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Geschichte · Klasse 11–13 · aktualisiert

Kalter Krieg im Abitur: Analyse und Prüfung

Du erklärst Blockbildung und Abschreckung, analysierst den Koreakrieg und verknüpfst Krisen, Entspannung und das Ende des Kalten Krieges.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Kalter Krieg im Abitur: Analyse und Prüfung

Kurz gesagt

Der Kalte Krieg war der weltweite Konflikt zwischen den von den USA und der Sowjetunion geführten Lagern. Im Abitur erklärst du Interessen und Zusammenhänge, unterscheidest Sichtweisen und formulierst begründete Urteile.

Atomwaffen sollten einen Krieg verhindern, während in anderen Ländern tatsächlich Krieg geführt wurde. Zugleich konnten Verhandlungen und Aufrüstung nebeneinander stattfinden. Für eine überzeugende Abiturantwort untersuchst du solche Spannungen und unterscheidest die Ziele der beteiligten Akteure.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Nach 1945 standen sich die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz USA, und die Sowjetunion als Supermächte gegenüber. Die Sowjetunion war ein kommunistisch regierter Staat. Unterschiedliche Ziele bei der Neuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg führten zur Bildung feindlicher Machtblöcke. Ihre Ausdehnung entsprach weitgehend den Gebieten, in denen amerikanische und sowjetische Truppen 1945 standen. Die NATO, das westliche Militärbündnis, wurde 1949 gegründet, der sowjetisch geführte Warschauer Pakt 1955.

Drei Aspekte greifen ineinander. Ideologisch standen sich Kapitalismus und Kommunismus gegenüber. Die westliche Seite beschrieb den Gegensatz als Freiheit und Demokratie gegen Diktatur; die östliche Seite stellte den Sozialismus als Gegenmodell zur kapitalistischen Ausbeutung dar. Das waren Selbst- und Feindbilder. Sicherheitspolitisch wollte die Sowjetunion eine vorgelagerte Sicherheitssphäre in Mittelost- und Osteuropa schaffen. Die USA antworteten mit Containment, also der Eindämmung kommunistischen Einflusses. Machtpolitisch versuchten beide Lager, den Einfluss des Gegners weltweit zurückzudrängen.

Atomare Abschreckung beruhte auf der Fähigkeit zum vernichtenden Gegenschlag nach einem gegnerischen Atomangriff. Nach dieser Theorie verzichtet ein Gegner auf den Erstschlag, weil er damit die eigene Vernichtung riskiert. Voraussetzung ist unter anderem, dass er dieses Risiko vernünftig einschätzt und die Drohung für glaubwürdig hält. Kritiker bezweifeln solche Annahmen über Rationalität, Kommunikation und Glaubwürdigkeit. Das Gleichgewicht des Schreckens bedeutete deshalb weder ein Ende des Wettrüstens noch eine sichere Garantie gegen Krieg: Die Strategie sollte die Kriegswahrscheinlichkeit senken und war zugleich mit einem hohen Eskalations- und Vernichtungsrisiko verbunden.

Definition

Zweitschlagsfähigkeit

Die Fähigkeit, nach einem gegnerischen Atomangriff noch einen vernichtenden atomaren Gegenschlag auszuführen.

Beispiel: Wirtschaftshilfe als Teil der Blockbildung

  1. 1Der Marshallplan bot europäischen Staaten Hilfe beim Wiederaufbau an, auch der Sowjetunion.
  2. 2Die Sowjetunion brach die Verhandlungen ab, weil sie die amerikanischen Bedingungen mit ihrer zentral gelenkten Wirtschaft für unvereinbar hielt.
  3. 3Osteuropäische Staaten unter sowjetischer Vorherrschaft mussten auf diese Hilfe verzichten und wurden wirtschaftlich eng an die Sowjetunion gebunden.

Teste dich

MittelWelche Zuordnung erklärt Sicherheitsinteressen bei der Blockbildung?

Alles auf einen Blick

Kalter Krieg (Abitur)

  • Blockbildung

    Ideologische Gegensätze, Sicherheitsinteressen und Machtpolitik wirkten zusammen.

  • Abschreckung

    Die Drohung mit dem Gegenschlag sollte einen Atomangriff verhindern, blieb aber mit hohen Risiken verbunden.

  • Stellvertreterkrieg

    Globale Rivalität und eigenständige regionale Ziele müssen gemeinsam untersucht werden.

  • Entspannung

    Verhandlungen und Rüstungskontrolle konnten neben Wettrüsten und militärischen Konflikten bestehen.

  • Abiturantwort

    Führe den Operator aus, belege deine Aussagen und begründe die Reichweite deines Ergebnisses.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Den Abrüstungsvertrag von 1987 beurteilen

  1. 1Auftrag klären: Beurteile die Bedeutung des INF-Vertrags für die Verringerung atomarer Rüstung.
  2. 2Kriterium festlegen: Entscheidend ist hier, welche Waffen der Vertrag zum Abbau vorsah.
  3. 3Befund nennen: Die USA und die Sowjetunion vereinbarten den weltweiten Abbau all ihrer landgestützten atomaren Kurz- und Mittelstreckenraketen samt zugehörigen Trägersystemen.
  4. 4Befund erklären: Das ging über eine bloße Obergrenze hinaus, weil die betroffenen Waffen abgebaut werden sollten.
  5. 5Sachurteil formulieren: Gemessen am Abbau dieser Waffen war der Vertrag ein bedeutender Schritt. Daraus folgt jedoch nicht, dass er die Abschaffung sämtlicher Atomwaffen vorsah.

Fehler finden

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Das westliche Militärbündnis NATO wurde gegründet. Der Überraschungsangriff Nordkoreas begann am 25. Juni . Der Vertrag zum weltweiten Abbau der landgestützten atomaren Kurz- und Mittelstreckenraketen beider Supermächte wurde am 8. Dezember unterzeichnet.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Kalter Krieg (Abitur)

LeichtWelche Voraussetzung gehört zur Theorie der atomaren Abschreckung?
MittelWelche Wahrnehmung erklärt das große amerikanische Engagement im Koreakrieg?
SchwerEine Aufgabe verlangt, eine These zu erörtern. Welcher Aufbau erfüllt den Auftrag?

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