Mathematik · Klasse 7 · aktualisiert
Variable in Mathematik: Bedeutung und Rechnen
Eine Variable steht für einen Wert, der unbekannt, frei wählbar oder veränderlich sein kann. Du lernst Einsetzen, Zusammenfassen und Zusammenhänge.
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Kurz gesagt
Eine Variable ist ein Zeichen, meist ein Buchstabe wie x, das in einem Term, einer Gleichung oder einer Formel für einen Wert steht. Setzt du einen Wert ein, ersetzt du jede Stelle der Variablen durch diese Zahl: Für x=5 wird 2x+4 zu 2\cdot5+4=14.
Eine Variable ist ein Zeichen – meistens ein Buchstabe –, das in einem mathematischen Ausdruck einen Wert oder ein Objekt bezeichnet. Je nach Zusammenhang kann dieser Wert unbekannt, frei wählbar, veränderlich oder für eine Rechnung festgehalten sein. Deshalb ist „Platzhalter“ ein guter Einstieg, aber nicht die ganze Bedeutung.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Stell dir die Gleichung x+2=5 vor. Hier steht x für eine unbekannte, aber feste Zahl. Nur x=3 macht die Gleichung wahr. Eine Variable muss also nicht immer „veränderlich“ sein: In 3x=12 ist x unbekannt, aber innerhalb dieser Gleichung fest. In der Rechteckformel U=2a+2b können a und b verschiedene Seitenlängen annehmen. In y=2+x hängt der Wert von y davon ab, welchen Wert du für x einsetzt. Wenn dieselbe Variable mehrmals vorkommt, setzt du an jeder Stelle denselben Wert ein. Für x=4 wird aus x+x daher 4+4 und nicht etwa 4+5.
Definition
Variable
Eine Variable ist ein Zeichen, das in einem mathematischen Zusammenhang für einen Wert oder ein Objekt steht. Häufig verwendet man Buchstaben wie x, y, a oder b. Welche Werte erlaubt sind und welche Rolle der Buchstabe hat, entscheidet der Zusammenhang.
Definition
Konstante
Eine Konstante ist ein fester Wert. In x+2=5 sind 2 und 5 Konstanten. Aber nicht jeder Buchstabe ist automatisch eine Variable: \pi bezeichnet eine feste Zahl, und \mathrm{cm} ist eine Einheit. Der Kontext entscheidet.
Merke: Eine Variable ist mehr als eine leere Schachtel: Sie kann eine unbekannte Zahl, eine veränderliche Größe oder einen allgemein gemeinten Wert bezeichnen.
Teste dich
Ein Term ist ein Rechenausdruck aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen, zum Beispiel 2x+4. Ein Term hat keinen Wahrheitswert wie eine Gleichung. Du kannst ihn vereinfachen oder durch Einsetzen auswerten. Steht eine Zahl direkt vor einer Variablen, ist Multiplikation gemeint: 2x=2\cdot x Beim Einsetzen setzt du einen negativen Wert am besten in Klammern. Für x=-2 wird aus x^2 der Ausdruck (-2)^2=4. So bleibt sichtbar, dass der ganze Wert quadriert wird. Einsetzen dient auch als Probe. Bei 3x+2x=5x kannst du zum Beispiel x=3 wählen: 3\cdot3+2\cdot3=9+6=15 und 5\cdot3=15. Beide Seiten liefern denselben Wert. Eine einzelne Probe kann einen Fehler entdecken. Sie beweist aber nicht für alle möglichen Werte, dass zwei Terme immer gleich sind.
Beispiel: Termwert von 2x+4 für x=5
- 12\cdot5+4
- 2=10+4
- 3=14
- 4Der Termwert für x=5 ist 14.
Teste dich
In 3x heißt die Zahl 3 Koeffizient. Sie gibt an, wie oft x addiert wird. Gleichartige Glieder haben denselben Variablenteil: Variable und Exponent stimmen überein. Dagegen sind x und x^2 nicht gleichartig. Es gilt x^2=x\cdot x; das ist nicht dasselbe wie x. Deshalb lässt sich 4x+2x^2 nicht weiter zusammenfassen. Auch 3x+5y bleibt stehen, weil x und y verschiedene Variablen sind. Bei einer Multiplikation gilt eine andere Regel. Potenzen mit derselben Basis werden multipliziert, indem du die Exponenten addierst: x^2\cdot x^3=x^{2+3}=x^5. Der Grund wird sichtbar, wenn du die Faktoren ausschreibst: Zwei Faktoren x und drei weitere Faktoren x ergeben zusammen fünf Faktoren x.
Beispiel: Gleichartige Glieder zusammenfassen
- 13x+2x=(3+2)x=5x
- 27x^2+3x^2=10x^2, denn beide Glieder enthalten genau x^2
- 34x+2x^2 bleibt stehen: x und x^2 sind nicht gleichartig
Merke: Bei einer Summe brauchst du gleichartige Glieder. Bei einem Produkt gleicher Potenzen addierst du die Exponenten. Verwechsle diese Regeln nicht.
Teste dich
Eine Gleichung verbindet zwei Terme mit einem Gleichheitszeichen. Sie kann nach einem unbekannten Wert fragen, etwa x+2=5. Sie kann aber auch einen allgemeinen Zusammenhang beschreiben. In y=2+x kannst du x wählen und daraus y berechnen. Für x=4 gilt y=2+4=6. In dieser Betrachtung ist x die unabhängige Variable und y die abhängige Variable. Eine besondere Rolle spielt ein Parameter: ein Wert, der in einer allgemeinen Form vorkommt, aber für eine bestimmte Betrachtung festgehalten wird. In y=mx+b kann sich x verändern, während m und b für eine ausgewählte Gerade fest sind. Andere Werte für m oder b beschreiben eine andere Gerade. Die Rolle eines Buchstabens ist deshalb nicht für immer festgelegt. Sie ergibt sich aus der Frage, die du gerade untersuchst.
Beispiel: Umfang eines Rechtecks mit a=4\,\mathrm{cm} und b=2\,\mathrm{cm}
- 1U=2a+2b
- 2U=2\cdot4\,\mathrm{cm}+2\cdot2\,\mathrm{cm}
- 3U=8\,\mathrm{cm}+4\,\mathrm{cm}=12\,\mathrm{cm}
- 4Die Einheit gehört zum Ergebnis dazu.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Variable
Bedeutung
unbekannt, veränderlich oder allgemein
Belegung
überall denselben Wert einsetzen
Term
auswerten oder vereinfachen
Gleichung
Wahrheitswert oder Zusammenhang prüfen
Rechnen
nur gleichartige Glieder additiv zusammenfassen
Abhängigkeit
eine Größe bestimmt eine andere
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Termwert von 3x^2-2x+1 für x=-2
- 13\cdot(-2)^2-2\cdot(-2)+1
- 2=3\cdot4+4+1
- 3=12+4+1
- 4=17
Fehler finden
Termwert von x^2+2x für x=-3 In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 2Die negative Zahl gehört in Klammern: (-3)^2+2\cdot(-3)=9-6=3. Ohne Klammern wird nur die 3 quadriert.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Im Term 5x+2 bedeutet 5x dasselbe wie . Für x=3 wird daraus . Der Termwert ist .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback