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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Staatsreligion: Bedeutung und Geschichte

Du lernst, was eine Staatsreligion kennzeichnet und wie sich die Stellung des Christentums im Römischen Reich schrittweise veränderte.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Staatsreligion: Bedeutung und Geschichte

Kurz gesagt

Eine Staatsreligion wird vom Staat als seine Religion anerkannt oder deutlich bevorzugt. Der Glaube der Mehrheit reicht dafür nicht aus. Im Römischen Reich wurde 380 eine bestimmte christliche Glaubensrichtung vorgeschrieben: ein entscheidender Schritt zur Staatsreligion.

Darfst du eine Religion ausüben, oder schreibt der Staat einen bestimmten Glauben vor? Das ist ein großer Unterschied. Du untersuchst dazu das Christentum im Römischen Reich, dem von römischen Kaisern regierten Reich. Dabei lernst du, Erlaubnis und staatliche Bevorzugung zu unterscheiden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Eine Staatsreligion hat eine besondere offizielle Stellung. Der Staat erkennt sie als seine Religion an oder bevorzugt sie deutlich. Entscheidend sind also staatliche Regeln und Bindungen.

Die Zahl der Gläubigen allein sagt darüber nichts aus. Auch wenn die Mehrheit der Menschen dieselbe Religion hat, ist diese deshalb noch keine Staatsreligion. Mit der Stellung als Staatsreligion ist zumeist auch eine finanzielle Bevorzugung verbunden: Die betreffende Religionsgemeinschaft erhält besondere Unterstützung mit Geld.

Definition

Staatsreligion

Eine Religion, die der Staat als seine Religion anerkennt oder deutlich bevorzugt.

Merke: Frage nach den staatlichen Regeln, nicht nur nach der Zahl der Gläubigen.

Teste dich

LeichtWelche Angabe kennzeichnet eine Staatsreligion?

Alles auf einen Blick

Staatsreligion

  • Staatsreligion

    Der Staat erkennt eine Religion als seine Religion an oder bevorzugt sie deutlich.

  • Formen

    Besondere Anerkennung, verbundene Ämter und Aufgaben sowie weitgehend gemeinsame Herrschaft sind unterschiedlich enge Verbindungen.

  • Erlaubnis

    Auf die Duldung von 311 folgte 313 freie Religionsausübung für Christen und andere.

  • Vorschrift

    380 wurde eine bestimmte christliche Glaubensrichtung staatlich verbindlich.

  • Verbote

    391/392 kamen weitreichende Verbote traditioneller religiöser Handlungen hinzu. Sie beweisen keinen sofortigen Glaubenswechsel aller Menschen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Was zeigt die geplante Rückgabe von Gemeindeeigentum?

  1. 1Aufgabe: Erkläre, warum die Regelung zum christlichen Gemeindeeigentum von 313 noch keine Staatsreligion belegt.
  2. 2Feststellen: Christliche Gemeinden sollten ihr Eigentum zurückerhalten.
  3. 3Die weitere Regel prüfen: Freie Religionsausübung war für Christen und andere vorgesehen.
  4. 4Ergebnis: Die geplante Rückgabe machte den christlichen Glauben noch nicht staatlich verbindlich. Andere religiöse Entscheidungen blieben erlaubt.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zur Regelung von 380 In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Galerius erlaubte Christen im Jahr wieder, Christen zu sein und sich zu versammeln. Unter Theodosius I. wurde im Jahr eine bestimmte christliche Glaubensrichtung staatlich vorgeschrieben. Weitreichende Verbote auch häuslicher Opfergaben kamen hinzu.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Staatsreligion

LeichtWas erwartete Galerius bei der Duldung von 311 von den Christen?
MittelWie ist bloße Zusammenarbeit eines Staates mit Religionsgemeinschaften einzuordnen?
SchwerWas lässt sich aus den Verboten häuslicher Opfergaben von 391/392 sicher schließen?

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