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Geschichte · Klasse 9–10 · aktualisiert

Weltordnung nach 1945: Aufbau, Konflikte, Wandel

Du lernst, wie Zusammenarbeit und Machtkämpfe die Welt nach 1945 prägten und warum zwei Lager die heutige Ordnung nicht ausreichend erklären.

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Weltordnung nach 1945: Aufbau, Konflikte, Wandel

Kurz gesagt

Nach 1945 prägten die Vereinten Nationen und der Gegensatz zwischen USA und Sowjetunion die Weltordnung. Zusammenarbeit bestand neben Wettrüsten und Konflikten. Seit dem Ende der Sowjetunion lässt sich die Machtverteilung nicht mehr mit denselben zwei Lagern erklären.

Staaten wollen gemeinsam Frieden sichern und verfolgen zugleich eigene Interessen. Wie passt das zusammen? An der Weltordnung nach 1945 untersuchst du, was Zusammenarbeit ermöglicht, warum sie scheitern kann und wie sich Macht verändert.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

5 Abschnitte

Zur Weltordnung gehören die Verteilung von Macht zwischen Staaten sowie Regeln und Einrichtungen ihrer Zusammenarbeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Zugleich entwickelten sich feindliche Machtblöcke.

Die Vereinten Nationen, kurz UNO oder UN, sind ein Zusammenschluss von Staaten. Ihre Charta, also ihr grundlegender Vertrag, trat am 24. Oktober 1945 in Kraft. Zu ihren Aufgaben gehören Friedenssicherung, Menschenrechtsschutz und internationale Zusammenarbeit. Das Völkerrecht, also die rechtlichen Regeln zwischen Staaten, soll dabei beachtet werden.

Gleichzeitig prägten zwei besonders mächtige Staaten den Kalten Krieg: die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz USA, und die Sowjetunion, ein kommunistisch geführter Staat, der 1991 zerfiel. Die USA führten das westliche Lager, die Sowjetunion den Ostblock. Ihre Militärbündnisse waren die NATO, das westliche Verteidigungsbündnis, und der Warschauer Pakt, das Bündnis der Sowjetunion und ihrer Verbündeten. Diese Machtverteilung heißt bipolar: Zwei Machtzentren prägen die Ordnung.

Auch wirtschaftliche Verbindungen waren wichtig. Der Marshallplan bot europäischen Staaten Hilfe beim Wiederaufbau an. Die Sowjetunion brach die Verhandlungen darüber ab; Staaten unter ihrer Vorherrschaft mussten auf die Hilfe verzichten. Daneben veränderte die Dekolonisierung die Staatenwelt: Kolonien wurden unabhängig. Viele neue Staaten traten den Vereinten Nationen bei. Die Weltordnung bestand deshalb aus mehr als dem Gegensatz zweier Lager.

Definition

Bipolare Weltordnung

Zwei besonders mächtige Staaten prägen die Verteilung von Macht. Im Kalten Krieg waren dies die USA und die Sowjetunion.

Merke: Gemeinsame Regeln und gegnerische Machtblöcke bestanden nebeneinander. Die Gründung der UNO beseitigte die Interessengegensätze nicht.

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Alles auf einen Blick

Weltordnung 1945

  • Bausteine

    Internationale Regeln und Zusammenarbeit bestanden nach 1945 neben gegnerischen Machtblöcken.

  • Konflikt

    Ideologien, Sicherheitsinteressen und Machtpolitik wirkten bei der Blockbildung zusammen.

  • Abschreckung

    Atomare Drohungen sollten Angriffe verhindern, schufen aber selbst große Gefahren.

  • Aussagen prüfen

    Ein überprüfbarer Befund ist von einer begründeten Deutung seiner Bedeutung zu unterscheiden.

  • Institutionen

    Die UNO ermöglicht Zusammenarbeit; Vetos und staatliche Eigeninteressen begrenzen ihre Durchsetzungskraft.

  • Wandel

    Zwei geschlossene Lager erklären die heutige Welt nicht ausreichend. Die Einordnung hängt auch von der betrachteten Machtform ab.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Das Scheitern der Atomwaffenkontrolle von 1946 beurteilen

  1. 1Aufgabe: Erkläre, welche Grenze internationaler Zusammenarbeit der gescheiterte Plan zur Atomwaffenkontrolle durch die UNO zeigt.
  2. 2Befund festhalten: 1946 scheiterte der Plan. Die USA wollten ihre Atomwaffen nicht aufgeben, solange andere Länder sie möglicherweise bauen konnten.
  3. 3Die zweite Position ergänzen: Die Sowjetunion wollte ihre Forschung nicht einstellen, solange die USA allein Atomwaffen besaßen.
  4. 4Zusammenhang erklären: Beide Seiten machten ihren Verzicht von der Sicherheit gegenüber der anderen Seite abhängig.
  5. 5Urteil begrenzen: Der Fall zeigt, dass gegensätzliche Sicherheitsinteressen gemeinsame Kontrolle verhindern konnten. Er beweist nicht, dass jede Zusammenarbeit in der UNO scheitern musste.

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Lückentext

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Die Charta der Vereinten Nationen trat am 24. Oktober in Kraft. Das von der Sowjetunion geführte Militärbündnis Warschauer Pakt entstand . Die Sowjetunion wurde zum Jahresende aufgelöst.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Weltordnung 1945

LeichtWie veränderte die Dekolonisierung die Vereinten Nationen?
MittelWelche Aussage erklärt das Ergebnis der Verhandlungen über Mittelstreckenraketen von 1982?
SchwerWelcher Schluss aus Kappels Analyse von Indiens Kooperationen ist begründet?

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