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Konjunktur - einfach erklärt!
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Transkriptautomatisch erstellt · 29 Zeilen
- Ein zentraler Begriff aus der Wirtschaft ist die Konjunktur. Diese bezeichnet den schwankenden Verlauf der Wirtschaft bzw. des
- Wirtschaftswachstums. Es gibt Zeiträume, in denen die Wirtschaft stark wächst, schwach wächst oder sogar schrumpft.
- Mit Hilfe einer wellenförmig verlaufenen Kurve lässt sich die Konjunktur und dessen Schwankungen veranschaulichen. Diese Kurve bezeichnet man als
- Konjunkturzyklus. Der Konjunkturzyklus lässt sich in vier Phasen unterscheiden: Aufschwung, Boom, Abschwung und Depression. Die
- Aufschwungphase bezeichnet die Zeit nach einer Depression. Es ist die Phase, in der sich die Wirtschaft langsam wieder erholt. Hier erhöhen Firmen ihre
- Investitionen und die Zinsen steigen. Die steigende Stimmung der Konsumenten kurbelt die Nachfrage an, wodurch Umsätze und Gewinne steigen. Um diese
- steigende Nachfrage zu bedienen, werden Arbeitskräfte benötigt. Die Arbeitslosenquote sinkt also. Außerdem steigen hier Löhne und Preise langsam
- an. Der Boom, auch Hochkonjunktur genannt, ist der beste Zustand, den eine Volkswirtschaft erreichen kann. Preise, Löhne, Zinsen und Nachfrage sind hier
- stark steigend und erreichen ihr Maximum. Allerdings wird es nun zunehmend schwierig, die hohe Nachfrage zu bedienen. Trotz nahezu
- Vollbeschäftigung bzw. stark sinkender Arbeitslosigkeit tritt nun langsam Skepsis bei den Konsumenten auf und die Investitionen bleiben gleich oder sinken
- sogar langsam. Die Abschwungphase folgt auf den Boom. Die Konjunktur bewegt sich nun langsam Richtung Tiefstand. Meist werden jetzt aufgrund sinkender
- Nachfrage Investitionen, die während des Booms getätigt wurden, als unrentabel erkannt. Investitionen sinken also genauso wie Löhne, Zinsen und Preise.
- Zudem kommt es nun aufgrund sinkender Nachfrage zu ersten Entlassungen. Die Arbeitslosigkeit steigt also und die Stimmung der Konsumenten ist
- pessimistisch. Die Depression ist der schlechteste und gefährlichste Zustand, den eine Volkswirtschaft erreichen kann. Oftmals wird hier auch von einer Krise
- gesprochen. Kennzeichnend für eine Depression ist eine hohe Arbeitslosenquote aufgrund eines Nachfragetiefs. Zudem sinken Löhne,
- Zinsen und Preise. Investitionen nehmen ebenfalls stark ab und die Stimmung der Konsumenten ist niedergedrückt. Diese vier Phasen können übrigens ganz
- unterschiedlich lange dauern. Um zu starke Schwankungen eines Konjunkturzyklus, also Boom und Depression etwas auszugleichen, kann der
- Start bzw. Weise die Notenbank eingreifen. Die Notenbanken können durch Regulierung der Zinsen Einfluss auf die Nachfrage nehmen. In der Regel wird
- versucht in Zeiten der Depression die Zinsen zu senken, um Ausgaben durch eine Erhöhung der Geldmenge anzukurbeln. In Zeiten des Booms werden Zinsen
- folglich erhöht, um die Geldmenge zu senken und eine Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden. Für die Konjunktur gibt es natürlich
- auch Konjunkturindikatoren. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit der Konjunktur. So gibt es Frühindikatoren, Gegenwartsindikatoren
- und Spätindikatoren. Frühindikatoren zeigen Änderungen des Wirtschaftsverlaufs früh an und sind daher für Prognosen geeignet. Beispiele:
- Aktienindex, IFO Geschäftsklimaindex oder Gewinnerwartungen der Unternehmen. Gegenwartsindikatoren beschreiben die aktuelle wirtschaftliche
- Lage. Beispiele: Bruttoinlandsprodukt eines Monats, Preise oder Zinsen. Spätindikatoren reagieren mit einer gewissen Verzögerung auf die
- wirtschaftliche Entwicklung. Beispiele: Arbeitslosenquote, Bruttoinlandsprodukt eines Jahres oder die Inflationsrate. Zusammengefasst bezeichnet Konjunktur
- also den schwankenden Verlauf der Wirtschaft oder des Wirtschaftswachstums. Diese Schwankungen kann man mit Hilfe
- des Konjunkturzyklus darstellen, der sich in vier Phasen unterscheidet: Aufschwung, Boom, Abschwung und Depression.
- Zu starke Schwankungen werden versucht durch staatliche Eingriffe auszugleichen und durch sogenannte Konjunkturindikatoren
- kann gegebenenfalls der Konjunkturverlauf prognostiziert werden.
Zum Nachlesen
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