagt aus, dass die durchschnittliche Größe, das heißt der Mittelwert beider Populationen über größere Zeiträume hinweggesehen,
- relativ konstant ist. Dabei liegt die Durchschnittsgröße der Beutepopulation über der Räuber.
- Die dritte Regel macht deutlich, dass sich die Beutepopulation schneller erholt als die der Räuber, wenn Räuber und Beute in gleicher Weise durch äußere
- Einflüsse in ihrer Entwicklung gestört werden. Damit wären wir wieder bei unserem Beispiel vom Anfang. Wird sowohl die Beute als auch die Räuberpopulation
- durch einen Gifteinsatz geschädigt, kann es passieren, dass das Schädlingsproblem schlimmer wird als vor dem Pestizideinsatz, weil die Räuber, die
- die Schädlinge in Schach gehalten haben, erst einmal ausfallen. Und was bringen uns diese Regeln jetzt, wenn sie doch nur unter bestimmten
- Voraussetzungen gelten, die in der Natur quasi nie alle erfüllt sind? Die Antwort: Menge. Für Ökologen sind sie wichtige Werkzeuge, da sie in vielen
- Fällen trotzdem brauchbare Abschätzungen für die Entwicklungen in realen Räuberbeutebeziehungen liefern. Schauen wir uns doch noch einmal an, was
- wir gerade besprochen haben. Die Lotka Volterraeln beschreiben die Populationsdynamik in einem Räuberbeutesystem.
- Die erste Lotka Volterrael besagt, dass die Populationskurven von Räuber und Beute periodisch schwanken und die Maxima der Räuberpopulation zeit
- versetzt, denen der Beutepopulation folgen. Nach der zweiten Lotka Volterra ist die Durchschnittsgröße beider Populationen relativ konstant. Der
- Mittelwert der Beutepopulation liegt über dem der Räuberpopulation. Die dritte Lotka Volter Regel macht deutlich, dass sich die Population der
- Beute nach Störungen schneller erholt als die der Räuber. Obwohl sie streng genommen nur unter bestimmten Voraussetzungen gelten, können die drei
- Regeln in vielen Fällen wertvolle Hinweise auf die Entwicklung von Räuberbeutebeziehungen in der Natur liefern.
- Ah.
Zum Nachlesen
Lotka-Volterra-RegelnGrundsätze aus der Biologie ... Die Dritte Lotka-Volterra-Regel trifft eine Aussage über die Auswirkungen einer Störung in einer Räuber-Beute-Beziehung.
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Räuber-Beute-BeziehungEs handelt sich um ein vereinfachendes Modell eines Ausschnitts der Nahrungsnetze, die im biologischen Fachgebiet Ökologie analysiert werden. Räuber-Beute- …
PopulationsdynamikPopulationsdynamik ist die Veränderung der Größe, aber auch der räumlichen Verbreitung biologischer Populationen in kürzeren oder längeren Zeiträumen.