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Evolutionsbelege

Biologie - simpleclub5:42 69.880 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Moin Leute, ihr findet die Evolution mega interessant, die ganzen Begriffe sind aber mega verwirrend und ihr wisst nicht so recht, wie alles zusammenhängt?
  2. Dann ist dieses Video perfekt für euch. Und damit geht es hier jetzt um Evolutionsbelege.
  3. Die Evolutionsbiologie beschäftigt sich mit der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Lebewesen. Ein wichtiger Teil davon ist die Frage nach der
  4. Verwandtschaftsbeziehung der Lebewesen. Ergebnisse der Verwandtschaftsforschung helfen dabei, die Evolution und ihre Ursachen aufzuklären. Denn
  5. Evolutionsbelege oder Hinweise geben Aufschluss darüber, welche Arten einen gemeinsamen Ursprung haben könnten. Aus ihnen lässt sich auch ableiten, welche
  6. Umwelt und Evolutionsfaktoren bei der Entwicklung der Lebewesen wichtig waren bzw. sind. Merke dir zum Verständnis einfach, die Evolutionsbiologie will
  7. Verwandtschaftsbeziehungen erforschen, um mehr über die Entwicklungsgeschichte der Lebewesen zu erfahren. Dazu gibt es viele Evolutionsbelege.
  8. Dabei unterscheidet man zwischen einer Menge von Hinweisen und Belegen. Aber die wichtigsten erklären wir euch jetzt. Die Gemeinsamkeit von Merkmalen und
  9. Strukturen verschiedener Lebewesen aufgrund eines gemeinsamen Ursprungs nennt man Homologie. Man spricht dann auch von homologen Merkmalen. Sie
  10. beruhen auf gleichen oder sehr ähnlichen Erbinformationen und Grundbauplänen. Die aktuellen Funktionen dieser Merkmale werden dabei aber ignoriert, weil sie
  11. sich im Laufe der Zeit verändert haben können. Man spricht dann von Divergenz oder von Divergenten Merkmalen. Divergenz bedeutet sowas wie
  12. auseinanderlaufend. Für die Bestimmung von Homologien gibt es drei wichtige Kriterien. Das Kriterium der Lage, das Kriterium der
  13. Kontinuität und das Kriterium der speziellen Struktur. Analoge Merkmale sind wegen gleicher Funktionen ähnlich gebaut, aber besitzen keinen gemeinsamen
  14. Ursprung. Sie haben sich aufgrund gleicher Selektionsfaktoren konvergent, also zueinanderluend entwickelt. Das nennt man Konvergenz oder konvergente
  15. Entwicklung. Sowohl Homologien als auch Analogien können Verhalten betreffen. Merke dir also folgendes: Homologien sind Merkmale mit gleicher Herkunft,
  16. aber potenziell verschiedenen Funktionen. Sie entwickeln sich also divergent. Die Hauptursache dafür ist Konkurrenz. Analogien sind Merkmale mit
  17. gleicher Funktion und verschiedener Abstammung. Sie entwickeln sich konvergent. Die Hauptursache dafür sind Selektionsfaktoren.
  18. Es gibt auch homologes und analoges Verhalten. Rudimente sind Merkmale und Strukturen, die mit der Evolution ganz oder teilweise funktionslos geworden
  19. sind. Sie bilden sich oft zurück. Bei einer teilweisen Funktionslosigkeit spricht man auch von einem Funktionswechsel.
  20. Diese Merkmale bleiben aber als Reste vorhanden. Aufgrund veränderter Lebensweisen sinkt der Selektionsdruck für diese Merkmale. [musik]
  21. Budimentationen haben aber keinen negativen Einfluss auf die Fitness der Betroffenen. Ahawismen sind wieder auftretende ursprüngliche Merkmale. Das
  22. heißt, sie waren bei Urvorfahren vorhanden und bei näheren Verwandten nicht vorhanden. Diese Merkmale verschwinden nur phänotypisch, also
  23. äußerlich. Die Gene für diese Merkmale sind für diese Zeit inaktiv. Atawismen sind sehr selten und gelten als Ausnahmefälle. Sowohl Rudimente als auch
  24. Atawismen können auch Verhaltensweisen betreffen. Merke dir, Rudimente sind ganz oder teilweise funktionslos gewordene Merkmale, die sich oft
  25. zurückbilden. Rudimente sind also sowas wie Überbleibsel und haben keinen negativen Einfluss auf die Fitness. Attawismen sind selten wieder
  26. ursprüngliche Merkmale. Sie wurden nur vorübergehend inaktiviert und phänotypisch nicht ausgeprägt. Auch auf der Ebene der Biomoleküle gibt
  27. es Verwandtschaftshinweise. Nicht nur viele Stoffwechselprozesse laufen bei vielen Lebewesen gleich oder ähnlich ab. Viele Biomoleküle sind in
  28. allen Lebewesen gleich oder ähnlich vorhanden. Das deutet auf eine gemeinsame Abstammung hin. Über den Übereinstimmungsgrad dieser Strukturen
  29. lässt sich mittlerweile die genauere Verwandtschaftsbeziehung aufklären. In der Molekularbiologie finden sich dafür schon einige Methoden. Beispiele dafür
  30. sind der Serum Präzipitintest, der DNA Vergleich oder die DNA Hybridisierung. Fassen wir noch mal zusammen. Die Evolutionsbiologie will die
  31. Verwandtschaftsbeziehungen untersuchen, um die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen zu verstehen. Dafür verwendet sie Evolutionshinweise als
  32. Anhaltspunkte. Die wichtigsten sind Homologien, Analogien, Rudimente, Atawismen und molekularbiologische Hinweise. Homologien sind Merkmale mit
  33. unterschiedlichen Funktionen, aber mit gleichem Ursprung, die eine divergente Entwicklung durchmachen. Für Homologien gelten die Kriterien der Lage, der
  34. Kontinuität und der speziellen Struktur. Analogien sind Merkmale mit ähnlichen Bauweisen und Funktionen, aber unterschiedlicher Herkunft. Sie
  35. entwickeln sich konvergent. Rudimente sind ganz oder teilweise funktionslos gewordene Merkmale, die sich oft zurückbilden. Ahaismen sind
  36. selten wieder auftretende ursprüngliche Merkmale. Sie sind über Generationen inaktiv und nur phänotypisch verschwunden. Molekularbiologische
  37. Hinweise [räuspern] betreffen Biomoleküle wie DNA und Blutzellen. Der Übereinstimmungsgrad deutet oft auf den Verwandtschaftsgrad hin. Wichtig ist,
  38. dass alle Belege außer die der Molekularbiologie auch Verhaltensweisen betreffen können. Hi, hier ist Alex von Simplecub. Das ganze Thema findest du
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