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Ökologische Nische [ein Prinzip der Konkurrenzvermeidung] - [Biologie, Ökologie, Teil 8]

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Das Wichtigste aus dem Video

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  1. [Musik] in diesem Video geht es um den im Kontext der Ökologie relevanten
  2. Fachbegriff der ökologischen Nische ihr wisst dass sich die Ökologie als teilwissenschaft der Biologie sowohl mit
  3. der Wechselbeziehung zwischen Organismen und ihrer abiotischen unbelebten Umwelt als auch mit der Wechselwirkung zwischen
  4. Organismen befasst weil ein Organismus ein Lebensraum nicht alleine besiedelt steht er also mit seiner biotischen
  5. belebten Umwelt in Wechselwirkungen eine wesentliche Rolle bei dieser Wechselwirkung zwischen Organismen
  6. spielt Konkurrenz denn Konkurrenz ist allgegenwärtig weil in einem Lebensraum Ressourcen wir zum Beispiel Nahrung
  7. Wasser Licht und Raum nur begrenzt zur Verfügung stehen wenngleich alle Organismen diese Ressource benötigen
  8. Konkurrenz kann zu sehr unterschiedlichen Auswirkungen führen eins aber ist klar alle Organismen sind
  9. danach bestrebt den Konkurrenzdruck auf sich selbst abzumildern denn die Konkurrenz und Beute um die Partnerwahl
  10. oder auch um physikalische Faktoren wie Licht oder Wasser ist natürlich kräftezehrend vielleicht für eine Art
  11. mehr als für die andere also einer hyänebedarf ist weitaus größerer Anstrengung einen Kadaver zu verteidigen
  12. als einem Löwen in jedem Fall muss dafür Energie aufgewendet werden was letztlich auch den überlebens- und
  13. Fortpflanzungserfolg eines Organismus einschränken kann wichtig für euch zu merken ist Organismen sind danach
  14. bestrebt den Konkurrenzdruck auf sich selbst abzumildern und die Ausbildung von ökologischen Nischen kann eine
  15. äußerst wirkungsvolle Methode zur konkurrenzvermeidung sein betrachten wir uns dafür nochmal den Löwen der Löwe
  16. steht mit vielen anderen Arten in Konkurrenz die ihm die Nahrung nach dem Erlegen seiner Beute streitig machen
  17. wollen beispielsweise die Geier trotzdem wird eine Konkurrenzsituation zwischen Löwe und Geier vermieden denn als
  18. Aasfresser fressen Geier auch noch später am Kadaver wohin gegen Löwen ihre Beute frisch verzehren in Bezug auf die
  19. Art und Weise des nahrungsverzehrs besetzen ja und Löwe unterschiedliche ökologische Nischen
  20. eine ökologische Nische kann definiert werden als die Gesamtheit aller abiotischen und biotischen Bedingungen
  21. die eine Art benötigt um zu überleben zu wachsen und sich vorzupflanzen schwierig sich jetzt konkret etwas unter
  22. einer ökologischen Nische vorzustellen da bin ich ganz ehrlich sämtliche Definitionen sind auch wirklich leider
  23. nicht gelungen ganz vereinfacht kann man sagen dass die ökologische Nische einer Art aussagt wo sie leben und überleben
  24. kann und wo nicht und zwar in dem sich angeguckt wird wie biotische Wechselwirkungen allen voran Konkurrenz
  25. festlegen welche Ausprägung einzelne abiotische Umweltfaktoren annehmen dürfen damit die jeweilige Art überlebt
  26. und damit langfristig existieren kann machen wir diesmal an einem Beispiel deutlich die Schwarz-Erle ist
  27. physiologisch in der Lage unter einem breiten Spektrum an Bedingungen existieren zu können sie kann breite
  28. Schwankungen der Bodenfeuchte tolerieren und sowohl auf Böden mit einer sehr hohen Bodenfeuchte als auch auf
  29. trockeneren Böden wachsen dieser theoretisch optimale nischenraum wird auch als fundamentalnische bezeichnet
  30. und wird auch häufig mit dem Begriff physiologische Potenz gleichgesetzt nur weil eine Art physiologisch in der Lage
  31. ist unter einem breiten Spektrum von Bedingungen zu existieren muss das nicht zwangsläufig heißen dass ihr
  32. tatsächliches Verbreitungsgebiet sämtliche dieser Bedingung auch abdeckt die eben angesprochene Schwarzerle
  33. besiedelt nasse bis sehr nasse Böden auch wenn sie theoretisch in der Lage ist weitaus trockenere Böden zu
  34. besiedeln die Konkurrenz mit anderen Baumarten wie zum Beispiel die Waldkiefer die Rotbuche
  35. oder die Stieleiche schränkt die Schwarz-Erle hinsichtlich dieser Ressource bzw abiotischen Faktors in
  36. ihrer Verbreitung ein in diesem Zusammenhang spricht man auch von der realen Nische welche festgelegt wird
  37. durch die Interaktion einer Art mit anderen Arten sie zeigt also das tatsächliche Verbreitungsgebiete wie ihr
  38. gerade erfahren habt sind die Begriffe fundamental und realnische eng gekoppelt an die Begriffe physiologische und
  39. ökologische Potenz das entsprechende Video dazu verlinke ich euch an dieser Stelle einmal
  40. auch wenn Organismen womöglich um begrenzte Verfügung stehen Ressourcen konkurrieren schaffen sie es durch
  41. konkurrenzvermeidung miteinander in qexistenz leben zu können weil sie Möglichkeiten entwickeln um die
  42. Ressource untereinander aufzutreiben zum Beispiel indem sie diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten an
  43. unterschiedlichen Orten oder auf unterschiedliche Weise in Anspruch nehmen wie der Fall des Nahrungserwerbs
  44. von Geier und Löwe zeigt obwohl Greifvögel und Eulenvögel beide Beutejäger sind und damit ein sehr
  45. ähnliches Nahrungsspektrum aufweisen wie zum Beispiel Mäuse und Singvögel reduzieren Sie den Konkurrenzdruck auf
  46. sich selbst indem sie zu unterschiedlichen Zeiten auf Beutejagd gehen während Greifvögel wie zum
  47. Beispiel der Mäusebussard oder Sperber primär tagsüber ihre Beute jagen sind die Eulenvögel nachtaktiv sie besetzen
  48. also unterschiedliche ökologische Nischen wichtig für euch zu merken ist um
  49. Konkurrenz zu vermeiden oder sie zumindest abzumildern ist die Ausbildung von ökologischen Nischen ein äußerst
  50. wirkungsvolle Methode unterschiedliche ökologische Nischen können auf vielfältige Weise entstehen
  51. zum Beispiel durch die Nutzung unterschiedlicher Nahrungsquellen unterschiedliche Aktivitätszeiten wie
  52. das Beispiel mit den Tag und Nachtjägern verdeutlicht unterschiedliche Jagdmethoden oder Jagdreviere
  53. verschiedene Bedürfnisse an abiotische Faktoren und so weiter den Vorgang der Spezialisierung einer Art auf eine
  54. bestimmte ökologische Nische bezeichnet man auch als einnischung oder wahlweise das Besetzen einer ökologischen
  55. Planstelle an dieser Stelle wird deutlich dass die ökologische Nische einer Art weniger als
  56. raumangabe oder Ohr zu verstehen ist in ein paar Beispielen bildet sich zwar eine ökologische Nische durch räumliche
  57. einnischung aus wenn zum Beispiel unterschiedliche Orte der Nahrungssuche in Anspruch genommen werden eine
  58. einnischung kann aber auch zeitlich oder funktionell erfolgen das Beispiel der unterschiedlichen jagdaktivitäten von
  59. Greifvögeln und eulenvögeln ist ein Beispiel für eine zeitliche einnischung die unterschiedliche Weise des
  60. Nahrungserwerbs von Geier und Löwe ist ein Beispiel einer funktionellen Einmischung bei allen Beispielen haben
  61. wir uns einen Umweltfaktor angeguckt und analysiert welche Ausprägungen dieser für eine Art annehmen darf damit diese
  62. existieren kann ihr wisst dass die ökologische Nische einer Art aber die Gesamtheit aller
  63. biotischen und abiotischen Umweltbedingungen die für die Existenz einer bestimmten Art wichtig sind
  64. bezeichnet um die ökologische Nische einer Art also definieren zu können macht man das was wir exemplarisch für
  65. einen Umweltfaktor gemacht haben für sämtliche relevante Umweltfaktoren welche Ausprägungen darf die Temperatur
  66. unter Einbezug von Konkurrenz ganz wichtig einnehmen damit eine Art existiert wo genau wird in einem Habitat
  67. Nahrung gesucht wie genau erfolgt die Nahrungssuche und welches Nahrungsspektrum deckt eine Art unter
  68. Einbezug von Konkurrenz ab an dieser Stelle muss man sich einmal vorstellen was es bedeuten würde wenn
  69. verschiedene Arten völlig übereinstimmende Lebensansprüche besessen beispielsweise das gleiche
  70. Nahrungsangebot beanspruchen gleiche Temperaturen tolerieren und zur selben Uhrzeit am Tag aktiv sind auf kurz oder
  71. lang könnten diese Arten nicht gemeinsam in einem Lebensraum existieren anders formuliert im Extremfall kann Konkurrenz
  72. zwischen Arten um eine gleiche womöglich knappe Ressource zu einem lokalen Aussterben des unterlegenen Konkurrenten
  73. führen dann nämlich wenn es der überlegenden Art gelingt eine andere Art effektiv von der Nutzung dieser
  74. bestimmten Ressource auszuschließen man spricht in diesem Zusammenhang deshalb auch vom konkurrenzausschlussprinzip
  75. ein solches Beispiel gibt es in Großbritannien mit den roten und den grauen Eichhörnchen als invasive aus
  76. Nordamerika eingeschleppte Art verdrängte das graue Eichhörnchen als Konkurrenz stärkere Art das rote
  77. Eichhörnchen als unterlegene Art so effektiv dass sich ihr Bestand stark dezimierte und ihr Verbreitungsgebiet
  78. deutlich einschränkte in der Natur ist das Konkurrenz Ausschlussprinzip eher die Ausnahme
  79. vielmehr wird der Konkurrenzdruck auf die Beteiligten Arten durch die Ausbildung verschiedener Nischen oder
  80. aber bei Nischen Überlappungen durch Nischen Differenzierung reduziert zum Beispiel indem die Beteiligten Arten die
  81. Ressource untereinander aufteilen und somit einander in Koexistenz leben können
  82. [Musik]

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