Zum Inhalt springen
L

Physik · Klasse 12–13 · aktualisiert

Welle-Teilchen-Dualismus einfach erklärt

Du verbindest einzelne Quantentreffer mit Interferenzmustern und berechnest Materiewellenlängen.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Welle-Teilchen-Dualismus einfach erklärt

Kurz gesagt

Quantenobjekte wie Photonen und Elektronen zeigen je nach Anordnung Wellen- und Teilchenaspekte: Einzelne Treffer sind lokal, ihre Verteilung kann interferieren. Ihre de-Broglie-Wellenlänge beträgt \lambda=h/p; bei größerem Impuls wird sie kleiner.

Quantenobjekte wie Photonen und Elektronen sind weder klassische Wellen noch klassische Teilchen. Je nach Versuch zeigen sie jedoch wellentypische Interferenz oder teilchentypische, einzelne Treffer. Der Welle-Teilchen-Dualismus beschreibt diese ergänzenden Beobachtungen; die Quantenphysik verbindet sie in einer übergeordneten Beschreibung.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Eine klassische Welle breitet sich räumlich aus und kann mit anderen Wellen interferieren. Ein klassisches Teilchen ist zu einem Zeitpunkt an einem bestimmten Ort und hinterlässt einen lokalen Treffer.

Welche Beobachtungen möglich sind, hängt von der Messanordnung ab. Am Doppelspalt kann die Verteilung vieler Treffer Interferenz zeigen, während jeder einzelne Nachweis lokal bleibt. Das Quantenobjekt wechselt deshalb nicht heimlich zwischen zwei vollständigen klassischen Zuständen.

Definition

Quantenobjekt

Ein Quantenobjekt ist ein Objekt der Quantenphysik, zum Beispiel ein Photon oder Elektron. Klassische Begriffe beschreiben jeweils nur bestimmte Beobachtungen an ihm, nicht seine vollständige Natur.

Merke: „Welle“ und „Teilchen“ sind nützliche Modelle für Beobachtungen. Das Quantenobjekt selbst ist nicht beides im klassischen Sinn.

Teste dich

LeichtWelche Aussage trifft den Welle-Teilchen-Dualismus am besten?

Alles auf einen Blick

Welle-Teilchen-Dualismus

  • Beobachtung

    Ein Treffer ist lokal; viele Treffer können ein Interferenzmuster bilden.

  • Beschreibung

    Das Betragsquadrat der Ortswellenfunktion gibt die Wahrscheinlichkeitsdichte für Trefferorte an.

  • Materiewelle

    Für die de-Broglie-Wellenlänge gilt \lambda=h/p; größerer Impuls verkleinert sie.

  • Grenzen

    Weginformation und Dekohärenz können direkte Interferenz unterdrücken.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Materiewellenlänge aus dem Impuls

  1. 1Ein Quantenobjekt hat den Impuls p=3{,}3\cdot10^{-24}\,\mathrm{kg\,m/s}. Verwende h\approx6{,}626\cdot10^{-34}\,\mathrm{J\,s}.
  2. 2Setze mit Einheiten ein: \lambda\approx\frac{6{,}626\cdot10^{-34}\,\mathrm{J\,s}}{3{,}3\cdot10^{-24}\,\mathrm{kg\,m/s}} \lambda\approx2{,}0\cdot10^{-10}\,\mathrm{m}
  3. 3Umrechnen ergibt \lambda\approx0{,}20\,\mathrm{nm}. Zwei signifikante Stellen folgen aus dem gegebenen Impuls.
  4. 4Verdoppelt sich der Impuls unter sonst gleichen Bedingungen, halbiert sich diese Wellenlänge.

Fehler finden

Impuls aus einer Wellenlänge bestimmen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein einzelner Nachweis ist . Viele Nachweise ergeben eine . Die Wellenfunktion selbst ist ; ihr Betragsquadrat beschreibt die Wahrscheinlichkeitsdichte.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Welle-Teilchen-Dualismus

LeichtWelche Beobachtung ist der Wellenaspekt eines Elektronen-Doppelspaltversuchs?
MittelDer Impuls eines Quantenobjekts wird verdoppelt. Was geschieht mit seiner de-Broglie-Wellenlänge?
SchwerEin Versuch registriert einzelne Elektronen und zeigt nach vielen Treffern ein Interferenzmuster. Welche Deutung ist fachlich angemessen?

Weiterlesen in Physik