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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Bauernkrieg 1525: Ursachen, Verlauf und Folgen

Du lernst, warum Menschen im Bauernkrieg aufstanden, was sie forderten und welche Folgen die Aufstände in verschiedenen Regionen hatten.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Bauernkrieg 1525: Ursachen, Verlauf und Folgen

Kurz gesagt

Der Bauernkrieg umfasste Aufstände von Bauern, Städtern und Bergleuten von 1524 bis 1526. Sie wehrten sich gegen hohe Lasten und eingeschränkte Rechte. Die Herren der Bauern und die Herrscher der Gebiete schlugen die Aufstände nieder; schwere Strafen folgten.

Viele Bauern mussten Abgaben leisten und für ihre Herren arbeiten. Zugleich schränkten Grundherren Rechte ein, die Dörfer lange genutzt hatten. Du untersuchst, warum Menschen dagegen aufstanden und Veränderungen forderten. Dabei waren ihre Lage und ihre Ziele nicht überall gleich.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Der Bauernkrieg dauerte von 1524 bis 1526. Neben Bauern beteiligten sich Städter und Bergleute, also Arbeiter im Bergbau. Die Aufstände begannen im süddeutschen Raum und breiteten sich unter anderem nach Franken, Thüringen und Tirol aus. Meist blieben die Gruppen innerhalb ihres eigenen Herrschaftsgebiets. Die Ursachen unterschieden sich nach Ort und Zeit; vermutlich kamen oft mehrere Gründe zusammen.

Viele Bauern litten unter hohen Abgaben. Das waren Zahlungen oder Teile ihrer Ernte, die sie abgeben mussten. Häufig mussten sie außerdem für ihren Grundherrn arbeiten. Ein Grundherr verfügte über Land und verlangte von den Bauern darauf Abgaben und Dienste. Missernten verschärften die Not. In Oberschwaben, Württemberg, Franken, Obersachsen und Thüringen wurden Höfe beim Erben geteilt. Viele der dadurch entstandenen kleinen Höfe konnten die hohen Lasten kaum tragen.

Grundherren schränkten zudem alte Rechte ein. Dazu gehörte die gemeinsame Nutzung von Weiden und Wäldern. Bauern hatten auch Schwierigkeiten, gegenüber ihren Herren Recht zu bekommen. Sie wollten vor allem ihre alten Rechte zurück und ihre Lasten verringern. Viele arme Bauern zögerten jedoch wegen ihrer Abhängigkeit. Vielerorts drängten führende Männer aus den Dörfern sie zum Mitmachen.

Hinzu kam die Reformation, eine Bewegung zur Veränderung der Kirche. Martin Luther, ein Lehrer des christlichen Glaubens und Kritiker der Kirche, übersetzte das Neue Testament ins Deutsche. Dieser Teil der Bibel war dadurch auch einfachen Leuten zugänglich. Sie konnten nun Ansprüche ihrer Herren prüfen, die mit Gottes Willen begründet wurden. Viele Bauern sahen für ihre bedrückende Lage keine Begründung in der Bibel. Religiöse Gedanken bestärkten so ihren Widerstand.

Definition

Ursache

Eine Ursache hilft zu erklären, warum etwas geschieht. Beim Bauernkrieg wirkten vermutlich oft mehrere Ursachen zusammen, etwa hohe Lasten und eingeschränkte Rechte.

Beispiel: Wie Erbteilungen die Lage verschärften

  1. 1In Oberschwaben, Württemberg, Franken, Obersachsen und Thüringen wurden Höfe beim Erben geteilt.
  2. 2Die Höfe wurden kleiner, während die gesamte Anbaufläche gleich blieb.
  3. 3Viele dieser kleinen Höfe konnten angesichts der hohen Lasten nicht mehr ausreichend Ertrag bringen.

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Alles auf einen Blick

Bauernkrieg 1525

  • Ursachen

    Vermutlich kamen oft hohe Lasten, eingeschränkte Rechte und religiöse Gründe zusammen. Die Lage unterschied sich regional.

  • Forderungen

    Die Zwölf Artikel verlangten unter anderem freie Pfarrerwahl, weniger verpflichtende Arbeit und das Ende der Leibeigenschaft.

  • Glaube

    Die Bauern begründeten ihre Forderungen mit der Bibel. Luther unterstützte ihren Aufstand dennoch nicht.

  • Unterschiede

    Müntzer unterstützte die gewaltsame Befreiung. Die drei oberschwäbischen Bauerngruppen wollten zunächst verhandeln.

  • Ausgang

    Die Herren der Bauern und die Herrscher der Gebiete schlugen die Aufstände nieder. Schwere Strafen folgten; nur in wenigen Regionen gab es Verbesserungen durch Verträge.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Eine Forderung zu Gemeindewäldern erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre, wie die Forderung nach Rückgabe angeeigneter Gemeindewälder zu den Ursachen des Bauernkriegs passt.
  2. 2Belastung feststellen: Grundherren hatten die gemeinsame Nutzung von Wäldern eingeschränkt.
  3. 3Forderung zuordnen: Die Bauern verlangten die Rückgabe der Gemeindewälder.
  4. 4Zusammenhang erklären: Die Forderung richtete sich gegen den Verlust bisheriger Rechte. Die Bauern wollten vor allem alte Rechte wiederherstellen.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die erste Erhebung bei Stühlingen begann im Jahr . Die Zwölf Artikel wurden im Februar/März 1525 in verfasst. Die von Müntzer geführten Bauern wurden am 15. Mai 1525 bei besiegt.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Bauernkrieg 1525

LeichtWelche Forderung der Zwölf Artikel betraf den Umgang mit Strafen?
MittelBeispieltext, ausgedacht: Ein Schüler meint, die Berufung der Bauern auf die Bibel beweise Luthers Zustimmung zum Aufstand. Was stimmt?
SchwerWas zeigt die geplante Hilfe für Radolfzell nach der Einnahme Freiburgs über die Zusammenarbeit?

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