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Warum die Bibel Bilder verbietet! Das biblische Bilderverbot verständlich erklärt.
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 25 Zeilen
- „Du sollst dir kein Bild machen!“ Aber wieso eigentlich nicht? Um diese Frage geht es in diesem Video. Du sollst dir kein Bild von Gott machen.
- Genauer heißt es in 2. Mose 20,4: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden,
- noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!“ Wieso steht dieses Gebot gleich an zweiter Stelle der 10 Gebote? Geht das überhaupt,
- kein Bild von Gott zu haben? Die Bibel selbst kennt und zeichnet doch viele Bilder von Gott. Ein Video zu biblischen Gottesbildern findet ihr übrigens auch auf diesem Kanal.
- Bilderverbot Geht das überhaupt, keine Bilder von Gott zu haben? Die biblischen Gottesbilder zeigen: Ein bildloser Glaube ist ein trostloser Glaube.
- Bilder gehören zur menschlichen Sprachwelt dazu, weil sie vielmehr sagen können, als tausend Worte. Bilder bereichern den menschlichen Glauben und sind grundsätlich nicht verkehrt oder verboten.
- Doch: Wir müssen uns klarmachen: alle Gottesvorstellungen, ob konkret oder abstrakt, sind menschliche Versuche, Gott mit menschlichen Kategorien zu erfassen. Es sind Versuche,
- die niemals gelingen können Gott völlig zu erfassen. Denn Gott übersteigt prinzipiell und grundsätzlich das menschliche Fassungsvermögen. Dass wir Gott nicht auf ein Bild oder ein
- Gleichnis festlegen können wird auch dadurch deutlich, dass die Juden während vieler Jahrhunderte ganz verschiedene Erfahrungen mit Gott gemacht, die sich gegenseitig ergänzen und
- auf den ersten Blick sogar widersprechen können. Auch hier wird deutlich: Gott lässt sich nicht auf ein Bild festlegen. Die Bilder ergreifen einen Zipfel von Gottes Kleid, erfassen ihn aber nie
- vollständig. Daher ist es auch schwierig, von dem biblischen Gottesbild zu sprechen. Genau dieser Umstand lässt sich auch in der Geschichte vom brennenden Dornbusch erkennen.
- Als Mose Gott nach seinem Namen fragt, antwortet Gott: „Ich bin, was ich bin.“ Mose muss ziemlich überrascht gewesen sein. „Ich bin, was ich bin“, das ist
- doch kein Name. „Wieso gibt Gott mir nicht seinen richtigen Namen?“, könnte Mose gedacht haben. Hierzu benötigen wir ein wenig Hintergrundwissen: In alten Erzählungen haben Namen eine besondere
- Bedeutung. Sie dienen nicht nur dazu, jemanden gezielt ansprechen und benennen zu können. Den Namen von jemandem zu kennen, bedeutete gewissermaßen auch Macht über ihn zu
- haben. Dieses Motiv kennen wir auch aus dem Märchen von Rumpelstilzchen. „Ach wie gut, dass keiner weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.“ Hätte Gott Mose einen konkreten Namen gegeben,
- hätte er gewissermaßen auf einen bestimmten Inhalt, auf bestimmte Eigenschaften, auf ein bestimmtes Bild von ihm festgelegt. Gott behält seine Freiheit. Deswegen will er
- sich auch nicht in einem kostbaren goldenen Stier dargestellt werden, wie es die Israeliten in der Wüste taten. Sie wollten Gott festlegen, man kann sagen sie wollten ihn dingfest machen,
- anstatt seinen Versprechen zu vertrauen. Aber: Wer Gott ist bzw. wie er sich verhält, bestimmt nur Gott selbst. Darauf haben wir Menschen keinen Anspruch.
- Das bedeutet im Umkehrschluss für uns heute: Wir Menschen müssen unsere eigenen Gottesbilder und Vorstellungen von Gott stets hinterfragen. Menschen müssen bereit sein, das eigene Gottesbild
- von Gott, der Bibel und anderen Menschen korrigieren zu lassen. Zu oft haben Menschen viel Unheil mit ihrem starren Gottesbild angerichtet, weil sie keine Freiheiten ertragen konnten.
- Heißt das Bilderverbot nun, dass jeder zum Thema „Gott“ das sagen kann, was ihm gerade so einfällt. Kein Limit, anything goes? Aussagen über Gott sind keinesfalls beliebig.
- Sie lassen sich nicht nur am Bilderverbot, sondern auch an grundlegenden Aussagen der Bibel messen: der Aussage etwa, dass Gott wesentlich Liebe ist. Vor allem aber an der Offenbarung Gottes
- im Menschen Jesus Christus, in der sich Gott den Menschen selbst zu erkennen gegeben hat. Jesus Christus war einmalig und eindeutig. Denn nirgendwo sonst,
- hat Gott sich den Menschen so deutlich gezeigt wie in seinem Sohn. Gott ist also identifizierbar und damit unverfügbar und verfügbar zugleich. Nachtrag: Je nach Tradition oder Kirche wird das
- Bilderverbot ganz unterschiedlich ausgelegt im Hinblick auf die Frage, ob man Bilder von Gott zeichnen darf, oder nicht. Was ist eure Meinung dazu? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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