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Faschismus einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 23 Zeilen
- „Nie wieder!“ Diese Worte hören wir in letzter Zeit häufig.
- Sie meinen: „Nie wieder Faschismus“ und sind so auch auf verschiedenen Gedenksteinen und Mahnmalen zum 3. Reich und den Verbrechen der Nazis zu finden.
- Obwohl Faschismus teilweise als eine Art Oberbegriff für verschiedene radikale politische Bewegungen gilt, hat das Konzept einen konkreten Ursprung.
- Und zwar in Italien um 1915. Hier gründete Benito Mussolini zunächst die Fascio di azione rivoluzionaria.
- Diese war ein Vorläufer der späteren Partito Nazionale Fascista oder PNF. Aber der Reihe nach.
- Fangen wir doch erst mal mit dem Begriff selbst an. Dieser stammt nämlich vom italienischen Wort „Fascio“ ab,
- was so viel wie „Bund“ heißt. Faschismus ist also vom Wortursprung her das „Bündlertum“.
- Das Symbol der Bewegung zeigt dann auch ein Rutenbündel, welches bereits im alten Rom für die Stärke des Bundes gegenüber dem Einzelnen Stand.
- Auf dem Wappen der PNF und später auch des italienischen Staats ist auch genauso ein Rutenbündel zu sehen.
- Man könnte also mutmaßen, dass Mussolini ein Italien als Diktatur im Stile des alten Roms erschaffen wollte...
- - inklusive des damit verbundenen Führerprinzips. Und damit war er zu dieser Zeit damals nicht alleine:
- Gerade Anfang des 20. Jahrhunderts hatten faschistische Regierungen Hochkonjunktur.
- Ihnen allen gemein: Ihre Anhänger waren radikal gegen Irgendetwas oder jemanden.
- Und dieses Etwas oder diesen Jemand machten sie dann für das Leid oder den Niedergang
- der eigenen Gemeinschaft verantwortlich. Und damit wären wir bei einer weiteren Besonderheit des Faschismus:
- Eigentlich gibt es keine direkten politischen Inhalte. Vielmehr ist es eine Bewegung, die
- rechtsextreme, rassistische und fremdenfeindliche Gedanken propagiert. Interessanterweise haben es Faschisten trotz dieser Inhaltsleere
- – gerade zu wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer wieder geschafft, große Massen hinter sich zu vereinen.
- Einige der Gründe hierfür: Sie hatten einfache Antworten auf komplexe Fragen.
- Und: Sie waren bereit, sich zu radikalisieren. Und je gewalttätiger die Bewegung, je enthemmter die Massen,
- desto größer der Sog der faschistischen Ideologie. Das Endergebnis: Weltkriege und Leid in unvorstellbarem Maße.
- Am Ende ist Faschismus also kein besonders nachhaltiges Modell. Und trotzdem erleben faschistische Ideen leider gerade einen neuen Aufschwung.
- Wo das hinführen kann, will man sich nicht vorstellen.