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Ökologische Nische einfach erklärt!

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  1. Die ökologische Nische beschreibt die Anforderungen an die Umwelt einer Tier oder Pflanzenart. In diesem Video
  2. erklären wir dir, wie die Lebewesen mit ihrer Umwelt wechselwirken. Unter einer ökologischen Nische kannst du dir die
  3. Lebensansprüche eines Lebewesens vorstellen. Du betrachtest also alle biotischen und abiotischen
  4. Umweltfaktoren, die ein Organismus zum Überleben, Ausbreiten und Fortpflanzen braucht. Zu den biotischen Faktoren
  5. zählen alle Lebewesen, die mit einem anderen Organismus wechselwirken, wie Fressfeinde, Beute und Konkurrenten.
  6. Biotische Umweltfaktoren sind unbelebte Bestandteile der Natur, wie die Temperatur, das Wetter und das Wasser
  7. vorkommen. Die ökologische Nische ist also kein Ort, wie z.B. das Biotop als Lebensraum der Organismen, sondern die
  8. Wechselwirkung und die Beziehung zwischen einem Lebewesen und seiner Umwelt.
  9. Eine solche ökologische Nische kannst du für jedes Lebewesen definieren. Dazu schaust du dir zum einen an, welche
  10. Charakteristiker und Ansprüche eine Art hat, also wie sie sich verhält und welche Lebensweisen sie hat. Ein Koala
  11. ist z.B. ein Einzelgänger, nachtaktiv und wohnt in Baumwüpfeln in Australien. Außerdem betrachtest du alle
  12. Umweltfaktoren, die das Lebewesen zum Überleben braucht und wie die Art diese nutzt.
  13. Der Koala rollt sich ein, wenn ihm die Außentemperatur zu kalt ist. Wenn es ihm zu heiß ist, dann streckt er alle
  14. Gliedmaßen von sich. Er braucht grundsätzlich kein Wasser, da er das über seine Nahrung die Eukalyptusblätter
  15. aufnimmt. Koalas haben keine arten übergreifenden Konkurrenten um ihr Futter, da nur sie den Eukalyptus
  16. verzehren. Nach diesem Vorgehen betrachtest du alle weiteren Umweltfaktoren, die diese Art betreffen,
  17. wie das Wetter oder Fressfeinde. Prima. Jetzt weißt du, was eine ökologische Nische ist und wie du sie
  18. für einzelne Lebewesen festlegst. Grundsätzlich unterscheidest du zwischen der fundamentalen und der realisierten
  19. ökologischen Nische. Unter der Fundamentalnische kannst du dir die optimalen Lebensbedingungen
  20. einer Art ohne interspezifische, also artenübergreifende Konkurrenz vorstellen.
  21. In der Realität hat natürlich jede Art Konkurrenten. Diese tatsächlichen Lebens- und Umweltbedingungen einer Art
  22. beschreibst du mit der Realnische. Sehr gut. Jetzt kennst du den Unterschied zwischen einer
  23. Fundamentalnische und einer Realnische. Aber was passiert, wenn sich die ökologischen Nischen zwei Arten
  24. überlappen? Dann stehen diese beiden Lebewesen automatisch in direkter Konkurrenz, da sich bei Tieren z.B.
  25. Ressourcen wie Nahrung und Lebensraum und bei Pflanzen Licht oder Wasser verringern. Das beeinträchtigt unter
  26. anderem die Überlebensfähigkeit, das Wachstum und die Fortpflanzungsrate dieser Lebewesen. Langfristig muss ich
  27. eine der beiden Arten anpassen und eine andere ökologische Nische suchen. Enten und Schwäne ernähren sich z.B. von
  28. Unterwasserpflanzen und Kleintieren. Ihre ökologischen Nischen überschneiden sich aber kaum. Sie haben sich im Laufe
  29. der Entwicklung so angepasst, dass sie in unterschiedlichen Bereichen des Sees nach Futter suchen.
  30. Im Zusammenhang mit der Nischenüberlappung wirst du auch oft von der ökologischen Planstelle hören.
  31. Darunter kannst du dir alle möglichen Kombinationen verschiedener biotischer und abbiotischer Umweltfaktoren, die
  32. unterschiedlichen Lebewesen zur Verfügung stehen, vorstellen. Schauen wir uns dazu gleich ein Beispiel
  33. an. Im Ökosystem Wald hast du drei mögliche Bereiche. Der eine Teil des Walls ist sehr schattig und kalt. Im
  34. nächsten Teil stehen die Bäume etwas weiter auseinander und die Sonne kommt besser durch. Hier ist es wärmer. Der
  35. dritte Teil sind Lichtungen, in denen es deutlich wärmer ist. Alle drei Bereiche sind potentielle Lebensräume für Hasen.
  36. Daraus ergeben sich jetzt drei ökologische Planstellen. Die erste mögliche Kombination ist der Lebensraum
  37. Wald, kühle Temperaturen und dadurch ein Hase mit dickem Fell. Die zweite mögliche Planstelle ist wieder der
  38. Lebensraumwald. mittlere Temperaturen und ein mitteldickes Fell. Als dritte Möglichkeit ergibt sich nochmals der
  39. Lebensraumwald, wärmere Temperaturen und ein Hase mit dünnerem Fell. Dieses Beispiel ist natürlich ziemlich
  40. vereinfacht. In der Realität musst du noch andere Umweltfaktoren, das Brutverhalten oder
  41. die Nahrung berücksichtigen. Du schaust dir an, wo und wie die verschiedenen Tiere ihre Nachwuchs großziehen und was
  42. die Lebewesen fressen. Wenn nun eine ökologische Planstelle von einem Lebewesen besetzt wird, dann wird sie
  43. zur ökologischen Nische. Diesen Prozess nennst du einnischung. Eine ökologische Nische ist kein Ort,
  44. sondern beschreibt die Beziehung und die Wechselwirkung zwischen einer Art und den abiotischen und biotischen
  45. Umweltfaktoren. Anhand dieser Kriterien kannst du für jeden Organismus eine ökologische Nische definieren. Du
  46. unterscheidest zwischen der Fundamentalnische und der Realne. Die Fundamentalnische betrachtet die idealen
  47. Lebensbedingungen in einer Art, die Realnische tatsächlichen. Ökologische Planstellen sind alle potenziell
  48. möglichen ökologischen Nischen. Dir hat das Video gefallen? Für mehr kostenlose Videos komm auf studs.de und
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