Geschichte · Klasse 5–10 · aktualisiert
Antike: Zeitraum, Griechenland und Rom erklärt
Die Antike ist die Zeit der Griechen und Römer. Du lernst Poleis, Demokratie in Athen, Roms Weg zum Kaiserreich und warum 476 kein harter Schnitt war.
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Kurz gesagt
Die Antike ist die Epoche der Griechen und Römer rund ums Mittelmeer, etwa von 800 v. Chr. bis ins 6./7. Jahrhundert n. Chr. Dazu gehören die griechischen Stadtstaaten mit Athens Demokratie, der Hellenismus und Rom von der Republik bis zum Kaiserreich. 476 endete Westrom, Ostrom bestand bis 1453.
Demokratie, Olympische Spiele, das Alphabet in deinem Heft: Vieles davon hat Wurzeln in der Antike. Die Antike endete nicht an einem Stichtag, sondern lief über Jahrhunderte aus – im Osten viel später als im Westen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Mit Antike meint man die griechisch-römische Welt rund ums Mittelmeer, etwa von 800 v. Chr. bis ins 6. oder 7. Jahrhundert n. Chr. Das Altertum ist weiter gefasst und schließt ältere Hochkulturen wie Ägypten ein. Epochengrenzen sind Hilfen zur Orientierung, keine Naturgesetze.
Definition
Antike
Im engeren Sinn die Geschichte der Griechen und Römer von etwa 800 v. Chr. bis ins 6./7. Jahrhundert n. Chr. Das Altertum umfasst zusätzlich ältere Kulturen wie Ägypten oder Mesopotamien.
| Zeitraum | Phase |
|---|---|
| ca. 800–500 v. Chr. | Archaische Zeit Griechenlands |
| ca. 500–323 v. Chr. | Klassische Zeit Griechenlands |
| 323–30 v. Chr. | Hellenismus |
| ca. 500–27 v. Chr. | Römische Republik |
| 27 v. Chr.–284 n. Chr. | Prinzipat (frühe Kaiserzeit) |
| 284–ca. 600 n. Chr. | Spätantike |
Teste dich
Griechenland war kein einheitlicher Staat, sondern bestand aus vielen Stadtstaaten, den Poleis. Athen und Sparta waren die bekanntesten und sehr verschieden. Ihr Alphabet entwickelten die Griechen aus der Schrift der Phönizier. In Athen begrenzte Solon 594/593 v. Chr. die Macht des Adels, die Reformen des Kleisthenes 508/507 v. Chr. legten die Grundlage der Demokratie. Nach außen nutzte Athen den Attischen Seebund aber für die eigene Vorherrschaft. Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. verbreitete sich die griechische Kultur im Hellenismus bis nach Ägypten und Persien.
Definition
Polis
Eine Polis (Mehrzahl: Poleis) war ein griechischer Stadtstaat mit eigenem Umland, eigenen Gesetzen und eigener Regierung.
Beispiel: Eine Aussage über Athen prüfen
- 1Behauptung: In Athen durften alle Menschen gleichberechtigt mitentscheiden.
- 2Prüfung: Mitbestimmen durften nur erwachsene männliche Bürger. Frauen, Sklaven und Zugezogene ohne Bürgerrecht waren ausgeschlossen.
- 3Korrigiert: Athen entwickelte eine frühe Demokratie – aber nur für einen Teil der Einwohner.
Teste dich
Die Sage nennt 753 v. Chr. als Gründungsjahr Roms. Um 500 v. Chr. entstand die Republik, in der Ämter und Macht verteilt waren. Rom eroberte Italien und besiegte in den Punischen Kriegen Karthago. Die Eroberungen brachten Reichtum, aber auch Streit und Bürgerkriege; Caesar wurde 44 v. Chr. ermordet, und ab 27 v. Chr. herrschte Augustus als erster Kaiser.
| Einrichtung | Aufgabe in der Republik |
|---|---|
| Konsuln | zwei, jedes Jahr neu gewählt, führten Staat und Heer |
| Senat | Versammlung einflussreicher Männer, prägte die Politik |
| Volksversammlung | wählte Beamte und beschloss Gesetze |
| Volkstribun | schützte die Plebejer, konnte per Veto stoppen |
Merke: Die Kette merkst du dir so: Expansion → soziale Konflikte → Bürgerkriege → Alleinherrschaft des Augustus. Die Republik blieb äußerlich bestehen, die Macht lag aber beim Kaiser.
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Ab dem 3. Jahrhundert geriet das Römische Reich in schwere Krisen, Kaiser Diokletian (ab 284) stabilisierte es mit Reformen. Konstantin förderte das Christentum, 380 wurde es unter Theodosius zur verbindlichen Religion. Nach 395 regierten getrennte Kaiser im Westen und im Osten. Der Westen zerfiel, der Osten bestand von Konstantinopel aus weiter: Unter Justinian eroberte er im 6. Jahrhundert sogar Teile des Westens zurück, im 7. Jahrhundert verlor er viele Provinzen an die arabischen Eroberer.
Beispiel: 476 n. Chr. richtig einordnen
- 1Ereignis: Der Heerführer Odoaker setzt Romulus Augustulus ab, den letzten weströmischen Kaiser in Italien.
- 2Bedeutung: 476 gilt als Stichjahr für das Ende Westroms.
- 3Grenze: Ostrom (Byzanz) besteht bis 1453 weiter, römisches Recht, Latein und Städte leben fort.
- 4Urteil: 476 markiert einen politischen Wendepunkt im Westen, nicht das Ende der Antike überall.
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Alles auf einen Blick
Antike
Zeitraum
ca. 800 v. Chr. bis 6./7. Jahrhundert
Griechenland
Poleis, Demokratie in Athen, Hellenismus
Rom
Republik, Expansion, Bürgerkriege, Prinzipat
Spätantike
Christentum, Reichsteilung ab 395
476
Ende Westroms, Ostrom besteht weiter
Quellen
vergleichen und Unsicherheiten benennen
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Sage oder Fakt: Wurde Rom 753 v. Chr. gegründet?
- 1Überlieferung: Römische Schriftsteller nennen 753 v. Chr. und erzählen die Sage von Romulus und Remus.
- 2Funde: Archäologen haben auf dem Palatin Siedlungsspuren entdeckt, die älter sind.
- 3Vergleich: Schriftquelle und Funde passen nicht einfach zusammen.
- 4Urteil: 753 v. Chr. ist ein überliefertes Gründungsdatum; Rom wuchs in einem langen Prozess zur Stadt.
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Fehler in Zeile 5476 endete nur Westrom. Ostrom bestand von Konstantinopel aus bis 1453. Richtig: 476 n. Chr.: Odoaker setzt den letzten weströmischen Kaiser ab – Ende Westroms, aber nicht der Antike überall.
Lückentext
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Griechenland bestand aus vielen . In Athen durften abstimmen. Ab 27 v. Chr. herrschte in Rom als Alleinherrscher.
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