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Pi verstehen - Ein bisschen zumindest

schoolseasy4:58 80.135 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 41 Zeilen
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  1. Fester Bestandteil des Matheunterrichts ist es, Flächeninhalte zu berechnen. Ob das nun ein Quadrat, ein Dreieck oder eine unregelmäßige Figur ist, ist egal.
  2. In eurem Kopf schwirren dann ein paar Formeln umher, die ihr irgendwie anwendet, um zum Ergebnis zu kommen.
  3. Vielleicht leuchten euch all diese Formeln auch ein und es fällt euch gar nicht schwer, Flächeninhalte auszurechnen.
  4. Bis dann eines schönen Tages ein Kreis auftaucht und mit ihm die Kreiszahl π. Auch hier gibt es tolle, einfache Formeln, die ihr hoffentlich auch anwenden könnt,
  5. aber wie kommt man eigentlich auf π? π ist, wie ihr vielleicht wisst, eine unendliche Zahl die sich nicht wiederholt.
  6. Das bedeutet dass eigentlich niemand wissen kann, wie sie lautet, da ja niemand unendlich viel Zeit hat, um das herauszufinden.
  7. Aber natürlich kann man in der Realität auch nicht wirklich etwas mit einer Zahl anfangen, die unendlich viele Stellen nach dem Komma hat.
  8. Darum steckt hinter dem π, mit dem wir alle rechnen, eine gerundete Zahl. 3,141592654 ist in der Regel das, was euer Taschenrechner euch ausspuckt, wenn ihr die π-Taste drückt.
  9. Und selbst das ist für das Rechnen in der Schule noch zu viel. 3,14 reicht häufig vollkommen aus.
  10. Nun stellt sich aber die Frage, wie man auf diese Zahl kommt. Sie scheint nämlich total willkürlich zu sein.
  11. Warum 3,14 und nicht 5,79 oder 2,32? Wenn ihr wollt, könnt ihr euch mal ein Blatt Papier, einen Zirkel, ein Bleistift und ein
  12. Geodreieck schnappen - und zur Sicherheit vielleicht auch noch einen Radiergummi - und mal ausprobieren, was ich euch hier zeige.
  13. Zeichnet einen Kreis, dessen Radius 5 cm beträgt. Für diese Veranschaulichung spielt es keine Rolle, wie groß der Kreis ist, aber damit
  14. sich euer Arbeitsaufwand in Grenzen hält, bieten sich 5 cm an. Diesen Kreis unterteilt ihr nun in vier gleich große Abschnitte.
  15. Nehmt euch einen dieser Abschnitte vor und zeichnet fünf Rechtecke ein, die alle 1 cm breit sind.
  16. Beginnt dabei mit dem längsten Rechteck, welches direkt am Rand des Abschnitts liegt und genauso lang ist, wie der Radius.
  17. Das nächste Rechteck daneben ist nun so lang, dass es genau auf den Kreis stößt. So fahrt ihr fort, bis ihr fünf Rechtecke eingezeichnet habt, die ein bisschen an eine
  18. Treppe erinnern. Auf diese Art und Weise habt ihr nun ein Viertel des Kreises komplett mit Rechtecken bedeckt,
  19. deren Flächeninhalt ihr natürlich ausrechnen könnt. Das nützt uns aber nicht so viel, denn die Rechtecke stehen ja allesamt über den Kreis
  20. hinaus. Würden wir das im ganzen Kreis so machen, wäre der gesamte Flächeninhalt der Rechtecke
  21. größer als der des Kreises. Nehmt euch darum mal besser einen zweiten Abschnitt her.
  22. Hier macht ihr nun fast dasselbe. Dieses Mal liegen aber alle Rechtecke im Kreis.
  23. Das größte Rechteck ist nun also nicht so lang wie der Radius, sondern nur so lang, dass die Ecke gerade noch auf dem Kreis liegt.
  24. Wieder erhaltet ihr so eine Art Treppe. Auch hier könnt ihr wieder den Flächeninhalt aller Rechtecke ausrechnen und wieder kann
  25. der gesamte Flächeninhalt nicht mit dem des Kreises übereinstimmen, da jetzt ja alles kleiner ist.
  26. Was wäre nun aber, wenn man den Durchschnitt ausrechnet? Die Kreisabschnitte sind ja gleich groß.
  27. Bei unserem Versuch haben wir zwei Lösungsansätze, die beide nicht stimmen können. Wenn man sie nun miteinander verrechnet, könnte man ja genau dort herauskommen, wo man herauskommen
  28. will. Zählt darum mal die Flächeninhalte beider Abschnitte zusammen.
  29. Das ist jetzt natürlich nur ein halber Kreis. Multipliziert euer Ergebnis mit 2.
  30. Das sollte jetzt in etwa dem Flächeninhalt des ganzen Kreises entsprechen. Vorausgesetzt natürlich, unsere Annahme stimmt.
  31. Und was hat das jetzt gebracht? Die Formel für den Flächeninhalt eines Kreises lautet A = π*r^2.
  32. Wir kennen den Radius und wir haben einen möglichen Flächeninhalt. Nehmen wir einmal an, wir wüssten nicht, dass π 3,14 ist.
  33. Dann würde unsere Aufgabe lauten A = x*r^2. Setzt eure Werte mal ein und rechnet x aus.
  34. Ihr solltet irgendwo zwischen 3 und 3,3 landen. Das hängt natürlich davon ab, wie genau ihr gezeichnet und gemessen habt.
  35. Das ist jetzt natürlich kein Beweis für irgendwas, aber eine Erklärung, wie man überhaupt auf π kommt.
  36. Nehmt ihr die Formel für den Flächeninhalt eines Kreises nämlich wörtlich, so müsst ihr 3,14 mal den Radius ins Quadrat nehmen.
  37. Ihr zeichnet also drei Quadrate, deren Seitenlänge so groß ist wie der Radius eures Kreises. Bei jedem Kreisabschnitt steht nun ein Stück Quadrat über.
  38. Würde man diese Stücke abschneiden und in den letzten Kreisabschnitt einfügen bliebe eine Lücke, die genau 0,14 mal so groß ist wie eines der Quadrate.
  39. Darum rechnet man π*r^2. Diese Erklärung hat mir damals mein Mathelehrer geliefert und sie ist eine der wenigen Dinge,
  40. die ich aus seinem Unterricht noch weiß, denn sie hat mir beim Verstehen dieser unendlichen Kreiszahl, die so willkürlich aussah, sehr geholfen.
  41. Ich hoffe, sie hilft euch auch.

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