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Teilung des Römischen Reichs I Geschichte
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 60 Zeilen
- . In diesem Video erkläre ich kurz und knapp,
- wie aus dem Imperium Romanum zwei Reiche werden. Westrom und Ostrom.
- Zu Beginn des 3. Jh. macht das Imperium Romanum, das römische Kaiserreich, eine schwierige Zeit durch.
- Eine Krise jagt die nächste. Manchmal ist das Problem,
- dass dem einen oder anderen Kaiser einfach die Sicherungen durchbrennen. Das grundsätzliche Problem liegt aber woanders.
- Das Reich ist einfach so groß, dass es ist kaum zu kontrollieren ist. Die Grenze des Reiches ist immerhin 15.000 km lang.
- Mit der Zeit wird es immer schwieriger, diese lange Grenze zu verteidigen.
- Im Norden drängen die Germanen. Im Osten droht das Sassanidenreich.
- Von 235 an regieren die sogenannten Soldatenkaiser das Römische Reich. Wie der Name schon sagt, bauen sie ihre Macht auf die Soldaten.
- 235 erheben die römischen Soldaten einen ihrer Offiziere zum Kaiser und erschlagen ihren bisherigen Kaiser Severus Alexander.
- Übrigens in der Nähe von Mainz. Damit deutet sich schon an, dass es wenig gesittet zugeht.
- Schon bald herrscht ein ziemliches Durcheinander. Gleich mehrere, der weit voneinander stationierten Legionen,
- fangen jetzt an, neue Kaiser zu ernennen. All diese Kaiser machen sich gegenseitig Konkurrenz.
- Sie kämpfen gegeneinander. Erst als 284 Diokletian Kaiser wird, schaffte er es,
- das Reich wieder unter Kontrolle zu bringen und Reformen durchzusetzen. Unter anderem führt er die Tetrarchie ein.
- Das ist die Herrschaft von vier Kaisern. Zwei davon sind Seniorkaiser, Oberkaiser,
- sie bekommen den Beinamen Augustus. Die anderen sind Unterkaiser, Juniorkaiser,
- mit dem Beinamen Caesar. Diese vier teilen sich das Reich auf.
- Die Idee dahinter ist einfach: die ungeregelten Kaisererhebungen können verhindert werden,
- wenn ein Kaiser vor Ort nach dem Rechten sieht. Im Zeitalter der Römerstraßen und der laufenden Boten,
- kann das ein Kaiser nicht allein. Die Idee ist ganz schön,
- aber wenn zwei oder gleich vier Herrscher miteinander regieren, dann ist das natürlich auch nicht so einfach.
- Zum einen streiten die vier Kaiser untereinander. Und wenn ein Herrscher stirbt,
- dann gibt es u.a. Streit um die Nachfolge, denn jeder will mitreden. Nur unter Konstantin dem Großen, zwischen 324 und 337,
- gibt es einmal noch kurz einen Alleinherrscher. Nach ihm werden die Herrschafts- bereiche wieder aufgeteilt.
- Im Jahr 395 zerbricht an die Einheit des Römischen Reiches endgültig. Ab sofort gibt es ein Weströmisches Reich
- und ein Oströmisches Reich. Die Trennlinie verläuft ungefähr da, wo heute Montenegro liegt.
- Ich habe das jetzt nicht ganz richtig ausgedrückt: Das Römische Reich ist nie geteilt worden,
- nur die Herrschaft wird geteilt. Ein Reich, zwei Herrscher.
- Jeder Herrscher hat sein eigenes Gebiet, in dem er befehlen kann. Schauen wir uns zunächst den Westen.
- Hauptstadt dieses Reiches ist nicht mehr Rom, sondern zunächst Mailand, später Ravenna.
- Dieser Umzug von Mailand nach Ravenna hat taktische Gründe. Ravenna gilt als uneinnehmbar.
- Das ist wichtig, denn die germanischen Stämme drängen in das Weströmische Gebiet ein
- und nehmen dort ganze Landstriche in Besitz. Man spricht von der Völkerwanderung.
- Mit dem Begriff Völkerwanderung fasst man viele nebeneinander ablaufende Prozesse zusammen,
- die die Gesellschaft und die Staatenwelt von ganz Europa umgekrempelt.
- Als die Macht Roms bröckelt, versuchen etliche Kriegsherren einen möglichst großen Stück des Kuchens zu holen.
- Am Ende entstehen im westlichen Gebiet des Imperiums mehrere neue Reiche.
- Am bekanntesten sind die Reiche der Ost- und Westgoten und der Vandalen. Selbst Rom wird von Germanen erobert.
- Das Reich zerbricht während der Völkerwanderung. Die Wissenschaftler diskutieren darüber,
- wann Westrom endgültig unterging. Traditionellerweise sagt man 476
- mit der Absetzung des jungen Kaisers Romulus Augustus. Ostrom kann sich deutlich länger halten.
- Fast 1000 Jahre länger. Auch hier gibt es Einfälle fremder Völker,
- aber Ostrom ist viel stabiler als der westliche Reichsteil. Es verbindet die römische Tradition
- mit dem griechischen Erbe und dem Christentum. Die oströmischen Kaiser geben den Anspruch
- auf das weströmische Gebiet nie auf. Tatsächlich versucht Kaiser Justinian,
- der von 525 bis 567 oströmischer Kaiser ist, das alte Weltreich wiederherzustellen.
- Er erobert den Balkan, Italien, Nordafrika und Teile Spaniens zurück. Das alte Imperium kann er nicht auferstehen lassen.
- Die beiden Hälften des ehemaligen Römischen Reiches passen nicht mehr zusammen.
- Das merkt man vor allem an der Sprache. Latein tritt im Oströmischen Reich immer mehr in den Hintergrund
- und das Griechische nimmt den Platz als Amtssprache ein. Auch das Christentum, das in Rom und Konstantinopel gepflegt wird,
- entwickelt sich auseinander. Noch heute gibt es die griechisch-orthodoxen
- und die katholischen Christen. Das Oströmische Reich verändert sich so sehr,
- dass es auch in der Forschung einen anderen Namen bekommen hat. Das Byzantinische Reich.
- Das geht 1453 unter, als die Hauptstadt Byzanz, vorher Konstantinopel,
- von den Muslimen erobert wird. Das war es auch schon mit West- und Ostrom.
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- Euch vielen Dank fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal. Untertitel: ARD Text im Auftrag von Funk (2018)
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