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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Romanisierung: Wandel in römischen Provinzen

Du lernst, wie sich Lebensweisen unter römischer Herrschaft veränderten und was Funde darüber verraten können.

0 von 8 Aufgaben gelöst

Romanisierung: Wandel in römischen Provinzen

Kurz gesagt

Romanisierung nennt man Veränderungen im Zusammenleben und in den Lebensweisen unter römischer Herrschaft. Rom, Italien und die beherrschten Gebiete beeinflussten einander. Dieser Austausch verlief je nach Ort unterschiedlich und bedeutete keine gleiche Macht.

Wenn Menschen Gewohnheiten voneinander übernehmen, geben sie deshalb nicht alles Eigene auf. Das kannst du auch für die Zeit der römischen Herrschaft untersuchen. Dabei helfen dir Beispiele vom Heer, aus Städten und von alten Grabsteinen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Provinzen waren Gebiete unter römischer Herrschaft. Dort veränderten sich das Zusammenleben und die Lebensweisen. Für solche Veränderungen verwenden Forscher den Begriff Romanisierung.

Dabei übernahmen Menschen nicht einfach überall dieselben römischen Gewohnheiten. Die Veränderungen verliefen je nach Gebiet unterschiedlich. Rom, Italien und die Provinzen beeinflussten einander. Der Austausch ging also in mehrere Richtungen.

Das bedeutete aber keine gleiche Macht. Im Rheinland, dem Gebiet am Rhein, waren angesiedelte germanische Gruppen verpflichtet, Hilfstruppen zu stellen. Sie mussten also Soldaten für das römische Heer bereitstellen. Zugleich waren diese Gruppen von weiteren Abgaben befreit: Sie mussten keine weiteren Leistungen abliefern. Über das Heer kamen Menschen miteinander in Kontakt, aber dieser Kontakt war auch mit Pflichten verbunden. Diese Regelung galt für die hier beschriebenen Gruppen. Sie darf nicht auf alle Provinzen übertragen werden.

Auch die Stellung der Menschen in der Gesellschaft unterschied sich. Wer einzelne römische Gewohnheiten übernahm, hatte damit noch nicht nachweislich gleiche Rechte. Daraus lässt sich auch nicht schließen, dass er seine frühere Zugehörigkeit vollständig aufgab.

Definition

Romanisierung

Veränderungen im Zusammenleben und in den Lebensweisen unter römischer Herrschaft. Verschiedene Gebiete beeinflussten einander, entwickelten sich aber unterschiedlich.

Merke: Menschen können voneinander lernen und Gewohnheiten austauschen, obwohl sie unterschiedlich viel Macht haben.

Teste dich

MittelWas zeigt die Pflicht der beschriebenen germanischen Gruppen im Rheinland?

Alles auf einen Blick

Romanisierung

  • Austausch

    Rom, Italien und die Provinzen beeinflussten einander. Die Veränderungen verliefen je nach Gebiet unterschiedlich.

  • Macht und Rechte

    Gegenseitiger Einfluss bedeutete keine gleiche Macht. Die Übernahme einzelner römischer Formen beweist keine gleichen Rechte.

  • Heer

    Im Rheinland verbreiteten sich römische Lebensweisen zunächst besonders über das Heer und seine Versorgung.

  • Stadt und Land

    Außerhalb der Städte Westeuropas hielten sich ältere örtliche Gewohnheiten in der Regel sehr viel länger.

  • Funde

    Eine Beobachtung erlaubt begrenzte Aussagen. Römische Formen beweisen keinen vollständigen Wechsel der Zugehörigkeit.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Was zeigen beschriftete Matronenaltäre?

  1. 1Aufgabe: Erkläre, was die beschrifteten Matronenaltäre im Rheinland über Romanisierung zeigen.
  2. 2Beobachtung sammeln: Menschen pflegten örtliche Götterverehrung mit römischen Formen wie beschrifteten Altären.
  3. 3Verbindung erkennen: Die Götterverehrung war örtlichen Ursprungs. Die beschrifteten Altäre waren eine römische Form.
  4. 4Aussage begründen: Romanisierung konnte örtliche und römische Lebensweisen miteinander verbinden.
  5. 5Grenze nennen: Die Altäre beweisen nicht, dass die Beteiligten gleiche Rechte hatten oder ihre frühere Zugehörigkeit vollständig aufgaben.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Im Rheinland war zunächst das der wichtigste Träger römischer Kultur. Ältere örtliche Gewohnheiten hielten sich in Westeuropa in der Regel sehr viel länger . Einheimische Matronenkulte wurden im Rheinland in römischen Formen gepflegt, etwa mit .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Romanisierung

LeichtWie beeinflussten sich Rom, Italien und die Provinzen bei der Romanisierung?
MittelWelche Aussage über örtliche Führungsschichten am Rhein ist belegt?
SchwerEin Grabrelief im Rheinland zeigt Kleidung. Welche Aussage ist damit gut begründet?

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