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Mathematik · Klasse 12–13 · aktualisiert

Schnittgerade zweier Ebenen berechnen

Zwei Ebenen schneiden sich, wenn ihre Normalenvektoren nicht parallel sind. Du lernst, die Schnittgerade zu berechnen und zu prüfen.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Schnittgerade zweier Ebenen berechnen

Kurz gesagt

Die Schnittgerade zweier Ebenen besteht aus allen Punkten, die beide Ebenengleichungen erfüllen. Es gibt sie genau dann, wenn die Normalenvektoren nicht parallel sind. Du löst das Gleichungssystem, wählst eine Variable als Parameter, etwa y=\lambda, und schreibst \vec x=\vec p+\lambda\vec u.

Zwei nicht parallele Ebenen schneiden sich in einer Geraden. Um diese Schnittgerade zu bestimmen, löst du beide Ebenengleichungen gleichzeitig. Eine Variable bleibt frei und wird zum Parameter der Geraden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Eine Ebene in Koordinatenform hat die Gestalt E: ax+by+cz=d. Der Vektor \vec n=(a,b,c)^T steht senkrecht auf der Ebene und heißt Normalenvektor. Für zwei Ebenen gibt es drei mögliche Lagebeziehungen: Sind die Normalenvektoren nicht parallel, schneiden sich die Ebenen in genau einer Geraden. Sind die Normalenvektoren parallel und die vollständigen Ebenengleichungen Vielfache voneinander, sind die Ebenen identisch. Sind nur die Normalenvektoren parallel, nicht aber die vollständigen Gleichungen, sind die Ebenen echt parallel und haben keinen gemeinsamen Punkt.

Merke: Eine Schnittgerade gibt es genau dann, wenn die Normalenvektoren nicht parallel sind.

Teste dich

LeichtDie Normalenvektoren zweier Ebenen sind nicht parallel. Welche Lage haben die Ebenen?

Alles auf einen Blick

Schnittgerade zweier Ebenen

  • Lage

    nicht parallele Normalenvektoren bedeuten eine Schnittgerade

  • Ansatz

    beide Ebenengleichungen gleichzeitig lösen

  • Parameter

    eine Variable frei wählen, etwa y=\lambda

  • Ergebnis

    Stützvektor plus Parameter mal Richtungsvektor

  • Probe

    Punkt in beide Ebenen, Richtung senkrecht zu beiden Normalen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Schnittgerade von E_1: x+y+z=4 und E_2: x-z=0

  1. 1\vec n_1=(1,1,1)^T und \vec n_2=(1,0,-1)^T sind nicht parallel: Es gibt eine Schnittgerade.
  2. 2Setze z=\lambda. Aus x-z=0 folgt x=\lambda.
  3. 3In E_1: \lambda+y+\lambda=4, also y=4-2\lambda.
  4. 4g: \vec x=\begin{pmatrix}0\\4\\0\end{pmatrix}+\lambda\begin{pmatrix}1\\-2\\1\end{pmatrix}
  5. 5Probe: 0+4+0=4 und 0-0=0; \vec n_1\cdot\vec u=1-2+1=0 und \vec n_2\cdot\vec u=1+0-1=0

Fehler finden

Schnittgerade von E_1: x-y=1 und E_2: -y+z=3 In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Wählst du y=1, folgt aus x-1=-1 der Wert x = und aus -1+z=2 der Wert z = . Zur Probe muss der Richtungsvektor zu beiden Normalenvektoren stehen.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Schnittgerade zweier Ebenen

LeichtWann besitzen zwei Ebenen genau eine Schnittgerade?
MittelFür das Gleichungssystem x-y=-1 und -y+z=2 wird y=2 gesetzt. Welcher Punkt entsteht?
SchwerEine vorgeschlagene Gerade besitzt einen Stützpunkt in beiden Ebenen, aber ihr Richtungsvektor ist nicht senkrecht zu einem der Normalenvektoren. Was folgt daraus?

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