Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Schiiten vs. Sunniten erklärt | Mittelalter
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 27 Zeilen
- Woher stammt der Konflikt zwischen Schiiten und [Musik] Suniten? Medina im Juni des Jahres
- 632. Im Haus seiner Lieblingsfrau Aisha ringt der Prophet Mohammed mit dem Tod. Niemand weiß, wie es ohne ihn weitergehen soll.
- In dem Moment, wo eine so mächtige Überfigur wie der Prophet möglicherweise im Sterben liegt, werden natürlich alle nervös, denn die Nachfolgefrage ist
- nicht geregelt und das hat zu allen Zeiten in der Geschichte natürlich zu Konflikten und zu Kriegen geführt. Schnell bilden sich Allianzen. Ein Lager
- formt sich um zwei erfolgreiche Heerführer und Gefährten des [Musik] Propheten. Aishas Vater Abu
- Bakre und Oma ibn [Musik] Alkatta. Aus ihren Anhängern wird später die Glaubensgemeinschaft der Sonniten
- [Musik] hervorgehen. Im Mittelpunkt des zweiten Lagers steht Mohammeds Cousin und Schwiegersohn Ali.
- Als nächster männlicher Verwandter wäre er der natürliche Nachfolger des Propheten. Seine Anhänger bilden die Schiat Ali, die Partei Alis, heute
- bekannt als Schiiten. [Musik] Da Mohammed selbst keine Söhne hat, bereitet Ali in das Grab.
- Währenddessen treffen sich bereits einige Stammesführer, um einen neuen Anführer zu wählen.
- Es geht um die Zukunft der islamischen Bewegung. Auf einem staubigen Hof in Medina wurde damals Weltgeschichte
- gemacht. Auf der damaligen Entscheidung sollte die Geschichte der Welt basieren. Das ist keine Übertreibung. Alles stand auf dem Spiel.
- Tatsächlich droht die gerade erst geformte Gemeinschaft der Muslime auseinanderzubrechen, weil sich die Stammesführer gegenseitig nicht über den
- Weg trauen. Ali ahnt nichts von der Zusammenkunft oder aber er rechnet vielleicht damit als Ängsterverwandter
- automatisch Mohammeds Nachfolger zu werden. Doch niemand scheint auch nur an ihn zu denken.
- Als Abu Bakre Omar als Nachfolger empfiehlt, lehnt dieser ab und macht einen Gegenvorschlag. Dann steht Omar auf und
- sagt: "Strecke deine Hand aus, Abu Bakr und ich schwöre dir meine Treue als Nachfolger des Propheten." Abu Bakre streckt die Hand aus und Omar leistet
- dem Treuheit. Es ist einer der Schlüsselmomente der Geschichte. Abu Bakr wird von der überwältigenden Mehrheit der Muslime als
- Khalifer Rasul Allah als Nachfolger des Propheten Allahs anerkannt. Durch Omars Geschick wird Abu Bakre zum ersten Kalifen.
- Für Ali und seine Familie ist die Wahl Abu Bakrs wie ein Schlag ins Gesicht. Sie steht ganz am Anfang des inneris Konflikts, denn die Schiiten erkennen
- den Kalifen nicht als ihren rechtmäßigen Führer an. [Musik] Heute zählen rund 20% der Muslime zu den
- Schiiten oder ihnen zugerechneten Konfessionen. Das Gro bilden die Suniten. Eine fragile Gemeinschaft, in der der alte Konflikt immer dann
- aufbricht, wenn politische Mächte ihn für sich [Musik] nutzen. Auf den Schlachtfeldern in
- Syrien, Jemen und dem Irak kämpfen Muslime gegen Muslime. Die Kriegsgegner schüren den Hass zwischen den
- Konfessionen. Ein Ende der Gewalttaten scheint nicht in Sicht. Dabei wünschen sich viele unter den Schiiten und Suniten nichts mehr als in
- Frieden in ihrer gemeinsamen Heimat zu leben. Mehr zum Thema gibt es auf der Terra X Seite in der ZDF
- Mediathek. M.
Zum Nachlesen
Beziehungen zwischen Sunniten und SchiitenGläubige Sunniten und Schiiten glauben beide an die göttliche Herkunft des Korans und sind sich auch hinsichtlich der Bedeutung der Fünf Säulen des Islam einig.
SchiaDie Schia (arabisch الشيعة asch-schīʿa, DMG aš-šīʿa ‚Anhängerschaft, Partei, Gruppe von Gefolgsleuten') ist nach dem Sunnitentum die zweitgrößte religiöse …
UmayyadenAngehörige der Familie herrschten von circa 661 bis 750 n. Chr. als Kalifen (Bezeichnung auch: Umayyaden-Kalifat) von Damaskus aus über das damals noch junge …
KalifatAusbreitung unter dem Propheten Mohammed, 622–632 · Ausbreitung unter den vier „rechtgeleiteten Kalifen“, 632–661 · Ausbreitung unter den Umayyaden, 661–750 …