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Physik · Klasse 12–13 · aktualisiert

Koinzidenzmethode: Signale zeitlich zuordnen

Mit Triggern und Zeitfenstern passende Detektorsignale auswählen und Zufallstreffer beurteilen.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Koinzidenzmethode: Signale zeitlich zuordnen

Kurz gesagt

Die Koinzidenzmethode vergleicht Signale ausgewählter Detektoren in einem festgelegten Zeitfenster. Ein Trigger kann dieses Fenster öffnen. Ein gemeinsamer Treffer ist eine Koinzidenz, beweist allein aber noch keinen gemeinsamen Ursprung.

Bei der Koinzidenzmethode werden Detektorsignale zeitlich zugeordnet, wenn sie innerhalb eines festgelegten kurzen Zeitfensters registriert werden. So kannst du korrelierte Ereignisse auswählen, störende Signale teilweise aussortieren und auch das Ausbleiben erwarteter Mehrfachsignale untersuchen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Ein Detektor wandelt ein registriertes Teilchen oder Photon in ein elektrisches Signal um. Bei der Koinzidenzmethode werden mindestens zwei solcher Signalkanäle zeitlich miteinander verglichen. Das Zeitfenster entscheidet, welche Signale als gleichzeitig gelten. Es muss zu den Laufzeiten und zur Zeitauflösung von Detektoren und Elektronik passen.

Definition

Koinzidenz

Eine Koinzidenz liegt vor, wenn die ausgewählten Detektoren innerhalb desselben festgelegten Zeitfensters ansprechen. Die Signale müssen dafür nicht am selben Ort entstehen.

Merke: Koinzident bedeutet nicht „zu exakt demselben Zeitpunkt“, sondern „innerhalb des vereinbarten kurzen Zeitfensters“.

Teste dich

LeichtWann zählt eine Schaltung zwei Detektorsignale als koinzident?

Alles auf einen Blick

Koinzidenzmethode

  • Zeitfenster

    Signale ausgewählter Kanäle zeitlich zuordnen

  • Trigger

    Öffnet das Fenster für mögliche Partnersignale

  • Zufallstreffer

    Unabhängige Signale können im selben Fenster liegen

  • Antikoinzidenz

    Gemeinsame Ausgangssignale sind gegenüber einer Vergleichserwartung unterdrückt

  • Richtung

    Geometrie und Zeitbedingung wählen Teilchenbahnen aus

  • Messgrenzen

    Untergrund und Effizienz in die Beurteilung einbeziehen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Ein Zeitfenster auswerten

  1. 1Alle Laufzeitunterschiede sind bereits ausgeglichen. Ein Trigger kommt bei 12 ns. Das Fenster reicht von 0 ns bis einschließlich 10 ns danach.
  2. 2Für das Signal bei 20 ns gilt 20\,\mathrm{ns}-12\,\mathrm{ns}=8\,\mathrm{ns}: Es liegt im Fenster und zählt.
  3. 3Für das Signal bei 25 ns gilt 25\,\mathrm{ns}-12\,\mathrm{ns}=13\,\mathrm{ns}: Es liegt außerhalb und wird verworfen.
  4. 4Die Zeitzuordnung beweist allein noch keinen gemeinsamen physikalischen Ursprung.

Fehler finden

Signale einem Trigger zuordnen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein öffnet das Zeitfenster. Zwei Signale ausgewählter Kanäle im Fenster bilden eine . Unabhängige Signale können eine erzeugen. Das unterdrückte gemeinsame Ansprechen zweier Ausgangsdetektoren heißt Antikoinzidenz.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Koinzidenzmethode

LeichtWas ist das entscheidende Merkmal einer Koinzidenz?
MittelEin Trigger öffnet das Zeitfenster, doch kein Ausgangsdetektor spricht an. Was darfst du daraus folgern?
SchwerIn einer neuen Messung treten viele Trigger-Ausgangs-Koinzidenzen und wenige gemeinsame Signale beider Ausgänge auf. Welche Beurteilung ist angemessen?

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