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Geschichte · Klasse 9–10 · aktualisiert

Kalter Krieg: Ursachen, Krisen und Ende erklärt

Du lernst, warum der Kalte Krieg entstand, wie die Machtblöcke ihren Konflikt austrugen und weshalb er schrittweise endete.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Kalter Krieg: Ursachen, Krisen und Ende erklärt

Kurz gesagt

Der Kalte Krieg war der Konflikt zwischen den USA und ihren Verbündeten sowie dem von der Sowjetunion geführten Ostblock. Er dauerte im weiteren Sinn von 1945 bis 1991. Die Supermächte vermieden einen offenen Krieg gegeneinander, kämpften aber weltweit um Einfluss.

Wie kann ein Krieg „kalt“ sein, wenn Menschen durch Waffen sterben? Der Begriff beschreibt das Verhältnis der beiden führenden Mächte, nicht eine friedliche Welt. Du untersuchst, wie Drohungen, regionale Kriege und Verhandlungen zusammenhingen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Im Kalten Krieg standen sich zwei Machtblöcke gegenüber: die Westmächte unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika, kurz USA, und der Ostblock unter Führung der Sowjetunion. Die Sowjetunion war der kommunistisch geführte Staat, der bis 1991 bestand. Beide führenden Staaten waren Supermächte: Ihr Einfluss reichte weit über ihre Grenzen hinaus.

Der Konflikt entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Die gemeinsame Gegnerschaft zu Hitler hatte die unterschiedlichen Ziele zeitweise überdeckt. Nach 1945 traten die Gegensätze bei der Neuordnung der Welt hervor. Die sowjetische Führung wollte einen vorgelagerten Sicherheitsbereich in Mittelost- und Osteuropa schaffen. Die USA antworteten mit einer Politik, die den kommunistischen Einfluss eindämmen sollte.

Es ging auch um die politische und wirtschaftliche Ordnung. Aus westlicher Sicht standen Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft gegen Diktatur und Planwirtschaft. Die sowjetische Führung stellte dagegen ihr kommunistisches System als Alternative zum Kapitalismus dar. Diese Selbstbilder der Lager musst du von einer neutralen Beschreibung unterscheiden.

Im engeren Sinn wird der Kalte Krieg auf 1947–1989 datiert. Als Ausgangspunkt gilt die Truman-Doktrin von 1947: US-Präsident Harry S. Truman versprach Völkern, die er als frei bezeichnete, Unterstützung gegen Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder Druck von außen. Damit gingen die USA auf einen antikommunistischen und antisowjetischen Kurs. Im weiteren Sinn umfasst die Zeitspanne 1945–1991 die Entstehung nach dem Weltkrieg und den Zerfall der Sowjetunion. Unterschiedliche Zeitgrenzen betonen also verschiedene Schritte.

„Kalt“ bedeutet: Die Supermächte führten keinen offenen Krieg gegeneinander. Es bedeutet nicht, dass es während dieser Zeit keine Kriege gab.

Definition

Kalter Krieg

Konflikt der von den USA und der Sowjetunion geführten Machtblöcke. Sie nutzten unter anderem politischen Druck, wirtschaftliche Konkurrenz und militärische Drohungen, ohne einen offenen Krieg gegeneinander zu führen.

Merke: 1947–1989 bezeichnet den Konflikt im engeren Sinn. 1945–1991 schließt seine Entstehung nach dem Weltkrieg und den Zerfall der Sowjetunion ein.

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MittelWarum passen zwei verschiedene Zeitspannen zum Kalten Krieg?

Alles auf einen Blick

Kalter Krieg

  • Systemgegensatz

    Die von den USA und der Sowjetunion geführten Lager konkurrierten um Einfluss und politische Ordnung.

  • Zeitgrenzen

    Im engeren Sinn dauerte der Kalte Krieg von 1947 bis 1989, im weiteren Sinn von 1945 bis 1991.

  • Konfliktmittel

    Blockbildung, Wettrüsten, Abschreckung und Stellvertreterkriege beschreiben unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung.

  • Krisen

    Berlin zeigt politischen Druck und Grenzabsperrung, Korea einen Stellvertreterkrieg und Kuba die Gefahr eines Atomkrieges.

  • Entspannung

    Verhandlungen begrenzten Risiken, während Aufrüstung und regionale Kriege weitergingen.

  • Ende

    Wirtschaftliche Schwierigkeiten, Reformen, Abrüstung und Bürgerbewegungen wirkten beim Umbruch zusammen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Den Koreakrieg als Stellvertreterkrieg erklären

  1. 1Aufgabe klären: Erkläre, wie ein innerkoreanischer Konflikt mit dem weltweiten Machtkampf verbunden war.
  2. 2Den örtlichen Konflikt bestimmen: Beide koreanischen Diktatoren wollten das geteilte Land notfalls gewaltsam unter ihrer Führung vereinigen.
  3. 3Die äußeren Mächte zuordnen: Die USA unterstützten Südkorea, die Volksrepublik China Nordkorea. Beide griffen auch mit eigenen Truppen ein.
  4. 4Das Ergebnis formulieren: Der Koreakrieg war vor allem ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und China. Eigene Ziele der koreanischen Machthaber und der internationale Machtkampf trafen zusammen.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die Truman-Doktrin als Ausgangspunkt des Kalten Krieges wurde verkündet. Nordkoreanische Truppen überschritten im Juni die Grenze nach Südkorea. Mit der Charta von Paris wurde der Kalte Krieg im November formell beigelegt.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Kalter Krieg

LeichtWelcher Begriff bezeichnet die Einteilung in gegnerische Staatenlager mit Bündnissen wie NATO und Warschauer Pakt?
MittelWelche Aussage erklärt die Einigung in der Kubakrise?
SchwerWelche Erklärung verbindet wirtschaftliche Schwierigkeiten und das Ende des Kalten Krieges angemessen?

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