Mathematik · Klasse 7 · aktualisiert
Terme verstehen, berechnen und vereinfachen
Terme sind Rechenausdrücke aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen. Du lernst, Terme zu erkennen, Termwerte zu berechnen und Terme zu vereinfachen.
0 von 10 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Ein Term ist ein sinnvoller Rechenausdruck aus Zahlen, Variablen, Rechenzeichen und Klammern, zum Beispiel 3x+1. Er enthält kein Gleichheitszeichen: 3x+1=13 ist schon eine Gleichung. Setzt du für x eine Zahl ein, erhältst du den Termwert, für x=4 also 3\cdot4+1=13.
Ein Term ist ein mathematisch sinnvoller Rechenausdruck aus Zahlen, Variablen, Rechenzeichen und Klammern. Ein Term enthält kein Relationszeichen wie =, < oder >; mit einem Gleichheitszeichen verbundene Terme bilden eine Gleichung. Hier lernst du, Terme zu erkennen, ihre Werte zu berechnen und sie regelgerecht zu vereinfachen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Beispiele für Terme sind 7, x, 3+x und 25-(x+7). Dagegen ist 5+x=12 eine Gleichung: Links und rechts vom Gleichheitszeichen stehen jeweils Terme, dazwischen wird ihre Gleichheit behauptet. 4+ ist kein Term, weil der Rechenausdruck unvollständig ist. Auch zwei Rechenzeichen direkt hintereinander oder eine schließende Klammer ohne passende öffnende Klammer ergeben keinen sinnvoll gebildeten Term. Eine Division durch 0 ist nicht definiert. Deshalb ist ein Ausdruck mit 0 als Divisor nicht zulässig. Der Term 0:15 ist dagegen erlaubt und hat den Wert 0.
Definition
Term
Ein Term ist eine vollständige, mathematisch sinnvolle Zeichenfolge. Er kann Zahlen, Variablen, Rechenzeichen und Klammern enthalten. Auch eine einzelne Zahl oder Variable ist ein Term.
Beispiel: Beine im Zoo als Term
- 1e Elefanten, g Giraffen und s Strauße
- 2Beine: 4e+4g+2s
- 3Jedes Produkt: Anzahl der Tiere mal Beine pro Tier
- 44e und 4g darfst du nicht zusammenfassen, weil ihre Variablen verschieden sind.
Teste dich
Ein Term ohne Variable hat einen festen Zahlenwert. In einem Term mit Variable setzt du zuerst einen vorgegebenen Wert für die Variable ein. Der dadurch entstehende Zahlenwert heißt Termwert. Rechne in dieser Reihenfolge: Klammern, Potenzen, Multiplikation und Division, dann Addition und Subtraktion.
Beispiel: Termwerte berechnen
- 1Punkt vor Strich: 2+3\cdot4=2+12=14
- 23x+1 für x=4: 3\cdot4+1=12+1=13
- 3Der Termwert ist 13.
Merke: Klammer vor Potenz vor Punkt vor Strich. Einsetzen ändert diese Reihenfolge nicht.
Teste dich
In 4x heißt 4 Koeffizient. Das ist die Zahl vor dem Variablenteil. Gleichartige Terme besitzen denselben Variablenteil einschließlich aller Exponenten. Deshalb sind 4x und 2x gleichartig, aber x und x^2 nicht. Beim Addieren oder Subtrahieren gleichartiger Terme rechnest du nur mit den Koeffizienten. Der gemeinsame Variablenteil bleibt erhalten. Bei einer Multiplikation rechnest du Zahlenfaktoren miteinander und Variablenfaktoren miteinander: 4\cdot3\cdot x\cdot y=12xy 4\cdot3\cdot x\cdot x=12x^2 Für Potenzen derselben Basis gilt beim Multiplizieren: Die Exponenten werden addiert, zum Beispiel x^2\cdot x^3=x^5. Eine Plusklammer kannst du ohne Änderung weglassen: 25+(x+7)=25+x+7=32+x Bei einer Minusklammer wechseln alle Vorzeichen in der Klammer. Das Minus wirkt wie der Faktor -1: 25-(x+7)=25-x-7=18-x Steht ein anderer Faktor vor der Klammer, nutzt du das Distributivgesetz: Multipliziere jedes Klammerglied mit dem äußeren Faktor.
Beispiel: Gleichartige Terme zusammenfassen
- 14+4x+2x+6=(4+6)+(4x+2x)=10+6x
- 2Zahlen zu Zahlen, x-Terme zu x-Termen
- 310 und 6x bleiben getrennt.
- 49x^3-11x^3=-2x^3
Beispiel: Klammern mit Faktor auflösen
- 125+3(x+7)=25+3x+21=46+3x
- 225-3(x+7)=25-3x-21=4-3x
- 3Auch die 7 wird mit dem äußeren Faktor multipliziert.
Merke: Markiere gedanklich jedes Glied in der Klammer. Der äußere Faktor muss auf jedes Glied verteilt werden.
Teste dich
Zwei Terme sind gleichwertig, wenn sie für jeden zulässigen Variablenwert denselben Wert besitzen. So sind 3+x und x+3 gleichwertig, weil die Reihenfolge bei einer Addition vertauscht werden darf. Einsetzen eignet sich als Kontrolle: Unterschiedliche Ergebnisse für nur einen Wert beweisen, dass zwei Terme nicht gleichwertig sind. Gleiche Ergebnisse für einige ausgewählte Werte sind dagegen noch kein allgemeiner Beweis. Eine regelgerechte Umformung, etwa mit dem Distributivgesetz, zeigt die Gleichwertigkeit für alle zulässigen Werte.
Beispiel: Gleichwertig oder nicht?
- 12(x+3) und 2x+6 für x=1: 2\cdot(1+3)=8 und 2\cdot1+6=8
- 2Ein gleicher Wert ist noch kein Beweis.
- 3Distributivgesetz: 2(x+3)=2x+6 für jedes x, also gleichwertig
- 42(x+3) und 2x+3 für x=0: 6 und 3, also nicht gleichwertig
Teste dich
Alles auf einen Blick
Terme
Erkennen
sinnvoll und vollständig; ohne Relationszeichen
Berechnen
Werte einsetzen; Rechenreihenfolge beachten
Vereinfachen
gleichartige Terme zusammenfassen; Klammern vollständig auflösen
Prüfen
regelgerecht umformen; durch Einsetzen kontrollieren
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Einen Term vereinfachen und durch Einsetzen prüfen
- 13(x+2)-x+4=3x+6-x+4
- 23x+6-x+4=2x+10
- 3Probe mit x=1: 3\cdot(1+2)-1+4=12
- 42\cdot1+10=12, beide Werte stimmen überein.
Fehler finden
12-(2x-5)+x vereinfachen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 2Vor der Klammer steht ein Minus, also wechseln beide Vorzeichen: -(2x-5)=-2x+5. Richtig ist 12-2x+5+x=17-x.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Ein Term enthält Gleichheitszeichen. Beim Berechnen gilt Punkt vor . Bei einer Minusklammer wechseln in der Klammer.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback