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Physik · Klasse 12–13 · aktualisiert

Wellenfunktion in der Quantenphysik verstehen

Lerne, wie Wellenfunktion, Betragsquadrat, Normierung und Superposition Messwahrscheinlichkeiten beschreiben.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Wellenfunktion in der Quantenphysik verstehen

Kurz gesagt

Die quantenmechanische Wellenfunktion \psi beschreibt einen Zustand, keine messbare Stoffauslenkung. Im Ortsraum liefert |\psi(x,t)|^2 die Wahrscheinlichkeitsdichte. Erst das Integral über einen Bereich ergibt die Wahrscheinlichkeit, dort ein Teilchen nachzuweisen.

Die quantenmechanische Wellenfunktion \psi beschreibt den Zustand eines Quantensystems. Sie ist im Allgemeinen komplexwertig und nicht direkt messbar. Für Ortsmessungen erhältst du Wahrscheinlichkeiten aus ihrem Betragsquadrat. Auf dieser Seite lernst du außerdem, warum \psi keine gewöhnliche, im Raum schwingende Stoffwelle ist.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Das Wort Wellenfunktion wird in zwei Zusammenhängen verwendet. Eine klassische mechanische Welle kann durch eine reelle Funktion beschrieben werden:

y(x,t)=\hat y\sin\phi

\phi=2\pi\left(\frac{t}{T}-\frac{x}{\lambda}\right)

Dabei ist y(x,t) die messbare Auslenkung am Ort x zur Zeit t. \hat y ist die Amplitude, T die Periodendauer, \lambda die Wellenlänge und \phi die Phase. Das Minuszeichen kennzeichnet hier die Ausbreitung in positive x-Richtung.

Bei der klassischen Seilwelle beschreibt die Funktion eine wirkliche Auslenkung. In der Quantenmechanik liefert \psi Vorhersagen über mögliche Messergebnisse. Die Bezeichnung „Welle“ bleibt sinnvoll: Wellenfunktionen besitzen Phasen, können überlagert werden und ermöglichen Interferenz.

Definition

Quantenmechanische Wellenfunktion

Die quantenmechanische Wellenfunktion \psi ist eine mathematische Darstellung des Zustands eines Quantensystems. Sie ist meist komplexwertig und keine direkt messbare Auslenkung.

Merke: Eine klassische Wellenfunktion beschreibt eine messbare Schwingungsgröße. Die quantenmechanische Wellenfunktion beschreibt einen Zustand und darf nicht als schwingender Stoff oder als feste Teilchenbahn gelesen werden.

Teste dich

LeichtWelche Aussage beschreibt die quantenmechanische Wellenfunktion richtig?

Alles auf einen Blick

Wellenfunktion

  • Klassisch

    messbare Auslenkung

  • Quantenmechanisch

    Zustandsdarstellung

  • Ortsmessung

    Betragsquadrat als Dichte

  • Normierung

    Gesamtwahrscheinlichkeit 1

  • Superposition

    Amplituden vor dem Quadrieren addieren

  • Entwicklung

    Schrödinger-Gleichung und Orts-Impuls-Darstellungen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Zwei mögliche Messergebnisse

  1. 1Ein normierter Zustand hat für zwei einander ausschließende Ergebnisse die reellen Amplituden c_A=5/13 und c_B=12/13.
  2. 2Bilde zuerst die Betragsquadrate:
  3. 3P(A)=|c_A|^2=25/169
  4. 4P(B)=|c_B|^2=144/169
  5. 5Prüfe die Normierung: 25/169+144/169=169/169=1.
  6. 6Ergebnis A hat die Wahrscheinlichkeit 25/169, Ergebnis B die Wahrscheinlichkeit 144/169.

Fehler finden

Fehler finden: Amplitude und Wahrscheinlichkeit In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die Funktion \psi beschreibt den . Im Ortsraum ist |\psi|^2 eine . Ein einzelner Nachweis ist ein .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Wellenfunktion

LeichtWas ist im Ortsraum unmittelbar als Wahrscheinlichkeitsdichte deutbar?
MittelWelche Rechnung ist die allgemeine Normierungsbedingung für genau zwei einander ausschließende Ergebnisse?
SchwerZwei kohärente Beiträge ohne Weginformation erreichen denselben Detektorbereich. Welcher Weg berücksichtigt mögliche Interferenz korrekt?

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