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Protektionismus einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 28 Zeilen
- Wir alle haben schon einmal etwas von Protektoren gehört - ob auf dem Skateboard, beim Motorrad- oder Mountainbikefahren:
- Protektoren schützen uns vor Verletzungen. Und genau das bedeutet auch der Lateinische Wortstamm: Schutz.
- Nun hören wir in den Nachrichten immer wieder Schlagzeilen wie: „Die Regierung ergreift protektionistische Maßnahmen“.
- Doch was heißt Protektionismus eigentlich genau? Und was hat das mit der Wirtschaft zu tun?
- Stellen wir uns als Beispiel den fiktiven Staat Skurriland vor. Wenn Präsident Ridiculo also protektionistische Maßnahmen ergreift,
- verfolgt er dabei ein klares Ziel: Den Schutz der heimischen Wirtschaft
- vor der Konkurrenz durch ausländische Unternehmen. Solche Maßnahmen können z.B. erhöhte Import-Zölle sein.
- Rohstoffhändler Mike kauft z.B. seinen Stahl günstig im Ausland ein, um diesen dann in Skurriland zu verkaufen.
- Durch die erhöhten Einfuhrkosten muss er nun auch seine Preise deutlich anheben. Und das schreckt seine Kunden ab!
- Deswegen kauft er seinen Stahl nur noch in eigenen Land. Sprich: die Nachfrage nach heimisch hergestellten Produkten steigt
- und das Angebot ausländischer Waren wird kleiner. Dadurch können zunächst viele Arbeitsplätze im Land gesichert werden.
- Präsident Ridiculo schottet Skurriland damit also vom ausländischen Markt ab. Auch aufstrebende Branchen können zunächst profitieren:
- Mikes Schwester Sarah arbeitet z.B. in einem Start-Up im Skurriland-Valley, das Drohnen herstellt.
- Da sie nicht direkt mit Konzernen aus dem Ausland in Konkurrenz tritt, hat Sarah also die Zeit zu testen, wie ihre Drohnen im eigenen Land ankommen
- und wie sie so günstig wie möglich hergestellt werden können. Vor allem für große Länder, wie auch Skurriland eins ist,
- kann der Protektionismus anfangs also zu mehr Wohlstand führen – jedoch auf Kosten anderer Länder. Und das hat Folgen:
- Der internationale Wettbewerb fehlt und Innovationen lassen nach. Dadurch sind die Produkte nicht mehr auf dem neuesten Stand
- – und oft sogar teurer als zuvor. Nahrungsmittel, die nicht in Skurriland wachsen, wie z.B. Bananen,
- verschwinden einfach vom Markt. Und Präsident Ridiculo?
- Der sitzt auf einem Haufen voller Schulden, weil ein Ungleichgewicht entstanden ist.
- Er hat die heimischen Unternehmen mit sehr viel Geld unterstützt – gleichzeitig leidet jedoch das Wachstum, weil die Unternehmen
- ihre Waren fast ausschließlich innerhalb des eigenen Landes verkaufen können. Auf Grund von Präsident Ridiculos Alleingang
- kehren frühere Handelspartner Skurriland jetzt auch noch den Rücken. Auch Sie ergreifen nun protektionistische Maßnahmen und schotten sich ab.
- Die Gefahr besteht, dass sich eine Protektionsspirale in Gang setzt - und im Extremfall kommt es, ähnlich wie in den 30er Jahren,
- zu einer Weltwirtschaftskrise. Eigentlich wollte Präsident Ridiculo doch
- die heimische Wirtschaft schützen. Nun ist aber das Gegenteil eingetreten. Ihm wird allmählich bewusst, dass der wirtschaftliche Protektionismus
- Skurriland zwar kurzfristig helfen kann, langfristig aber katastrophale Folgen hat. Deswegen beschließt er kurzerhand die erhöhten Import-Zölle wieder zu senken
- und stattdessen die Beziehungen zu seinen wichtigen Handelspartnern zu stärken.
Zum Nachlesen
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