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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Völkerwanderung: Ursachen, Verlauf und Folgen

Du lernst, warum die Völkerwanderung keine gemeinsame Reise ganzer Völker war, wie Westrom zerfiel und was aus römischer Zeit erhalten blieb.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Völkerwanderung: Ursachen, Verlauf und Folgen

Kurz gesagt

Als Völkerwanderung bezeichnet man herkömmlich die Zeit von 375 bis 568. Unterschiedliche Gruppen zogen umher, kämpften oder wurden aufgenommen. Innere Kämpfe und Druck von außen schwächten Westrom; neue Herrschaften entstanden, während vieles Römische erhalten blieb.

Kann ein Reich verschwinden, während seine Straßen weiter benutzt werden? Genau das macht diese Zeit spannend. Du untersuchst, wer unterwegs war, warum Westrom schwächer wurde und was sich unter neuen Herrschern änderte.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Das Wort Völkerwanderung klingt, als seien ganze Völker gemeinsam aufgebrochen und unverändert zusammengeblieben. So einfach war es nicht. Unterwegs waren Flüchtlinge, Kriegergruppen und Armeen, die von Familien und anderen Menschen begleitet wurden. Ihre Ziele unterschieden sich.

Diese Gruppen nennt man auch Verbände. Ihre Zusammensetzung konnte sich ändern: Einzelne Menschen oder ganze Gruppen schlossen sich anderen an. Die Zugehörigkeit konnte mehrfach wechseln, allerdings nicht nach Belieben. Ein gemeinsamer Name bedeutete deshalb nicht, dass alle dieselben Vorfahren hatten oder der Verband unverändert blieb.

Auch das Wort „Wanderung“ kann täuschen. Zum Geschehen gehörten Flucht und Kämpfe, aber auch Aufnahme und Dienst als Soldaten.

Definition

Verband

Hier ist damit eine zusammengehörende Gruppe von Menschen gemeint. Ihre Mitglieder konnten wechseln.

Beispiel: Beispieltext, ausgedacht: Ein Name bleibt

  1. 1Eine Kriegergruppe schließt sich einem größeren Verband an.
  2. 2Der größere Verband behält seinen Namen.
  3. 3Trotz des gleichen Namens hat sich seine Zusammensetzung verändert.

Teste dich

LeichtWarum kann der Begriff Völkerwanderung ein falsches Bild erzeugen?

Alles auf einen Blick

Völkerwanderung

  • Begriff

    Die Zusammensetzung der Verbände konnte sich ändern; die Menschen hatten unterschiedliche Ziele.

  • Zusammenwirken

    Innere Kämpfe schwächten die Verteidigung und verschärften die Wirkung äußerer Angriffe.

  • Zeit

    375–568 ist eine herkömmliche Eingrenzung, keine genaue Grenze sämtlicher Wanderungen.

  • Raum

    Um 500 bestanden verschiedene Herrschaftsräume, deren Grenzen sich verändern konnten.

  • Übergang

    Neue Herrschaften und Gewalt standen neben dem Fortbestand römischen Wissens und römischer Einrichtungen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Was zeigen die aufgeschriebenen Regeln der Burgunden?

  1. 1Aufgabe: Erkläre, warum die Regeln der Burgunden für Fortbestand sprechen.
  2. 2Beobachtung: Die Burgunden schrieben ihr Recht auf Latein auf. Es zeigte römischen Einfluss.
  3. 3Verbindung: Die Sprache der Römer und Einflüsse ihrer Regeln wurden unter einer anderen Herrschaft weiter genutzt.
  4. 4Urteil: Eine neue Herrschaft bedeutete hier keinen vollständigen Neustart. Daraus folgt aber nicht, dass sämtliche bisherigen Regeln unverändert blieben.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die Ansiedlung von Westgoten in Aquitanien wurde vereinbart. Um 500 herrschten die Ostgoten in Italien von aus. Um 568 drangen Langobarden in ein.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Völkerwanderung

LeichtWas wollte Kaiser Valens mit der Aufnahme der Goten 376 auch erreichen?
MittelWelcher Herrschaftsraum gehört um 500 zu den Vandalen?
SchwerDas Oströmische Reich bestand nach 476 weiter. Was folgt daraus für die Bedeutung dieses Jahres?

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