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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Reformation: Ursachen, Verlauf und Folgen

Du lernst, warum Luther die Kirche verändern wollte, wie gedruckte Texte seine Ideen verbreiteten und wie Glaube und Macht zur Kirchenspaltung beitrugen.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Reformation: Ursachen, Verlauf und Folgen

Kurz gesagt

Die Reformation war eine Bewegung zur Erneuerung der Kirche im frühen 16. Jahrhundert. Aus dem Streit über Glauben und kirchliche Macht gingen neben der katholischen Kirche neue Kirchen hervor, die man protestantisch nennt.

Wie können aus Kritik an einer Kirche mehrere Kirchen entstehen? Bei der Reformation trafen Fragen über Gott auf Interessen mächtiger Herrscher. Gedruckte Texte machten den Streit einem größeren Kreis von Lesern bekannt.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Martin Luther war Priester und lehrte in Wittenberg über die Bibel, die heilige Schrift der Christen. Er wollte die katholische Kirche erneuern. Nach seiner Überzeugung nimmt Gott einen Menschen durch dessen Glauben an. Ein Mensch kann sich das nicht durch gute Taten verdienen.

Ein wichtiger Streitpunkt war der Ablass. Damit sollten Strafen für Sünden gemildert werden. Sünden sind nach christlichem Verständnis Verstöße gegen Gottes Gebote. Beim Ablasshandel war dafür neben Reue eine Geldzahlung vorgesehen. Nach damaligem Glauben drohten Menschen nach dem Tod zeitweise Strafen im sogenannten Fegefeuer. Ablassbriefe sollten diese Zeit verkürzen. Luther kritisierte, dass Menschen sich durch den Ablass zu sicher fühlten. Für ihn kam es darauf an, dass sie ihre Sünden wirklich bereuten.

Es gab schon länger Kritik am Lebensstil hoher Kirchenvertreter und an Geldzahlungen für kirchliche Leistungen. Ein konkreter Anlass der Reformation war der Petersablass von 1515. Papst Leo X., das Oberhaupt der katholischen Kirche, wollte damit den Bau des Petersdoms, einer Kirche in Rom, finanzieren. Du kannst also unterscheiden: Die länger bestehende Kritik war ein Hintergrund; dieser Ablass war ein konkreter Auslöser.

Auch die Verteilung politischer Macht half der Reformation. Das Heilige Römische Reich war ein Herrschaftsverband aus vielen einzelnen Gebieten. Der Kaiser konnte dort nicht allein bestimmen. Fürsten, die einzelne Gebiete regierten, wollten durch die Reformation oft unabhängiger von Kaiser und Papst werden.

Definition

Reformation

Das Wort bedeutet Erneuerung. Gemeint ist hier die Bewegung zur Erneuerung der Kirche im frühen 16. Jahrhundert, aus der mehrere getrennte Kirchen hervorgingen.

Merke: Die Kritik an kirchlichen Zuständen bestand schon länger. Der Petersablass von 1515 war ein konkreter Auslöser. Politische Machtinteressen halfen bei der Ausbreitung.

Teste dich

LeichtWas war ein konkreter Anlass der Reformation?

Alles auf einen Blick

Reformation

  • Religiöse Kritik

    Luther hielt echte Reue für wichtig. Nach seiner Auffassung fühlten sich Menschen durch den Ablass zu sicher.

  • Auslöser

    Der Petersablass von 1515 traf auf länger bestehende Kritik an kirchlichen Zuständen.

  • Verbreitung

    Gedruckte Texte in deutscher Sprache erreichten einen größeren Kreis von Lesern.

  • Kirchenspaltung

    Aus der Erneuerungsbewegung gingen verschiedene protestantische Kirchen hervor.

  • Machtinteressen

    Fürsten wollten durch die Reformation oft unabhängiger von Kaiser und Papst werden.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Glaube und Herrschaft beim Reichstag in Worms unterscheiden

  1. 1Aufgabe: Erkläre am Auftreten Luthers in Worms 1521, wie ein Glaubensstreit und politische Herrschaft zusammentrafen.
  2. 2Die Überzeugung bestimmen: Luther wollte seine Aussagen nur zurücknehmen, wenn man sie mit der Bibel widerlegte. Für ihn war die Bibel der entscheidende Maßstab.
  3. 3Die politische Handlung bestimmen: Der Kaiser entzog Luther den rechtlichen Schutz. Damit betraf der Streit auch Luthers Stellung im Reich.
  4. 4Die Verbindung erklären: Luther hielt an seinen religiös begründeten Aussagen fest. Der Kaiser reagierte mit einer Maßnahme seiner Herrschaft. Der sächsische Landesherr ließ Luther auf die Wartburg bringen.

Fehler finden

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Luther veröffentlichte seine 95 Thesen im Jahr . Im deutschsprachigen Raum kamen 1520 etwa seiner Schriften und Flugschriften auf den Markt. Der Augsburger Religionsfrieden brachte im Heiligen Römischen Reich einen vorläufigen Abschluss der Reformation.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Reformation

LeichtWodurch wird ein Mensch nach Luthers Lehre von Gott angenommen?
MittelWie wirkte Luther selbst an der Verbreitung seiner Schriften mit?
SchwerWas half politisch dabei, dass sich trotz des Widerstands des Kaisers verschiedene Kirchen im Reich entwickelten?

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