Evolutionsbelege Biologie - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=UhTwI-VLV2E Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Moin Leute, ihr findet die Evolution mega interessant, die ganzen Begriffe sind aber mega verwirrend und ihr wisst nicht so recht, wie alles zusammenhängt? 0:08 Dann ist dieses Video perfekt für euch. Und damit geht es hier jetzt um Evolutionsbelege. 0:19 Die Evolutionsbiologie beschäftigt sich mit der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Lebewesen. Ein wichtiger Teil davon ist die Frage nach der 0:27 Verwandtschaftsbeziehung der Lebewesen. Ergebnisse der Verwandtschaftsforschung helfen dabei, die Evolution und ihre Ursachen aufzuklären. Denn 0:35 Evolutionsbelege oder Hinweise geben Aufschluss darüber, welche Arten einen gemeinsamen Ursprung haben könnten. Aus ihnen lässt sich auch ableiten, welche 0:44 Umwelt und Evolutionsfaktoren bei der Entwicklung der Lebewesen wichtig waren bzw. sind. Merke dir zum Verständnis einfach, die Evolutionsbiologie will 0:53 Verwandtschaftsbeziehungen erforschen, um mehr über die Entwicklungsgeschichte der Lebewesen zu erfahren. Dazu gibt es viele Evolutionsbelege. 1:01 Dabei unterscheidet man zwischen einer Menge von Hinweisen und Belegen. Aber die wichtigsten erklären wir euch jetzt. Die Gemeinsamkeit von Merkmalen und 1:09 Strukturen verschiedener Lebewesen aufgrund eines gemeinsamen Ursprungs nennt man Homologie. Man spricht dann auch von homologen Merkmalen. Sie 1:18 beruhen auf gleichen oder sehr ähnlichen Erbinformationen und Grundbauplänen. Die aktuellen Funktionen dieser Merkmale werden dabei aber ignoriert, weil sie 1:27 sich im Laufe der Zeit verändert haben können. Man spricht dann von Divergenz oder von Divergenten Merkmalen. Divergenz bedeutet sowas wie 1:35 auseinanderlaufend. Für die Bestimmung von Homologien gibt es drei wichtige Kriterien. Das Kriterium der Lage, das Kriterium der 1:43 Kontinuität und das Kriterium der speziellen Struktur. Analoge Merkmale sind wegen gleicher Funktionen ähnlich gebaut, aber besitzen keinen gemeinsamen 1:53 Ursprung. Sie haben sich aufgrund gleicher Selektionsfaktoren konvergent, also zueinanderluend entwickelt. Das nennt man Konvergenz oder konvergente 2:02 Entwicklung. Sowohl Homologien als auch Analogien können Verhalten betreffen. Merke dir also folgendes: Homologien sind Merkmale mit gleicher Herkunft, 2:12 aber potenziell verschiedenen Funktionen. Sie entwickeln sich also divergent. Die Hauptursache dafür ist Konkurrenz. Analogien sind Merkmale mit 2:21 gleicher Funktion und verschiedener Abstammung. Sie entwickeln sich konvergent. Die Hauptursache dafür sind Selektionsfaktoren. 2:29 Es gibt auch homologes und analoges Verhalten. Rudimente sind Merkmale und Strukturen, die mit der Evolution ganz oder teilweise funktionslos geworden 2:38 sind. Sie bilden sich oft zurück. Bei einer teilweisen Funktionslosigkeit spricht man auch von einem Funktionswechsel. 2:46 Diese Merkmale bleiben aber als Reste vorhanden. Aufgrund veränderter Lebensweisen sinkt der Selektionsdruck für diese Merkmale. [musik] 2:53 Budimentationen haben aber keinen negativen Einfluss auf die Fitness der Betroffenen. Ahawismen sind wieder auftretende ursprüngliche Merkmale. Das 3:02 heißt, sie waren bei Urvorfahren vorhanden und bei näheren Verwandten nicht vorhanden. Diese Merkmale verschwinden nur phänotypisch, also 3:10 äußerlich. Die Gene für diese Merkmale sind für diese Zeit inaktiv. Atawismen sind sehr selten und gelten als Ausnahmefälle. Sowohl Rudimente als auch 3:20 Atawismen können auch Verhaltensweisen betreffen. Merke dir, Rudimente sind ganz oder teilweise funktionslos gewordene Merkmale, die sich oft 3:29 zurückbilden. Rudimente sind also sowas wie Überbleibsel und haben keinen negativen Einfluss auf die Fitness. Attawismen sind selten wieder 3:38 ursprüngliche Merkmale. Sie wurden nur vorübergehend inaktiviert und phänotypisch nicht ausgeprägt. Auch auf der Ebene der Biomoleküle gibt 3:47 es Verwandtschaftshinweise. Nicht nur viele Stoffwechselprozesse laufen bei vielen Lebewesen gleich oder ähnlich ab. Viele Biomoleküle sind in 3:55 allen Lebewesen gleich oder ähnlich vorhanden. Das deutet auf eine gemeinsame Abstammung hin. Über den Übereinstimmungsgrad dieser Strukturen 4:04 lässt sich mittlerweile die genauere Verwandtschaftsbeziehung aufklären. In der Molekularbiologie finden sich dafür schon einige Methoden. Beispiele dafür 4:13 sind der Serum Präzipitintest, der DNA Vergleich oder die DNA Hybridisierung. Fassen wir noch mal zusammen. Die Evolutionsbiologie will die 4:22 Verwandtschaftsbeziehungen untersuchen, um die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen zu verstehen. Dafür verwendet sie Evolutionshinweise als 4:30 Anhaltspunkte. Die wichtigsten sind Homologien, Analogien, Rudimente, Atawismen und molekularbiologische Hinweise. Homologien sind Merkmale mit 4:40 unterschiedlichen Funktionen, aber mit gleichem Ursprung, die eine divergente Entwicklung durchmachen. Für Homologien gelten die Kriterien der Lage, der 4:49 Kontinuität und der speziellen Struktur. Analogien sind Merkmale mit ähnlichen Bauweisen und Funktionen, aber unterschiedlicher Herkunft. Sie 4:58 entwickeln sich konvergent. Rudimente sind ganz oder teilweise funktionslos gewordene Merkmale, die sich oft zurückbilden. Ahaismen sind 5:07 selten wieder auftretende ursprüngliche Merkmale. Sie sind über Generationen inaktiv und nur phänotypisch verschwunden. Molekularbiologische 5:15 Hinweise [räuspern] betreffen Biomoleküle wie DNA und Blutzellen. Der Übereinstimmungsgrad deutet oft auf den Verwandtschaftsgrad hin. Wichtig ist, 5:24 dass alle Belege außer die der Molekularbiologie auch Verhaltensweisen betreffen können. Hi, hier ist Alex von Simplecub. 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