Teilung des Römischen Reichs I Geschichte MrWissen2go Geschichte | Terra X https://www.youtube.com/watch?v=37vW5I4p6H0 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 . In diesem Video erkläre ich kurz und knapp, 0:02 wie aus dem Imperium Romanum zwei Reiche werden. Westrom und Ostrom. 0:10 Zu Beginn des 3. Jh. macht das Imperium Romanum, das römische Kaiserreich, eine schwierige Zeit durch. 0:16 Eine Krise jagt die nächste. Manchmal ist das Problem, 0:20 dass dem einen oder anderen Kaiser einfach die Sicherungen durchbrennen. Das grundsätzliche Problem liegt aber woanders. 0:26 Das Reich ist einfach so groß, dass es ist kaum zu kontrollieren ist. Die Grenze des Reiches ist immerhin 15.000 km lang. 0:34 Mit der Zeit wird es immer schwieriger, diese lange Grenze zu verteidigen. 0:38 Im Norden drängen die Germanen. Im Osten droht das Sassanidenreich. 0:43 Von 235 an regieren die sogenannten Soldatenkaiser das Römische Reich. Wie der Name schon sagt, bauen sie ihre Macht auf die Soldaten. 0:51 235 erheben die römischen Soldaten einen ihrer Offiziere zum Kaiser und erschlagen ihren bisherigen Kaiser Severus Alexander. 1:00 Übrigens in der Nähe von Mainz. Damit deutet sich schon an, dass es wenig gesittet zugeht. 1:06 Schon bald herrscht ein ziemliches Durcheinander. Gleich mehrere, der weit voneinander stationierten Legionen, 1:13 fangen jetzt an, neue Kaiser zu ernennen. All diese Kaiser machen sich gegenseitig Konkurrenz. 1:18 Sie kämpfen gegeneinander. Erst als 284 Diokletian Kaiser wird, schaffte er es, 1:24 das Reich wieder unter Kontrolle zu bringen und Reformen durchzusetzen. Unter anderem führt er die Tetrarchie ein. 1:30 Das ist die Herrschaft von vier Kaisern. Zwei davon sind Seniorkaiser, Oberkaiser, 1:36 sie bekommen den Beinamen Augustus. Die anderen sind Unterkaiser, Juniorkaiser, 1:42 mit dem Beinamen Caesar. Diese vier teilen sich das Reich auf. 1:47 Die Idee dahinter ist einfach: die ungeregelten Kaisererhebungen können verhindert werden, 1:52 wenn ein Kaiser vor Ort nach dem Rechten sieht. Im Zeitalter der Römerstraßen und der laufenden Boten, 1:59 kann das ein Kaiser nicht allein. Die Idee ist ganz schön, 2:02 aber wenn zwei oder gleich vier Herrscher miteinander regieren, dann ist das natürlich auch nicht so einfach. 2:07 Zum einen streiten die vier Kaiser untereinander. Und wenn ein Herrscher stirbt, 2:13 dann gibt es u.a. Streit um die Nachfolge, denn jeder will mitreden. Nur unter Konstantin dem Großen, zwischen 324 und 337, 2:21 gibt es einmal noch kurz einen Alleinherrscher. Nach ihm werden die Herrschafts- bereiche wieder aufgeteilt. 2:27 Im Jahr 395 zerbricht an die Einheit des Römischen Reiches endgültig. Ab sofort gibt es ein Weströmisches Reich 2:34 und ein Oströmisches Reich. Die Trennlinie verläuft ungefähr da, wo heute Montenegro liegt. 2:39 Ich habe das jetzt nicht ganz richtig ausgedrückt: Das Römische Reich ist nie geteilt worden, 2:44 nur die Herrschaft wird geteilt. Ein Reich, zwei Herrscher. 2:48 Jeder Herrscher hat sein eigenes Gebiet, in dem er befehlen kann. Schauen wir uns zunächst den Westen. 2:54 Hauptstadt dieses Reiches ist nicht mehr Rom, sondern zunächst Mailand, später Ravenna. 2:59 Dieser Umzug von Mailand nach Ravenna hat taktische Gründe. Ravenna gilt als uneinnehmbar. 3:04 Das ist wichtig, denn die germanischen Stämme drängen in das Weströmische Gebiet ein 3:09 und nehmen dort ganze Landstriche in Besitz. Man spricht von der Völkerwanderung. 3:13 Mit dem Begriff Völkerwanderung fasst man viele nebeneinander ablaufende Prozesse zusammen, 3:18 die die Gesellschaft und die Staatenwelt von ganz Europa umgekrempelt. 3:22 Als die Macht Roms bröckelt, versuchen etliche Kriegsherren einen möglichst großen Stück des Kuchens zu holen. 3:30 Am Ende entstehen im westlichen Gebiet des Imperiums mehrere neue Reiche. 3:35 Am bekanntesten sind die Reiche der Ost- und Westgoten und der Vandalen. Selbst Rom wird von Germanen erobert. 3:42 Das Reich zerbricht während der Völkerwanderung. Die Wissenschaftler diskutieren darüber, 3:47 wann Westrom endgültig unterging. Traditionellerweise sagt man 476 3:52 mit der Absetzung des jungen Kaisers Romulus Augustus. Ostrom kann sich deutlich länger halten. 3:58 Fast 1000 Jahre länger. Auch hier gibt es Einfälle fremder Völker, 4:03 aber Ostrom ist viel stabiler als der westliche Reichsteil. Es verbindet die römische Tradition 4:09 mit dem griechischen Erbe und dem Christentum. Die oströmischen Kaiser geben den Anspruch 4:14 auf das weströmische Gebiet nie auf. Tatsächlich versucht Kaiser Justinian, 4:20 der von 525 bis 567 oströmischer Kaiser ist, das alte Weltreich wiederherzustellen. 4:27 Er erobert den Balkan, Italien, Nordafrika und Teile Spaniens zurück. Das alte Imperium kann er nicht auferstehen lassen. 4:35 Die beiden Hälften des ehemaligen Römischen Reiches passen nicht mehr zusammen. 4:40 Das merkt man vor allem an der Sprache. Latein tritt im Oströmischen Reich immer mehr in den Hintergrund 4:45 und das Griechische nimmt den Platz als Amtssprache ein. Auch das Christentum, das in Rom und Konstantinopel gepflegt wird, 4:52 entwickelt sich auseinander. Noch heute gibt es die griechisch-orthodoxen 4:56 und die katholischen Christen. Das Oströmische Reich verändert sich so sehr, 5:00 dass es auch in der Forschung einen anderen Namen bekommen hat. Das Byzantinische Reich. 5:05 Das geht 1453 unter, als die Hauptstadt Byzanz, vorher Konstantinopel, 5:10 von den Muslimen erobert wird. Das war es auch schon mit West- und Ostrom. 5:16 Wenn ihr mehr wissen wollt über die antike Geschichte und allgemein über die Geschichte Europas und Deutschlands, 5:22 dann seid ihr auf diesem Kanal genau richtig. Abonniert ihn einfach, dann verpasst ihr kein Video mehr. 5:27 Wenn ihr Fragen habt, dann postet sie sehr gerne in die Kommentare, wir kümmern uns dann darum. 5:31 Euch vielen Dank fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal. Untertitel: ARD Text im Auftrag von Funk (2018)