Lotka-Volterra-Regeln - Ökologie 8 Biologie - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=wxdAH84imIw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Moin Leute. 1925 entwickelte Alfred Lotka, ein Chemiker, eine Theorie für das 0:06 Räuberbeuteverhältnis. Vito Voltera, ein Physiker und Mathematiker, hatte allerdings die 0:12 gleiche Idee. Was die beiden D so zu erforscht haben, erfahrt ihr hier. [Musik] 0:22 Die beiden Wissenschaftler entwickelten komplett unabhängig voneinander drei Regeln. Diese Regeln beschreiben 0:29 eigentlich nur, wie sich die Zahl der Lebewesen von zwei Arten verändert. Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. 0:35 Die Regeln beziehen sich nämlich auf zwei Populationen, die eine Räuberbeutebeziehung haben. Außerdem 0:41 geht es über einen großen Zeitraum. Die Arten dürfen keine anderen Beziehung haben. Die abiotischen und die 0:48 biotischen Umweltfaktoren werden vernachlässigt und und. Eigentlich sind die Regeln in der Natur also nicht so 0:55 wirklich anzuwetten. Zum groben Einschätzen sind sie aber ganz nützlich. So ihr Party People, fangen wir doch 1:01 gleich mal mit der ersten Regel an. Wie gerade schon gesagt, geht's hauptsächlich um die Entwicklung von der 1:07 Anzahl von Beutetieren und Räubern. Die erste Regel ist die periodische Populationsschwankung. 1:12 Wir haben also eine Population, die von der Größe her schwankt und zwar in dem periodischen Zeitraum. Wie groß die 1:19 Periode ist, hängt von den Anfangsbedingungen ab. Das heißt, wie groß die Population am Anfang war. Dazu 1:25 kommt dann noch, wie schnell die Population wachsen kann, also wie hoch die Wachstumsrate ist. Ihr müsst euch 1:31 also merken, die Größe der Populationen schwankt und das periodisch, also eine periodische Populationsschwankung. 1:38 Und das Ganze gilt für die Beutepopulation, aber auch für die Räuberpopulation. 1:43 Was auch noch wichtig ist, ist, dass die Anzahl der Beutetiere immer zuerst ihr Maximum erreicht. Die Räuberpopulation 1:50 ist erst bisschen später, also phasenverzögert am Höhepunkt. Warum? Na ja, eigentlich ziemlich logisch. Ein 1:56 Räuber frisst mehr als ein Beutetier. Wenn die Population immer gleich groß wären, wären die Räuber ständig auf 2:03 Diät. Aber es gibt noch einen anderen Grund. Schon mal was von verschiedenen Fortpflanzungsstrategien gehört. Es gibt 2:09 die R und die KS Strategie. Die RSTen können sich ziemlich schnell und viel fortpflanzen. Die Kstrategen sind 2:17 bisschen gemütlicher und brauchen bisschen mehr Zeit. Die Beutetiere sind RSstrategen und pflanzen sich schnell 2:23 fort. Deswegen sind die früher dran. Die Räuber sind Kstrategen und brauchen halt bisschen länger. Bei der zweiten Lotga 2:30 Volta Regel geht's um Mittelwerte. Wenn man so Population lang genug beobachtet, kann man einen Mittelwert berechnen. 2:38 Dann sieht man auch, dass der Mittelwert von den Populationen eigentlich immer gleich bleibt. Deswegen heißt diese 2:44 Regel auch Konstanz der Mittelwerte. Bei den Mittelwerten ist die Anfangsbedingung übrigens total 2:49 unwichtig. Da geht's nur ums Wachstum und um den Rückgang von den Populationen. Ach ja, hier sieht man 2:55 auch wieder, dass die Kurven zwar schwanken, aber es im Schnitt immer mehr Beutetiere als Räuber gibt. Der 3:01 Mittelwert von der Beutepopulation ist nämlich immer größer als der von der Räuberpopulation. 3:07 Bei der letzten Regel geht's noch mal um die Mittelwerte. Mit einem Beispiel ist es einfacher. Also so ein Beispiel wären 3:13 Meteorit, der einschlägt und in gleichem Maße die beiden Populationen trifft. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber möglich. 3:20 Die beiden Populationen verlieren also den gleichen Anteil an Lebewesen. Weil es jetzt viel zu wenige Beutetiere gibt, 3:27 haben die Räuber Hunger und ihre Population bricht komplett zusammen. Das heißt, es gibt nur noch ziemlich wenige 3:33 Räuber. Der Mittelwert der Räuberpopulation sinkt kurzfristig ab. Wenn es praktisch keine Räuber gibt, ist 3:40 das natürlich perfekt für die Beutetierpopulation. Deswegen steigt der Mittelwert der 3:44 Beutepopulation kurzfristig an. Die Beutepopulation kann sich also viel schneller erholen als die der Räuber. 3:51 Wenn irgend so eine Katastrophe oder sonst was passiert, werden die Mittelwerte gestört. Die 3:56 Räuberpopulation feiert das allerdings nicht so. Ihr Mittelwert senkt ab. Die Beutepopulation hat daraus kurzenen 4:02 Vorteil. Der Mittelwert steigt an. Also ganz short zusammengefasst, es gibt drei Regeln, die das Räuberbeuteverhältnis 4:10 grob beschreiben. Die erste heißt periodische Populationsschwankung. Beide Populationen haben hoch und 4:17 Tiefpunkte, was die Anzahl von Individuen angeht. Die Beutepopulation kommt immer zuerst. Erst bisschen später 4:23 erreicht auch die Räuberpopulation ihren Höhepunkt. Alles passiert periodisch, das bedeutet in einem bestimmten 4:29 Zeitraum. Die Anzahl von den Individuen in der Population schwankt also periodisch. Bei der zweiten Regel muss 4:36 man sich eigentlich nur merken, dass die Mittelwerte eigentlich immer gleich sind. Sie sind konstant. Deswegen heißt 4:42 die Regel Konstanz der Mittelwerte. Bei der dritten Regel geht's darum, was passiert, wenn die Mittelwerte plötzlich 4:48 nicht mehr gleich sind. Wenn eine Störung der Mittelwerte stattfindet, reagieren die Populationen 4:54 unterschiedlich darauf. Die Beutepopulation profitiert kurzzeitig. Das heißt, die Anzahl der Beutetiere ist 5:01 höher als der Standardmittelwert. In der Räuberpopulation passiert genau das Gegenteil. Die Anzahl der Tiere ist kurz 5:08 kleiner als der normale Mittelwert. Die Räuber brauchen überhaupt länger, um sich zu regenerieren. 5:14 Wenn ihr noch mehr zu dem oder anderen Themen der Ökologie wissen wollt, dann kommt jetzt auf der simpleclub.de und 5:19 benutzt unsere Suchtezeile. Ich sag, haut rein Leute. Wir sehen uns im nächsten Video und bis gleich.