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Konjunktiv einfach erklärt I musstewissen Deutsch
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 43 Zeilen
- Konjunktiv? Ist schwierig. Konjunktiv? Konjunktiv? Wo bist du?
- Kommst du jetzt her! Konjunktiv? Konjunktiv?
- Du suchst den Konjunktiv? Selber schuld. Gebrauchtest du den Konjunktiv häufiger,
- drücktest du dich nicht nur viel eloquenter aus. Mit jeder Konjunktivform, die du benützest,
- trügest du auch zur Erhaltung des Konjunktivs bei, und er stünde nun nicht mehr vor dem Aussterben.
- Ja, der Konjunktiv steht vor dem Aussterben. Und bei diesen sonderbar klingenden Verbformen
- wie betröge, schwänge oder schliefe wundert es mich ehrlich gesagt auch irgendwie nicht.
- Erst mal die schlechte Nachricht: Es gibt nicht nur eine Konjunktivform, sondern sogar zwei.
- Der Konjunktiv 2 ist was für Träumer. Er ermöglicht Wünsche und lässt uns wunderbar fantasieren.
- Wäre ich Astronautin, flöge ich auf den Mond. Und gäbe es dort Palmen, äße ich nur Kokosnüsse.
- Und wäre der Mond eine Scheibe, kröche ich zu seinem Rand und spränge hinunter.
- Du wählst ihn immer dann, wenn du an den Satz anschließen könntest: "Ist es aber nicht."
- Er drückt aus, dass etwas unwahrscheinlich oder unmöglich ist. Der Mond ist keine Scheibe, es gibt dort keine Palmen
- und ich bin keine Astronautin. Flöge, äße, kröche, gäbe, spränge -
- wie kommen diese sonderbaren Konjunktivformen eigentlich zustande? Für die Bildung des Konjunktiv 2
- brauchst du die Präteritumform der ersten Person Plural. Also der Wir-Form.
- Das -en wird gestrichen und die Konjunktivendung angehängt. Keine Regel ohne eine Ausnahme.
- Leider bekommen einige Formen wieder mal eine Extrawurst. Aus "rennen" wird nicht "rannte", sondern "rennte".
- Wahrscheinlich um eine doppelte Besetzung von "rannte", das ja auch eine Vergangenheitsform ist, zu vermeiden.
- Dann haben wir noch den kleinen Bruder des Konjunktiv 2, den Konjunktiv 1. Der Konjunktiv 1 wird vor allem in der indirekten Rede verwendet.
- Lisa: "Markus sagt, er habe Kopfschmerzen. Er sei untröstlich, dass er dir nicht beim Umzug helfen könne."
- Lisa kennzeichnet mit dem Konjunktiv 1, dass das Gesagte nicht von ihr stammt.
- Gleichzeitig distanziert sie sich von dem Gesagten und stellt infrage, ob Markus wirklich Kopfweh hat oder nicht.
- Durch die indirekte Rede ist der Konjunktiv 1 unverzichtbar beim Zitieren. Dazu findest du auch noch ein anderes Video auf meinem Kanal.
- Zur Bildung des Konjunktiv 1 brauchen wir wieder die erste Person Plural, aber diesmal im Präsens.
- Das -en streichen wir und fügen die Konjunktivendung an. Und zwar jetzt mit "e", nicht mit "ä", wie im Konjunktiv 2.
- Wird superhäufig verwechselt, müsst ihr mal drauf achten. Vor allem in der Ich-Form
- entsprecht der Konjunktiv 1 aber recht häufig dem Indikativ, also der normalen Präsensform.
- Stell dir vor, er behauptet, ich fresse und saufe den ganzen Tag. "Fresse" und "saufe" entspricht der Indikativform.
- Willst du dich von den offensichtlich unsinnigen Vorwürfen abgrenzen, solltest du Konjunktiv 2 nehmen.
- Also: Er behauptet, ich fräße und söffe den ganzen Tag? Klingt ja total bescheuert.
- Ja, stimmt, und um nicht total komisch zu klingen, solltest du besser die Würde-Form benutzen.
- Wer nicht wie ein Germanistiknerd wirken will ... * Räuspern *
- ... ersetzt die Konjunktivform nämlich durch die Würde-Form. Und daran gibt es meistens auch nichts auszusetzen.
- Bei sehr altertümlichen Formen wird die Würde-Form empfohlen. Aber in so einigen Fällen solltest du den Konjunktiv doch nutzen.
- Moment - "solltest"? Das ist ja auch ein Konjunktiv. Und "sollte" solltest du nicht durch "würde sollen" ersetzen,
- das klingt nämlich schräg. Du siehst also, der Konjunktiv ist doch ganz nützlich.
- Außerhalb der wiedergegeben Rede kommt der Konjunktiv 1 relativ selten vor. Zum Beispiel bei Geburtstagsglückwünschen
- oder um Hoffnungen auszudrücken. Mögest du hundert Jahre alt werden!
- Sie lebe hoch, hoch, hoch! Welche Konjunktivform findest du am seltsamsten?
- Schreib mir das gerne mal in die Kommentare. Und dann gib gerne einen Daumen nach oben, wenn es dir weitergeholfen hat.
- Und natürlich den Kanal abonnieren. Bis zum nächsten Mal, tschüss.
- Konjunktiv ist ... ist okay. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2018
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