Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Aktien einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 46 Zeilen
- Das hier ist Michael. Michael gehört seit kurzem ein kleiner Getränkestand
- in der Fußgängerzone. Und an diesem Stand
- verkauft er frischgepresste Limonade nach einer alten Geheimrezeptur.
- Von dieser Limonade verkauft er ziemlich viel. Erst verkauft Michael einen, dann fünf, schließlich 10 Liter.
- Der Bedarf ist so groß, dass ihm bald Gedanken an eine Vergrößerung des Geschäftes kommen.
- Ein richtiger Saftladen, Angestellte, die ihm beim Verkauf helfen
- Maschinen, bei denen das Zitronenpressen ganz automatisch läuft. Auch und vor allem um endlich seinen Erzrivalen
- Adam auszustechen, der in der Nachbarschaft eine kleine Apfelpunschfabrik betreibt.
- Den auszustechen, das kostet natürlich vor allem eines: Eine Menge Geld.
- Aber, das ist es wert, denkt Michael. Um an das nötige Geld zu kommen
- hat Michael nun zwei Möglichkeiten: Er kann erstens zu einer Bank gehen und einen Kredit aufnehmen.
- Die zweite Möglichkeit: Michael gründet eine Aktiengesellschaft
- abgekürzt AG und verkauft Anteile dieser AG an der Börse. Der Unterschied:
- Bei einem Kredit leiht eine Bank Michael Geld. Dabei behält Michael 100% seines Standes,
- muss das geliehene Geld nachher aber mit teuren Zinsen zurückzahlen.
- Michael bleibt komplett Eigentümer seiner Firma, hat aber auch ein höheres finanzielles Risiko.
- Beim Gang an die Börse gibt Michael Aktien aus. Investoren geben ihm für diese Aktien Geld.
- Dafür gehört ihnen dann ein kleiner Teil von Michis Firma. Man nennt sie dann übrigens Aktionäre,
- die gemeinsam die Aktiengesellschaft bilden. Diese werden sozusagen Miteigentümer von Michaels Firma.
- Kredit oder Aktien, was soll es nun für unseren kleinen Limonadenfabrikanten sein?
- Michael entscheidet sich nach einigem Überlegen für die zweite Möglichkeit,
- also für die Ausgabe von Aktien und gründet die Zitrus AG
- ...und das geht so. Zu Beginn wird der Gesamtwert der Zitrus AG errechnet.
- In diese Berechnung fließen z.B. der Wert von Michaels Stand ein, aber auch nicht materielle Güter,
- wie der Wert seiner geheimen Limonadenrezeptur. Dies alles zusammengerechnet ergibt einen Gesamtwert
- von 10.000 Euro. Wenn Michael nun Aktien ausgibt,
- dann wird die Firma, die 10.000 Euro wert ist, also in viele kleine Teile unterteilt.
- Würde er z.B. 100 Aktien ausgeben, dann würde jede einzelne Aktie 100 Euro kosten.
- 1/100 des Gesamtwertes, logisch, oder? Unser Michael
- möchte aber nicht sein ganzes Unternehmen an die Aktionäre geben, sondern selbst größter Eigentümer bleiben.
- Er behält also 51 Aktien selber und bietet nur 49 Aktien an der Börse an.
- Und dafür bekommt er: 49x100 Euro 4900 Euro also.
- Die Aktien von Michaels Zitrus AG sind nun an der Börse notiert, das heißt ganz einfach,
- man kann sie dort kaufen. Die Aktionäre haben ein Interesse am Erfolg der Zitrus AG.
- Sie erhalten eine jährliche Beteiligung am Gewinn der Firma. Dies nennt man übrigens Dividende.
- Da sie ja Miteigentümer der Zitrus AG sind, haben sie zudem ein Stimmrecht
- auf der jährlich stattfindenden Aktionärsversammlung. Die Aktionäre erhoffen sich,
- dass der Wert der Aktie steigt und sie ihre Anteile irgendwann mit Gewinn verkaufen können.
- damit hätten wir schon mal einige ganz grundlegende Begriffe erklärt: Eine Aktie ist ein kleiner Anteil
- am Gesamtunternehmen. Ein Aktionär
- ist der Besitzer einer solchen Aktie. Diese Aktionäre erhoffen sich zwei Dinge:
- Dividende und Kursgewinne. Die Grundzüge der Börse hätten wir also schon mal geklärt,
- aber einige Fragen bleiben dann doch: Was ist zum Beispiel ein Aktienkurs?
- Und warum schwankt dieser und schießt hoch und runter wie eine Achterbahn?
- Antworten darauf gibt’s im zweiten Teil, in dem es um Aktienkurse,
- Indizes und viel Psychologie geht....