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Konjunktur - einfach erklärt!

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  1. Ein zentraler Begriff aus der Wirtschaft ist die Konjunktur. Diese bezeichnet den schwankenden Verlauf der Wirtschaft bzw. des
  2. Wirtschaftswachstums. Es gibt Zeiträume, in denen die Wirtschaft stark wächst, schwach wächst oder sogar schrumpft.
  3. Mit Hilfe einer wellenförmig verlaufenen Kurve lässt sich die Konjunktur und dessen Schwankungen veranschaulichen. Diese Kurve bezeichnet man als
  4. Konjunkturzyklus. Der Konjunkturzyklus lässt sich in vier Phasen unterscheiden: Aufschwung, Boom, Abschwung und Depression. Die
  5. Aufschwungphase bezeichnet die Zeit nach einer Depression. Es ist die Phase, in der sich die Wirtschaft langsam wieder erholt. Hier erhöhen Firmen ihre
  6. Investitionen und die Zinsen steigen. Die steigende Stimmung der Konsumenten kurbelt die Nachfrage an, wodurch Umsätze und Gewinne steigen. Um diese
  7. steigende Nachfrage zu bedienen, werden Arbeitskräfte benötigt. Die Arbeitslosenquote sinkt also. Außerdem steigen hier Löhne und Preise langsam
  8. an. Der Boom, auch Hochkonjunktur genannt, ist der beste Zustand, den eine Volkswirtschaft erreichen kann. Preise, Löhne, Zinsen und Nachfrage sind hier
  9. stark steigend und erreichen ihr Maximum. Allerdings wird es nun zunehmend schwierig, die hohe Nachfrage zu bedienen. Trotz nahezu
  10. Vollbeschäftigung bzw. stark sinkender Arbeitslosigkeit tritt nun langsam Skepsis bei den Konsumenten auf und die Investitionen bleiben gleich oder sinken
  11. sogar langsam. Die Abschwungphase folgt auf den Boom. Die Konjunktur bewegt sich nun langsam Richtung Tiefstand. Meist werden jetzt aufgrund sinkender
  12. Nachfrage Investitionen, die während des Booms getätigt wurden, als unrentabel erkannt. Investitionen sinken also genauso wie Löhne, Zinsen und Preise.
  13. Zudem kommt es nun aufgrund sinkender Nachfrage zu ersten Entlassungen. Die Arbeitslosigkeit steigt also und die Stimmung der Konsumenten ist
  14. pessimistisch. Die Depression ist der schlechteste und gefährlichste Zustand, den eine Volkswirtschaft erreichen kann. Oftmals wird hier auch von einer Krise
  15. gesprochen. Kennzeichnend für eine Depression ist eine hohe Arbeitslosenquote aufgrund eines Nachfragetiefs. Zudem sinken Löhne,
  16. Zinsen und Preise. Investitionen nehmen ebenfalls stark ab und die Stimmung der Konsumenten ist niedergedrückt. Diese vier Phasen können übrigens ganz
  17. unterschiedlich lange dauern. Um zu starke Schwankungen eines Konjunkturzyklus, also Boom und Depression etwas auszugleichen, kann der
  18. Start bzw. Weise die Notenbank eingreifen. Die Notenbanken können durch Regulierung der Zinsen Einfluss auf die Nachfrage nehmen. In der Regel wird
  19. versucht in Zeiten der Depression die Zinsen zu senken, um Ausgaben durch eine Erhöhung der Geldmenge anzukurbeln. In Zeiten des Booms werden Zinsen
  20. folglich erhöht, um die Geldmenge zu senken und eine Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden. Für die Konjunktur gibt es natürlich
  21. auch Konjunkturindikatoren. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit der Konjunktur. So gibt es Frühindikatoren, Gegenwartsindikatoren
  22. und Spätindikatoren. Frühindikatoren zeigen Änderungen des Wirtschaftsverlaufs früh an und sind daher für Prognosen geeignet. Beispiele:
  23. Aktienindex, IFO Geschäftsklimaindex oder Gewinnerwartungen der Unternehmen. Gegenwartsindikatoren beschreiben die aktuelle wirtschaftliche
  24. Lage. Beispiele: Bruttoinlandsprodukt eines Monats, Preise oder Zinsen. Spätindikatoren reagieren mit einer gewissen Verzögerung auf die
  25. wirtschaftliche Entwicklung. Beispiele: Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt eines Jahres oder die Inflationsrate. Zusammengefasst bezeichnet Konjunktur
  26. also den schwankenden Verlauf der Wirtschaft oder des Wirtschaftswachstums. Diese Schwankungen kann man mit Hilfe
  27. des Konjunkturzyklus darstellen, der sich in vier Phasen unterscheidet: Aufschwung, Boom, Abschwung und Depression.
  28. Zu starke Schwankungen werden versucht durch staatliche Eingriffe auszugleichen und durch sogenannte Konjunkturindikatoren
  29. kann gegebenenfalls der Konjunkturverlauf prognostiziert werden.

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