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Gesetzgebung in der EU: Gesetzgebungsprozess in Europäischer Union, Verfahren, Kommission, Parlament

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  1. Hallo zusammen. Die EU ist eine überstaatliche Organisation, die die Befugtnis hat, in einer Vielzahl von Politikbereichen Gesetze zu erlassen,
  2. die ihre Mitgliedstaaten betreffen. Das sehen wir uns hier und jetzt genauer an. Los geht's.
  3. Der Gesetzgebungsprozess innerhalb der Europäischen Union ist darauf ausgelegt, demokratische Entscheidungsfindung sicherzustellen und die Interessen der
  4. Mitgliedstaaten und ihrer Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Geregelt wird dieser Gesetzgebungsprozess hauptsächlich durch das ordentliche
  5. Gesetzgebungsverfahren auch als Mitscheidungsverfahren bekannt. Dieses Verfahren umfasst drei Hauptorgane. Die Europäische Kommission,
  6. den Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament. Gemeinsam arbeiten sie daran, EU-Gesetzgebung vorzuschlagen, zu ändern und zu
  7. verabschieden. Die Europäische Kommission spielt eine entscheidende Rolle bei der Initiierung der Gesetzgebung innerhalb der EU. Sie
  8. hat die Befugnis, neue Gesetze und Richtlinien vorzuschlagen, die oft auf den Bedürfnissen und Prioritäten der gesamten EU basieren. Die Kommission
  9. führt umfangreiche Forschungen, Konsultationen und Folgeabschätzungen durch, bevor sie ihre Vorschläge den anderen Organen vorlegt.
  10. Der Rat der Europäischen Union, auch als Ministerrat bekannt, vertritt die Interessen der Mitgliedstaaten im Gesetzgebungsprozess.
  11. Er besteht aus Regierungsministerinnen und Ministern, aus jedem Mitgliedstaat, abhängig vom Politikbereich. Der Rat teilt sich die
  12. Gesetzgebungsbefugnis mit dem Europäischen Parlament und spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung und Verhandlung der EU-Gesetzgebung.
  13. Und damit sind wir beim Europäischen Parlament angelangt. Es ist das direkt gewählte Organ, das die Interessen der EU-Bürgerinnen und Bürger vertritt und
  14. hat die Befugnis, Gesetzesvorschläge der Kommission zu ändern, zu genehmigen oder abzulehnen. Die Parlamentssausschüsse prüfen und analysieren
  15. Gesetzesvorschläge im Detail und die Mitglieder des Europäischen Parlaments nehmen an Debatten, Verhandlungen und Abstimmungsprozessen teil.
  16. Das ordentliche Gesetzgebungsverfahren umfasst mehrere Phasen. Darunter die Vorschlagsphase, die erste Lesung, die Vermittlungsphase, falls erforderlich,
  17. und die zweite Lesung. In diesen Phasen arbeiten die Kommission, der Rat und das Parlament zusammen, um einen Konsens über den Inhalt der Gesetzgebung zu
  18. erzielen. Die Zustimmung des Parlaments ist für die Annahme jeder Gesetzgebung unerlässlich. Das Verhältnis zwischen EU-Recht und
  19. Grundgesetz ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Obwohl das europäische Recht prinzipiell Vorrang gegenüber nationalem Recht genießt,
  20. steht es nicht über dem Grundgesetz. Es gibt den Grundsatz des Vorrangs des Rechts der EU. Damit ist gemeint, dass im Falle eines Konflikts zwischen einem
  21. Aspekt des EU-Rechts und des nationalen Rechts das EU-Recht Vorrang hat. Der Vorrang gilt allerdings nur dort, wo die Mitgliedstaaten ihre Souveränität an die
  22. EU abgetreten haben, etwa im Binnenmarkt, bei der Umwelt und im Verkehr. Er gilt nicht für Bereiche wie Bildung, Kultur oder Tourismus.
  23. Nun kennst du den Gesetzgebungsprozess in der EU. Im nächsten Video wagen wir einen Ausblick auf die Zukunft der EU. Tippe oder klicke hier links. Weitere
  24. EU-Vos unserer Politikserie findest du darunter in der Playlist. Abonnieren, Daumen hoch und Video an Freunde teilen. Freut uns sehr. Bis bald.

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